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TIPPS & TRICKS


Systemdateischutz aushebeln

Windows XP lässt Lösch-Aktionen zwar zunächst zu, macht sie dann aber innerhalb der nächsten paar Minuten rückgängig. Dieser Systemdateischutz lässt sich aber umgehen. Als Beispiel tauschen wir notepad.exe durch das bessere Notepad2 aus. Die Anleitung lässt sich analog auch auf andere von Windows geschützte Dateien anwenden. Melden Sie sich als Admin an, und öffnen Sie eine Eingabeaufforderung (Cmd.exe). Wechseln Sie anschließend mit „pushd %SystemRoot%“ ins Windows-Verzeichnis. Mit „copy notepad.exe notepadx.exe“ legen Sie ein Backup des Original-Editors an, den Sie mit „notepadx“ aufrufen können. Kopieren Sie notepad2.exe aus dem Zip-Ordner heraus in einen Ordner oder auf den Desktop Ihres PCs. Benennen Sie die Datei in Notepad.exe um. Öffnen Sie folgende Ordner:

%SystemRoot%\ServicePackFiles\i386
%SystemRoot%\system32\dllcache
%SystemRoot%\system32
%SystemRoot%

Kopieren Sie die eben durch Umbenennen erzeugte Datei Notepad.exe in jeden dieser Ordner, indem Sie sie mit der rechten Maustaste und gedrückter <Strg>-Taste hineinziehen. Halten Sie sich dabei genau an die Reihenfolge, wie sie oben aufgeführt ist. Bestätigen Sie die Frage, ob Sie die bereits existierende Notepad.exe ersetzen wollen, jeweils mit „Ja“.

Unter Vista müssen Sie den Besitz der Dateien übernehmen

Systemdateien ersetzen unter Windows Vista

Vista hat zwar keinen Systemdateischutz mehr, hütet seine Systemdateien aber trotzdem: Sie gehören hier nicht dem Administrator, sondern einem Benutzer „TrustedInstaller“. Der Administrator hat normalerweise keine Schreibrechte für sie, kann sie also weder löschen noch überschreiben. Auch hier ersetzen wir exemplarisch die Notepad.exe durch Notepad2. Der Tipp funktioniert aber auch für jede andere geschützte Systemdatei.

Schritt 1:

Rufen Sie „Systemsteuerung, Benutzerkonten, Benutzerkontensteuerung ein- oder ausschalten“ auf, deaktivieren Sie die Option „Benutzerkontensteuerung verwenden …“, und starten Sie danach den PC neu. Diesen Schritt 1 können Sie theoretisch auch weglassen, dann müssen Sie aber bei allen folgenden Schritten jede Aktion durch einen Klick auf die Schaltfläche „Fortsetzen“ bestätigen.

Schritt 2:

Öffnen Sie die beiden Ordner \Windows und \Windows\System32. Die nachfolgenden Schritte 3 bis 6 führen Sie jeweils in beiden Ordnern aus.

Schritt 3:

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Notepad.exe, und wählen Sie „Eigenschaften, Sicherheit“. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Erweitert“, dann auf die Registerkarte „Besitzer“, anschließend auf „Bearbeiten“. Markieren Sie hier „Administratoren“, und schließen Sie alle Dialoge mit „OK“.

Schritt 4:

Klicken Sie erneut mit der rechten Maustaste auf Notepad.exe, wählen Sie erneut „Eigenschaften, Sicherheit“, und klicken Sie hier auf die Schaltfläche „Bearbeiten“.

Schritt 5:

Markieren Sie jetzt die „Administratoren“. Dann setzen Sie in der Zeile „Vollzugriff“ einen Haken in der Spalte „Zulassen“ und schließen alle Dialoge mit „OK“.

Schritt 6:

Nun benennen Sie die originale Notepad.exe in Notepadx.exe um, kopieren Notepad2.exe in den Ordner und benennen Notepad2.exe in Notepad.exe um.

Schritt 7:

Aktivieren Sie über „Systemsteuerung, Benutzerkonten, Benutzerkontensteuerung ein- oder ausschalten“ wieder die Benutzerkontensteuerung, und starten Sie den PC neu.


Power Pack 1 via Windows Update verbreitet

Das Power Pack 1 für Windows Home Server ist seit einigen Wochen verfügbar und seit Anfang August auch in deutscher Sprache erhältlich. Nachdem das 23 MB große Update bisher nur zum manuellen Download und Installation bereitstand, beginnt Microsoft nun auch mit der Verbreitung über Windows Update.

Das Update behebt unter anderem einen Bug, der zu einem Datenverlust führen kann. Allein schon deshalb ist die Installation zu empfehlen. Zusätzlich wird mit dem Power Pack 1 auch die Unterstützung für Windows Vista 64-Bit hinzugefügt. Hinzu kommen diverse Detailsverbesserungen, wie beispielsweise bei der Backup-Funktion und dem Fernzugriff. Damit Windows Update das Power Pack 1 herunterladen kann, empfiehlt Microsoft in den Home-Server-Einstellung die Auto-Update-Funktion zu aktivieren. Nachdem sich das Power Pack 1 auf dem Home Server installiert hat, sind die angeschlossenen Client-PCs an der Reihe, die über die Connector-Client-Software aktualisiert werden. Wer mal selber einen Blick auf Windows Home Server werfen möchte, der kann sich von Microsoft kostenlos eine 120-Tage-Test-DVD zusenden lassen. Bei unserer Testbestellung landete die Test-DVD bereits nach zwei Tagen im Briefkasten.


E-Mail-Backup in Unternehmen

E-Mail ist in vielen Unternehmen das meistgenutzte Kommunikationsmittel. Die Inhalte reichen von Angeboten, Rechnungen und anderen wichtigen Dokumenten, über Anfragen, ob der Kollege mit zum Mittagessen kommt, bis hin zu Spam. Da E-Mails, genau wie Schriftverkehr auf Papier, unter Umständen rechtliche Relevanz haben und ein Klick auf "Löschen" wertvolle Informationen vernichten kann, sollte jedes Unternehmen über eine effektive E-Mail-Backup-Lösung nachdenken.

Besonders heikel kann das Thema Archivierung werden, wenn es sich um Korrespondenz ausgeschiedener Mitarbeiter handelt. Da waren beispielsweise die E-Mails von Herrn Müller, der doch die entlastende Mail an die Firma XY geschrieben hat. Herr Müller hat längst das Unternehmen verlassen und seine Mails vorsichtshalber selbst gelöscht. Im Zivilprozess gegen die Firma XY steht das Unternehmen jetzt mit leeren Händen da und kann den entlastenden Beweis nicht vorlegen. Hätte das Unternehmen damals schon ein- und ausgehende E-Mails archiviert, wäre das nicht passiert. Zwar wurden die Mails zu diesem Fall alle ausgedruckt und ordentlich abgeheftet. Vor Gericht sind diese Dokumente allerdings wertlos. Dokumente, die nur elektronisch vorliegen, müssen ebenso archiviert werden. Revisionssicherheit nennt man das in der Fachsprache, in den letzten Jahren hat sich auch der englische Begriff 'Compliance' in der Fachwelt durchgesetzt. Sollen Dokumente revisionssicher archiviert werden, muss das Backup-System entsprechend zertifiziert sein. Die Zertifizierung übernehmen in der Regel entsprechende Wirtschaftsprüfer oder etwa der TÜV-IT. Im Handelsgesetzbuch (HGB) findet man im Paragraph 239 grundsätzliche Anforderungen zur revisionssicheren Archivierung. Danach müssen Dokumente unter anderem vollständig, fälschungssicher, nachvollziehbar, prüfbar und sicher aufbewahrt werden.

Attachments archivieren Bei der Archivierung reicht es nicht, nur die E-Mail aufzubewahren. Auch Attachements wie Word- oder Excel-Dateien, Bilder, Zip-Archive oder elektronisch signierte Dateien müssen gesichert und vor allem nach langer Zeit noch lesbar sein. Lange Zeit heißt für Unternehmen mindestens zehn Jahre. Das entspricht der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von Handelsbriefen. E-Mails mit steuerrelevantem Inhalt müssen sechs Jahre aufbewahrt werden. Der Verband für Organisations- und Informationssysteme (VOI) gibt folgende Merksätze zur elektronischen Archivierung heraus:

Hilfe vom Profi

Damit die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden können, sollten Unternehmen auf professionelle Hilfe zurückgreifen. Backup-Software gibt es im Prinzip für jede Unternehmensgröße. Dabei kostet ein Einzelplatzsystem, mit dem nur ein Mail-Postfach, etwa im Home-Office, archiviert werden muss, unter 200 Euro. Sollen 100 oder mehr Mailboxen archiviert werden, sind schnell einige tausend Euro fällig.

Das Anforderungsprofil Günter Weick, Geschäftsführer der IT-Beratungsfirma Softrust, rät, erst einmal ein Anforderungsprofil zu erstellen. "Die wichtigste Frage ist, wozu die Archivierung betrieben werden soll", sagt Weick. Sollen etwa Kundenakten komplett gehalten, rechtliche Risiken vermieden oder gesetzliche Auflagen eingehalten werden. "Für das eine Unternehmen mag es wichtig sein, eine hundertprozentige Revisionssicherheit zu gewährleisten. Dieses Unternehmen wird alle E-Mails automatisch archivieren – notfalls inklusive Spam." Andere wollen vielleicht nur Kundenakten mit wichtigen E-Mails bestücken. "In diesem Fall kann eine manuelle Archivierungssoftware die Lösung der Wahl sein." Bei der Wahl zwischen manueller und automatischer Archivierung sollten Unternehmen letzteres bevorzugen. So spart die automatische Archivierung jede Menge Zeit. Außerdem ist sie sicherer, kann es doch passieren, dass bei der manuellen Variante eine Mail vergessen wird.

Original wird gesichert Sollen sämtliche Postfächer archiviert werden, bietet es sich an, die Backup-Software direkt auf dem E-Mail-Server zu installieren. Ein- und ausgehende Mails werden direkt auf das Backup-System gespielt. Die Inhaber des jeweiligen Postfachs bekommen – ohne, dass sie es merken – nur noch eine Kopie der Mail. Bei der Wahl eines E-Mail-Backup-Systems sollten Administratoren unbedingt auf Skalierbarkeit achten. So reicht es nicht aus, bei höherem Datenaufkommen und mehr Postfächern nur zusätzlichen Speicherplatz und die nötigen Lizenzen bereit zu stellen. Es müssen auch die Suchmaschinen skalierbar sein, denn die beste Archivierungssoftware ist nutzlos, wenn die Suchmaschine nichts findet oder zu lange braucht. Unternehmen, die bereits Dokumenten-Management-Systeme einsetzen, sollten zudem darauf achten, dass die Systeme zueinander kompatibel sind.

Archivieren und finden Archivierte E-Mails müssen natürlich auch wieder gefunden werden. "Ohne eine Suchmöglichkeit nutzt eine Archivierung gar nichts", sagt Günter Weick. Grundsätzlich haben alle Archivierungslösungen Suchfunktionen. Wer in welcher Form suchen darf, kommt auf die jeweilige Lösung an. So gibt es etwa Compliance-Lösungen, die E-Mails im Prinzip nur für den Auditor oder das Finanzamt archivieren. "Die meisten Unternehmen möchten jedoch ihren Mitarbeitern Zugriff auf die E-Mail-Archive geben", sagt Weick. In diesen Fällen haben die Mitarbeiter aber nur Zugriff auf ihre persönlichen Mails oder die jeweiligen Abteilungs- oder Funktionspostfächer.

Welche Clients werden unterstützt? Bei der Wahl einer Backup-Software sollten sich Administratoren auch die Schnittstellen zu den verwendeten Clients genau anschauen. Einer Softrust-Studie zufolge haben Nutzer von Microsoft Exchange und Outlook die größte Auswahl an Software-Lösungen. Die Entscheidung für ein Backup-System sollte man allerdings nicht von den verwendeten Clients im Unternehmen abhängig machen. Vielmehr sollte das Anforderungsprofil als Grundlage hergenommen werden.

Vorsicht bei Privatpost Ein weiterer wichtiger Punkt für Unternehmen ist die Behandlung von privater Post. Da bei automatischen Backup-Systemen auch private Post der Mitarbeiter ins Archiv gelangt, ist es ratsam, sich gegen rechtliche Risiken abzusichern. Zumindest muss der Mitarbeiter in Kenntnis gesetzt werden, dass seine privaten E-Mails archiviert werden. Am besten ist das durch eine entsprechende Betriebsvereinbarung zu realisieren.

Fazit Selbst wenn die Anschaffung von Backup-Software für Unternehmen unter Umständen hohe Investitionen verlangt, kommt es auf längere Sicht meist doch zu Einsparungen. So müssen etwa Bestellungen oder Rechnungen nicht mehr ausgedruckt und abgeheftet werden. Auch Einsparung bei der Arbeitszeit rechnet sich gegenüber der Ausgabe für die Software.


Einstellungen für RSS-Feeds

Nicht alle RSS-Einstellungen im Internet Explorer sind versteckt. Sie können unter „Extras, Internetoptionen“ auf der Registerkarte „Inhalt“ hinter der untersten Schaltfläche „Einstellungen“ die wichtigsten Festlegungen auch per Konfigurationsdialog treffen. Im Unterschied zu diesen geht es bei den nachfolgenden Tipps eher darum, bestimmte Möglichkeiten abzuschalten oder schwerer zugänglich zu machen, etwa damit eventuelle Mitbenutzer alles so lassen, wie Sie es eingerichtet haben.
Die versteckten Optionen für RSS-Feeds legen Sie unter „Hkey_Current_User\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Feeds“ fest, wenn Sie nur für den aktuellen Benutzer gelten soll, oder unter „Hkey_Local_Machine\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Feeds“, falls sie für alle Benutzer an diesem System gelten soll. Bei gleichlautenden Einträgen in beiden Registry-Zweigen setzen sich letztere durch: Der Administrator behält gegenüber dem User das letzte Wort. Sind die hier erwähnten Schlüssel und Unterschlüssel noch nicht vorhanden, legen Sie sie neu an.

Um die Feed-Funktion zu entfernen, legen sie den Dword-Wert „DisableFeedPane“ an und geben ihm den Wert 1. Die Feed-Seitenleiste ist damit abgeschaltet, und der entsprechende Menüpunkt unter „Ansicht, Explorer-Leiste, Feeds“ ausgegraut. Sie schalten sie wieder ein, indem dem Wert eine 0 geben oder ihn wieder löschen. Für sich alleine genommen ergibt die Einstellung allerdings ein inkonsistentes Bild im Internet Explorer: Neu gefundene Feeds meldet er nämlich trotzdem noch und kann sie auch hinzufügen, nur passiert nichts, wenn Sie danach auf den angebotenen Link „Eigene Feeds anzeigen“ klicken. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie auch das Hinzufügen und Entfernen von Feeds verbieten: Erstellen Sie dazu einen Dword-Wert mit dem Namen „DisableAddRemove“ und geben Sie ihm den Wert 1. Der Klick auf das orange Symbol bei einem neu gefundenen Feed zeigt dann nur noch dessen Vorschau, ohne die Möglichkeit, ihn zu abonnieren. Das Verbot, neue Feeds zu abonnieren, können Sie natürlich auch bei eingeschalteter Feed-Seitenleiste aussprechen, in diesem Falle lassen bereits dort bereits befindliche Feeds nicht entfernen.
Schließlich können Sie noch unterdrücken, dass der Internet Explorer auf Web-Seiten überhaupt nach neuen Feeds schaut:

Legen Sie dazu den Schlüssel „Hkey_Current_User\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Feed Discovery“ (für den aktuellen Benutzer) oder „Hkey_Local_Machine\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Feed Discovery“ (verbindlich für alle Benutzer) an und hierunter den Dword-Wert „Enabled“.

Steht er auf 1, ist die Feed-Entdeckung aktiv,

bei 0 ist sie abgeschaltet und das Feed-Symbol bleibt immer grau,

egal auf welcher Web-Seite Sie sind. Ganz zum Verschwinden bringen können Sie es, indem Sie mit der rechten Maustaste in der Symbolleiste auf das Kontextmenü „Befehlsleiste anpassen, Befehle hinzufügen oder entfernen“ klicken und es von „Aktuelle Schaltflächen“ in „Verfügbare Schaltflächen“ verschieben.


Gut gerüstet: XP-Notfall-CD selbstgemacht

Die Anti-Crash-CD

Noch nie war es so komfortabel, nach einem Systemcrash persönliche Daten zu sichern – sogar wenn der PC nicht mehr bootet. Das erledigen Sie mit Ihrer eigenen speziellen Notfall-CD.

Wichtige Dokumente, die E-Mails, sämtliche Fotos – unter Umständen können alle Dateien auf der Festplatte nach einem Systemcrash verloren sein. Es wäre tagelange Arbeit, sie zu rekonstruieren, wenn es überhaupt noch möglich ist. Deshalb ist es das Wichtigste nach einem Totalausfall, die persönlichen Daten zu sichern. Alles andere ist zweitrangig. Wie Sie überaus einfach an Ihre Dateien selbst nach einem Totalausfall von Windows kommen, zeigt dieser Workshop. Sie erstellen eine bootfähige CD, in die Sie sogar Programme wie Nero oder einen Virenscanner integrieren können. Mit der CD können Sie also Ihren PC starten und dann bequem mit der Maus arbeiten. Und selbst verloren geglaubte Daten lassen sich auf einem USB-Stick wiederherstellen. Außerdem läuft diese Notfall-CD nicht nur auf Ihrem, sondern auf jedem PC.

Wichtigste Voraussetzung zum Erstellen dieser Rettungs-CD ist eine Windows-Installations-CD mit integriertem Service Pack 1 oder 2 (SP1 oder SP2). Sind Sie nicht sicher, ob Ihre Original-CD bereits eines der beiden XP-Service Packs enthält, schauen Sie auf der Scheibe nach. Steht dort eine der Bezeichnungen "Version 2002", "Rev. 5.00", "SP1", "SP1A" oder "SP2", können Sie gleich mit Schritt 2 fortfahren. Besitzen Sie eine Windows-CD aus der ersten Serie (Version 2001), erstellen Sie die modifizierte Scheibe mit Service Pack zunächst selbst. Wie, das erklärt der erste Abschnitt. Diese Rettungs-CD lässt sich aus der Home- und der Professional-Edition erstellen. Voraussetzung ist eine originale Windows-CD. So genannte Recovery-CDs, wie Sie vielen Notebooks beiliegen, funktionieren nicht. Schließlich noch eine Vorbemerkung: Da sich Nero momentan nur bis zur Version 6.3 einbinden lässt, verschieben Sie zunächst ein Update.

Das Service Pack für XP in die CD einbinden

Ganz einfach einbinden lässt sich das Service Pack mit dem weniger als 1 MByte großen Tool "nLite" (http://nuhi.msfn.org/download.html). Installieren Sie nLite, indem Sie alle Voreinstellungen übernehmen.

Haben Sie das SP1 oder SP2 nicht, so können Sie es über www.microsoft.com/germany/windowsxp/sp2/anwender/bezug.mspx bestellen oder herunterladen. Der Download über den Link "IT-Professionals" macht allerdings nur über einen DSL-Anschluss Sinn.

Legen Sie die Original-CD ins Laufwerk und schließen Sie gegebenenfalls deren Oberfläche. Im Windows Explorer klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Laufwerksbuchstaben, wählen im Kontextmenü "Explorer" und drücken die Tastenkombination "Strg+A", um sämtliche Inhalte zu markieren. Mit "Strg+C" legen Sie alles in die Zwischenablage, von wo aus Sie den Inhalt in einen neu angelegten Ordner (zum Beispiel: "XPalt") auf der Festplatte kopieren.

Nun starten Sie das Tool nLite. Wählen Sie Deutsch als Programmsprache und aktivieren Sie im nächsten Schritt nur die Option "Service Pack integrieren". Klicken Sie sich danach über die Schaltfläche "Suche" zu dem Ordner vor, in den Sie zuvor die komplette Windows-CD kopiert haben.

Bestätigen Sie mit "Weiter" und binden Sie über "Suchen/Öffnen" die Exe-Datei des Service Packs ein. Es dauert zwei bis drei Minuten, bis das Service Pack in das ursprüngliche Speicherverzeichnis ("XPalt") integriert ist. Schließen Sie den Vorgang mit "OK/Weiter/Fertig" ab.

Aus diesen Daten erstellen Sie die modifizierte Windows-CD mit integriertem Service Pack 1 oder 2. Dazu benötigen Sie neben dem Brennprogramm Nero die winzige Boot-Datei "boot.bin". Deren Original-Boot-Code sorgt dafür, dass Sie beim Brennen eine bootfähige Windows-CD erstellen. Laden Sie die Datei über den Link www.wintotal.de/server/bootfilexp.zip auf Ihren PC und entpacken Sie die Bin-Datei in ein Verzeichnis.

Starten Sie Nero und wählen Sie im Dialog "Neue Zusammenstellung" links die Option "CD-ROM (Boot)". Auf der Registerkarte "Startopt." aktivieren Sie die Option "Imagedatei" und klicken auf "Durchsuchen". Im "Öffnen"- Dialog ändern Sie beim "Dateityp" die Auswahl auf "Alle Dateien (*.*)" und wechseln in das Verzeichnis des Boot-Image "boot.ini". Ändern Sie darunter in den "Experteneinstellungen" unbedingt die Emulationsart auf "Keine Emulation" sowie die "Anzahl zu ladender Sektoren" auf "4" – ohne diese Änderung bootet die CD nicht!

Auf der nächsten Registerkarte "ISO" stellen Sie die "Dateinamenlänge" auf "Maximal 31 Zeichen ..." um. Im Register "Titel" ist die Bezeichnung hinter dem Eintrag "ISO 9660" wichtig. Hier tragen Sie die exakte Bezeichnung der ursprünglichen Windows-CD ein: Sie erscheint im Windows Explorer, wenn Sie die CD eingelegt haben. Bei uns hießen sie für die Home Edition "WXHCCP_E" sowie für die Pro Edition "WXPCCP_DE".

Bestätigen Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche "Neu", öffnen Sie rechts im Fenster des Nero-Explorer den Ordner "XPalt" und markieren Sie darin mit der Tastenkombination "Strg+ A" sämtliche Dateien. Per "Drag and Drop" ziehen Sie die Inhalte mit gedrückter Maustaste ganz nach links. Schließlich drücken Sie das "Brennen"-Symbol in der Nero-Symbolleiste und aktivieren auf der Registerkarte "Brennen" die Option "CD abschließen (Kein weiteres Brennen möglich)". Legen Sie einen Rohling in den CD-Brenner und klicken Sie auf "Brennen" – geschafft!

Rettungs-CD mit dem ersten Programm

Aus der Windows-CD, in die eines der beiden Service Packs integriert ist, erstellen Sie nun Ihre erste individuelle Notfall-CD.

Legen Sie die Windows-CD mit integriertem Service Pack ins Laufwerk. Stecken in Ihrem Rechner zwei Laufwerke, schieben Sie die Windows-CDs ins CD- oder DVD-Laufwerk und den Rohling in den Brenner. Schließen Sie die CDOberfläche, falls sie automatisch startet.

Installieren Sie nun den PE Builder. Das Tool steht unter www.nu2.nu/pebuilder/#download zum Download bereit. Übernehmen Sie sämtliche Voreinstellungen und aktivieren Sie zusätzlich die Option "Create a desktop icon".

Nach Abschluss des Setup schließen Sie PE Builder zunächst und stellen die Software für die weiteren Schritte auf die deutsche Tastatur um. Dazu öffnen Sie über den Windows Explorer im PE Builder-Unterverzeichnis "plugin\keyboard" die Datei "keyboard.inf" per Doppelklick. Drücken Sie im Editor die Tastenkombination "Strg+F", tippen Sie im "Suchen"-Fenster den Begriff "german" ein und klicken Sie auf "Weitersuchen": In der Zeile darunter, die mit "00000407" endet, entfernen Sie das Semikolon am Anfang, sodass die Zeile mit "0x1" beginnt. Übernehmen Sie die Änderung, indem Sie in der Menüleiste auf "Datei/Speichern" klicken. Anschließend schließen Sie den Editor.

Starten Sie den PE Builder per Doppelklick auf das Desktop-Icon und bestätigen Sie mit "I agree". Es öffnet sich folgendes Fenster: Überprüfen Sie, ob in der "Source"-Zeile das richtige Laufwerk der Windows-CD eingestellt ist. In der Regel erkennt das Programm das richttige Laufwerk aber selbstständig. Die Zeilen darunter ändern Sie nicht. Stellen Sie jedoch sicher, dass auf der Partition, auf der zunächst das so genannte ISO-Image erstellt wird, rund 700 MByte Platz frei ist. Aktivieren Sie die Option "Burn to CD" und wählen Sie darunter Ihren Brenner aus.

Bevor Sie mit einem Klick auf "Build" Ihre erste Notfall-CD brennen, drücken Sie die Schaltfläche "Plugins". Normalerweise bezeichnet man Erweiterungen im Browser als Plugins, hier steht der Begriff für bestimmte Anweisungen, um ausgewählte Programme in die Notfall-CD einzubinden. In der Liste erscheinen fast drei Dutzend Programme wie das Antispionage- Tool Ad-Aware, das Brennprogramm Nero sowie der Virenschutz von McAfee. Rund die Hälfte dieser Einträge ist rechts in der Zeile "Enabled" bereits mit "Yes" markiert.

An dieser Stelle müssen Sie zwei Arten dieser Plugins unterscheiden: Die mit "Yes" markierten laufen unmittelbar. Bei den übrigen fügen Sie zunächst einige Programmdateien hinzu, um das dazugehörige Programm einzubinden. Dazu zählen auch die drei genannten Beispiele. Am Beispiel von Ad-Aware zeigen wir Ihnen, wie es funktioniert. Die für den Notfall wichtigen Programme Nero und McAfee integrieren Sie in einem weiteren Schritt später.

Markieren Sie in der Plugin-Liste des PE Builder den "Ad-Aware"-Eintrag und klicken Sie auf den Button "Enable/Disable". Der Status springt nun nicht direkt auf "Yes", stattdessen zeigt Ihnen eine Fehlermeldung, was als Nächstes zu tun ist: Schließen Sie das Fenster mit "OK" und drücken Sie die Schaltfläche "Help". Hier lesen Sie eine detaillierte programmspezifische Erläuterung. Sogar der Link für den richtigen Download der benötigten Dateien ist schon dabei.

Im Beispiel von Ad-Aware klicken Sie auf den Download- Link und laden die Setup-Datei über "Download Ad-Aware here" auf Ihren PC. Da Ad-Aware sich bei der Installation automatisch die neuesten Signaturen aus dem Internet herunterlädt, bleiben Sie bei diesem Programm während des Setup online. Starten Sie die Installation und merken Sie sich den Setup-Ordner. Schließen Sie die Software und kopieren Sie die beiden Dateien "ad-aware.exe" sowie "defs.reg" in folgendes Unterverzeichnis des PE Builder: "plugin\ adawarese". Damit haben Sie das Programm Ad-Aware eingebunden. Klicken Sie erneut auf "Enable/Disable", nun aktiviert PE Builder das Plugin und bindet die Programmdateien ein. Das Muster aus diesem Beispiel ist für jedes Plugin gleich. Sie kopieren die erforderlichen Dateien genauso wie beschrieben in den jeweiligen Plugin-Ordner des PE Builder. Danach aktivieren Sie in der Liste den Eintrag für das zugehörige Plugin.

Bevor Sie Ihre Wunsch-CD mit mehr Programmen zusammenstellen, brennen Sie zunächst Ihre erste Notfall-CD. Schließen Sie die Plugin-Liste mit "Close" und starten Sie das Zusammenstellen und Brennen der Daten mit einem Klick auf "Build/Ja/I agree (Ich stimme zu)". Auf unserem Testsystem war die erste Notfall-CD nach fünf Minuten fix und fertig gebrannt. Beenden Sie das Tool über "Close/Exit".

Verfügen Sie nicht über ein zweites CD-Laufwerk, lassen Sie die Option "Burn to CD" deaktiviert und erzeugen nur die ISO-Datei. Aus dieser erstellen Sie dann die bootfähige Rettungs-CD. Dazu starten Sie Nero, schließen sämtliche Assistenten und klicken auf "Datei/Öffnen". Als "Dateityp" wählen Sie "Alle Dateien (*.*)", um die ISO-Datei in der Auswahl einzublenden. Markieren Sie im "Öffnen"-Dialog die soeben erzeugte ISO-Datei und achten Sie darauf, dass im nächsten Fenster die Option "CD abschließen ..." aktiviert ist. Mit einem Klick auf "Brennen" wird Ihre Notfall-CD gebrannt.

Probieren Sie die neue Scheibe gleich aus. Um Ihren Rechner von der Rettungs-CD zu booten, ändern Sie gegebenenfalls die Boot-Reihenfolge im BIOS. Booten Sie den Rechner nun von der neuen CD und beantworten Sie die Frage nach der Netzwerkeinbindung mit "No". Wie Sie mit dieser Scheibe im Ernstfall wichtige Dateien wiederherstellen, erläutert das letzte Kapitel "Persönliche Daten im Notfall retten".

Weitere Software in die Notfall-CD einbinden

Zwei weitere Plugins sind für den Notfall besonders wichtig: ein funktionsfähiges Antivirenprogramm sowie Nero. Denn mit der Brenn- Software können Sie persönliche Dateien sichern, bevor Sie sich an die Reparatur machen.

Im ersten Schritt binden Sie Nero in die Rettungs-CD ein. Zwar brauchen Sie im Notfall dann zwei Laufwerke, denn vom einen booten Sie den Rechner, auf dem anderen brennen Sie die Daten auf CD. Doch ein CD-Laufwerk schlägt im Fachhandel mit weniger als 15 Euro zu Buche und ist schnell eingebaut. Binden Sie deshalb Nero auf jeden Fall in die CD ein.

Starten Sie den PE Builder, übernehmen Sie sämtliche Voreinstellungen und öffnen Sie über "Plugins" die Liste. Markieren Sie den Eintrag "Nero Burning ROM" und klicken Sie auf "Help". An dieser Stelle erfahren Sie wieder, was zu tun ist. Auf den allermeisten PCs ist das Brennprogramm ohnehin installiert, also müssen Sie nur sämtliche Dateien aus dem Ordner "Nero" in das Unterverzeichnis "plugin\nero burning rom\files" des PE Builder kopieren. Kopieren Sie für Nero 6.x zusätzlich die Datei "shfolder.dll" aus dem Systemverzeichnis "c:\Windows\System32" in das genannte "files"-Verzeichnis.

Die "Help"-Anweisung erfordert außerdem eine weitere Änderung in der Datei "penero.inf". Wechseln Sie eine Ebene nach oben, also in das Verzeichnis "plugin\nero burning rom". Öffnen Sie die genannte Datei per Doppelklick und scrollen Sie bis zum Eintrag "Nero v6.x", der im nächsten Bild rot markiert ist (für Nero 5-Versionen analog zu "Nero 5.x" scrollen). Entfernen Sie in den vier Zeilen (ab "[Software. AddReg]") darunter die rot markierten Semikola, sodass die Zeilen mit "0x1" beginnen. Tippen Sie am Schluss der Zeilen in die Musterfelder Ihren Benutzernamen, Ihre Firma sowie die Seriennummer ein, die Sie zuvor bei der Installation von Nero eingetragen haben. Wissen Sie Namen und Firma nicht mehr, öffnen Sie Nero und klicken in der Menüleiste auf "Hilfe/ Über Nero Burning Rom". Klicken Sie abschließend in der Menüleiste auf "Datei/Speichern" und schließen Sie den Editor. Zurück im PE Builder lässt sich der Nero-Eintrag über "Enable/Disable" jetzt aktivieren. Nero ist damit in die CD integriert.

Ähnlich binden Sie den Virenscanner von McAfee ein: Klicken Sie in der Plugin-Liste auf den Eintrag "McAfee Virus- Scan for Win32" und auf "Help". Die Anleitung besagt, dass Sie zunächst die neueste Datei vom Muster "sdatxxxx.exe" über den Link ftp://ftp.nai.com/CommonUpdater per Doppelklick auf Ihrem PC speichern müssen. Da die Datei rund 6 MByte groß ist, dauert der Download mit einem Modem rund 15 Minuten. Kopieren Sie die Datei ins Verzeichnis "plugin\mcafee\files" des PE Builder. Daraufhin klicken Sie auf "Start/Ausführen" und entpacken Sie die Datei , indem Sie den Befehl ins Feld "Öffnen" eingeben: "c:\pebuilder313\plugin\mcafee\files\sdat442 1.exe/e", wenn die Datei "sdat4421.exe" bei Redaktionsschluss aktuell war. Wichtig ist der abschließende Parameter "/e". Bestätigen Sie mit "OK". Warten Sie gut 30 Sekunden, auch wenn scheinbar nichts passiert. Danach aktivieren Sie über "Enabled/ Disabled" im PE Builder das zugehörige Plugin. Schließen Sie die Plugin- Liste und drücken Sie auf "Build/Ja", um die Daten zusammenzustellen und die CD zu brennen. Damit haben Sie nun das dritte Programm dieses Workshops eingebunden.


In 15 Minuten die Top-Sicherung für Win-XP/2000-Installationen

Problem:Sie haben Windows XP oder 2000 installiert: System läuft, Hardware läuft, Software läuft. Alle Einstellungen sind so, wie Sie sich das jetzt und künftig wünschen. Wie können Sie diesen erfreulichen Zustand dauerhaft erhalten?

Lösung: Wir haben uns an einen bewährten Win 9x/ME-Trick erinnert und überlegt, ob er für 2000/XP umzusetzen ist. In der Tat - mit wenigen Schritten erstellen Sie wie unter 9x/ME eine Systemkopie, zu der Sie im Notfall zurückkehren können:

1.)Legen Sie die Installations-CD von Windows 2000/XP ein. Gehen Sie in der Eingabeaufforderung (CMD.EXE) mit "cd i386" in das Installationsverzeichnis, und installieren Sie mit "winnt /cmdcons"die Wiederherstellungskonsole auf Festplatte. Dieser Schritt ist nicht zwingend notwendig, vereinfacht aber den Rest.

2.)Kopieren Sie die Datei WINBACK.BAT auf den PC, und starten Sie sie per Doppelklick. Diese kopiert nun Ihre Windows-Installation in den Ordner \Winback. Außerdem erstellt sie die Hilfsscripts #1 und #2, die Ihnen später lästige Eingaben in der Konsole abnehmen.

3.)Die Registry kann nur in der Konsole kopiert werden. Starten Sie also den PC neu, und wählen Sie im Bootmenü die Konsole. Das noch unvollständige Backup erscheint hier bereits als Windows-Installation. Melden Sie sich aber zunächst auf dem Originalsystem an, wofür in der Regel das Administrator-Kennwort verlangt wird. Geben Sie dann "batch c:\#1" ein.

#1 kopiert die Registry-Dateien temporär ins Hauptverzeichnis. Dann melden Sie sich mit "logon" bei der Windows-Kopie an, und mit "batch c:\#2" holen Sie die Registry in das Backup. Damit ist die Sicherung beendet. Sie können jederzeit über die Konsole zu diesem Systemstatus zurückkehren. Dabei melden Sie sich in der normalen Installation an und benennen diese mit "ren <Windows> <NameEgal>" um. Anschließend melden Sie sich mit "logon" bei der Kopie an und geben dieser mit

ren winback <Windows>

den Ordnernamen des Originals.

Zum Aufwand:

Die Kopie benötigt etwa ein Gigabyte,Die Konsole ist, sofern die Installations-CD zur Hand ist, in zwei Minuten installiert. Der Durchlauf der WINBACK.BAT mit der Systemkopie dauert höchstens fünf Minuten. Wenn Sie sich dann in der Konsole an die Anleitung halten und das Admin-Kennwort parat haben, sollten Sie die anvisierten 15 Minuten sogar unterbieten können. (...was sind schon 15 Minuten gegen über einer Neu-Installation)

Download von WINBACK.BAT