TIPPS & TRICKS |
| Das ist neu an Firefox 4.0 Beta |
Firefox ist nach Microsofts Internet Explorer der am häufigsten verwendete Browser. Doch Googles Chrome, Apples Safari und Opera drohne ihm, den Rang abzulaufen, vor allem weil sie durch die Bank weg schneller sind und moderner aussehen. Mit Firefox 4.0 will Software-Entwicklerin Mozilla an alte Erfolge anknüpfen. Der neueste Firefox soll in Sachen Geschwindigkeit mit der Konkurrenz mithalten und ein paar alte Zöpfe in der Benutzeroberfläche werden ebenfalls abgeschnitten.
Neue Oberfläche abhängig vom Betriebssystem
Insbesondere wenn man Firefox 4.0 Beta unter Windows Vista oder 7 startet, fallen die umfangreichen Änderungen an der Benutzeroberfläche auf. Denn nur unter diesen Betriebssystemen sind alle geplanten Änderungen bereits vollständig umgesetzt. Die Tab-Leiste ist - Chrome lässt grüßen - in die Titelleiste des Browser-Fensters gerutscht. Hinter dem neuen Firefox-Knopf versteckt sich - ähnlich wie bei Opera - das Hauptmenü. Die in der Lesezeichen-Leiste abgelegten Bookmarks sind künftig über eine eigene Schaltfläche erreichbar, die Leiste verschwindet. Außerdem wurden der Abbrechen- und der "Neu laden"-Knopf zu einer Schaltfläche zusammengefasst. Alle genannten Änderungen schaffen zusätzlichen Raum für die Anzeige von Webseiten.Wer sich für die Änderungen nicht erwärmen kann, der blendet die Menüleiste - wie beim Internet Explorer - zeitweilig durch Drücken der ALT-Taste ein oder nimmt gar alle Änderungen über Browser-Einstellungen dauerhaft zurück. Unter Windows 2000 und XP wird es ohnehin keinen Firefox-Knopf geben.
Neue Funktionen
Mit neuen Funktionen hält sich die aktuelle Beta-Version noch zurück. Einiges hat sich unter der Haube getan. So unterstützt der Browser zum Beispiel das neue Video-Format WebM. Das könnte mittelfristig zwar Flash-Videos ablösen, wie sie heute üblich sind, ist derzeit aber vor allem für Entwickler von Websites interessant.
Für Otto Normalsurfer sichtbar ist die neue Unterstützung für die mit Windows 7 eingeführten Jumplists. Darüber ist jedes im Browser geöffnete Tab über das Firefox-Symbol in der Startleiste zugänglich. Außerdem wurde das Adresseingabefeld einmal mehr umbenannt. Zuletzt hieß es Awesomebar, künftig Smart Location Bar. Wichtigste Neuerung: Gibt man hier einen Begriff ein, dann erscheinen in der unter der Leiste ausklappenden Trefferliste neben Fundstücken aus der Browser-Historie auch Tabs, die eine passende Website anzeigen.
Auf dem Mac hat die Beta-Version nun auch den Absturzschutz für Plugins erhalten, der auf anderen Betriebssystemen schon mit Firefox 3.6.4 Einzug hielt. Die Sicherung sorgt dafür, dass ein abgestürzter Flash-Player oder Microsofts Silverlight nicht mehr den gesamten Browser mit in den Abgrund reißen.
Auf dem Prüfstand
Pflichtprogramm für jeden neuen Browser ist das Absolvieren von standardisierten Tests, die überprüfen, wie es um die Kompatibilität zu technischen Standards und die Geschwindigkeit beim Ausführen von JavaScript-Programmen bestellt ist. Zwar muss man solche Messwerte bei einer Beta-Version mit Vorsicht genießen, interessant sind sie aber trotzdem.
Im Acid3-Test, der überprüft, ob ein Browser Webseiten korrekt anzeigt, erreicht Firefox 4.0 Beta 97 von 100 Punkten. Zum Vergleich: Firefox 3.6.4 kommt auf 94 Punkte, Internet Explorer 8 auf magere 20 und Chrome, Safari und Opera erreichen die maximale Punktzahl.
Wie schnell sich ein Browser anfühlt, das hängt maßgeblich von seiner JavaScript-Leistung ab. Ausklappende Menüs, Häkchen oder Fehlermeldungen, die noch während der Eingabe hinter Web-Formularen erscheinen, Statusmeldungen, die ohne Neuladen einer Webseite auf dem Bildschirm erscheinen - überall steckt JavaScript dahinter. Firefox 3.6.4 stiefelt der Konkurrenz in dieser Disziplin besonders weit hinterher. Darum soll Version 4 eine komplett neue JavaScript-Verarbeitung namens Jägermonkey erhalten. Die ist zwar in der ersten Beta noch nicht enthalten. Dennoch führt die Beta-Version JavaScript schon jetzt schneller aus. Magnus.de hat die Leistung mit dem branchenüblichen Testverfahren SunSpider ermittelt und dabei einen rund fünfzehnprozentigen Geschwindigkeitsvorteil für Firefox 4.0 Beta ermittelt.
Fazit
Mit Version 4.0 Beta zeigt sich Firefox auf einem guten Weg und könnte tatsächlich an alte Erfolge anknüpfen. Wer die Beta-Version testen will, der kann das ruhigen Gewissens tun - in unseren Tests lief sie äußerst stabil. Allerdings ist bisher kaum eine der rund 4.000 Firefox-Erweiterung kompatibel mit Firefox 4.0. Sofern Sie Ihren Firefox nur mit AddOns so richtig nützlich finden, sollten Sie die Erweiterung Add-on Compatibility Reporter installieren. Darüber können Sie eigentlich noch nicht für die Beta-Version freigegebene Erweiterungen manuell freischalten und mit dem neuesten Firefox testen. Die zu diesem Zweck bisher verwendete Erweiterung Nightly Tester Tools lässt sich dafür nicht mehr einsetzen. Sie ist nicht kompatibel zu Firefox 4.0 und ein Update wird es laut ihrem Entwickler definitiv nicht mehr geben.
| Sicherheit im Heimnetzwerk |
Die erste Entscheidung, die Sie bei der Vernetzung Ihres Heims treffen, betrifft das Medium: Kabel oder drahtlos? Für das Funknetzwerk spricht die einfache Art der Installation, bei der sie sich ohne Kabel auch mit einem Notebook frei bewegen können und neue Geräte ohne großen Aufwand hinzufügen. Das Prinzip hat allerdings auch Nachteile: Neben den hier nicht behandelten Nachteilen an Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit gegenüber einem verkabelten Netzwerk ist es vor allem die Sicherheit, die einer Extra-Behandlung bedarf: Grundsätzlich kann jeder, den die Funkwellen erreichen, ein WLAN ausspähen. Und selbst wenn Wände und Möbel innerhalb Ihrer Behausung den zuverlässigen Empfang so behindern, dass Sie kaum auf fünf Meter kommen, kann die Reichweite auf der Straße, mit nur noch einer Hauswand dazwischen, ein Mehrfaches betragen. Ein verkabeltes Netzwerk liegt hier in punkto Sicherheit weit vorne, doch auch für eine drahtlose Verbindung können und müssen Sie für Sicherheit sorgen. Hierbei ist das oberste Gebot: Verschlüsseln Sie den WLAN-Verkehr immer mit WPA2 oder wenigstes WAP! Der alte Verschlüsselungsstandard WEP ist so unsicher, dass er in Sekunden knackbar ist.
Davon unabhängig gibt es jedoch auch Maßnahmen, die Sie in jeder Art von Heimnetzwerk beachten müssen, ob nun verkabelt oder nicht. Worauf es dabei ankommt ist, dass Ihr Netz nach außen dicht ist, das heißt, dass niemand Ungebetenes von außen Zugriff erhält. Klassischerweise erreichen Sie dies durch eine Kombination aus Firewall und Virenscanner: Die Firewall sorgt dafür, dass nur von Ihnen explizit erlaubte Zugriffe auf Ihr Netz beziehungsweise Ihren PC stattfinden, wohingegen der Virenscanner verhindert, dass Sie bereits heruntergeladene Schadsoftware irrtümlicherweise starten. Das würde die Funktion der Firewall aushebeln, da eine Schadsoftware einfach die Kontrolle übernehmen und zum Beispiel die Firewall einfach ausschalten oder mit durchlässigeren Regeln versehen könnte. Sie schützen Ihr Netz also immer doppelt: nach außen gegen Angreifer und nach innen gegen Schadprogramme
Firewall richtig einrichten
Beobachten Sie, was die Firewall genau tutEine Firewall lässt
erwünschte Datenpakete passieren, unerwünschte blockt sie ab.
Dazu muss das Programm wissen, was erwünscht ist und was nicht.
Es hört auf die Befehle des Anwenders, das heißt auf Ihre.
Starten Sie etwa eine Tauschbörsen-Software, dann geben Sie
einen Ordner Ihres PCs allen anderen Anwendern dieses Dienstes
frei. Das Verzeichnis ist von jedem Rechner im Internet aus
erreichbar. Es ist also entscheidend, dass Sie Ihre Firewall
richtig einstellen.
Die Firewall folgt außerdem bei der Installation mitgebrachten
Regeln. Stets aktiv und wahrscheinlich die wichtigste Regel ist,
die Annahme von unaufgefordert zugesandten Datenpaketen aus dem
Internet zu verweigern. Die Windows-Firewall genügt übrigens
als Schutz gegen Angriffe aus dem Internet vollkommen. Wenn Sie
keine zusätzliche Desktop-Firewall nutzen wollen, verwenden Sie
das Bordmittel von Windows. Ab der Version XP mit Service Pack 2
ist das Tool standardmäßig eingeschaltet. Achtung:
Wenn Sie irgendwann eine ältere Desktop-Firewall installiert
hatten, hat diese die Windows-Firewall bei der Deinstallation
wahrscheinlich nicht wieder eingeschaltet. Kontrollieren Sie, ob
das Bordmittel aktiv ist: Systemsteuerung, Windows
Firewall.
Das bringt ein Router mit Hardware-Firewall
Getrennt vom PC: Router mit FirewallHardware-Firewalls beziehungsweise DSL-Router bieten einen guten zusätzlichen Schutz gegen Gefahren aus dem Internet. Da sie getrennt vom Arbeitsrechner laufen, sind sie selber weniger für Angriffe anfällig. Sie können also zuverlässig alle unaufgeforderten Sendungen aus dem Internet verwerfen. Nachteile eines Routers: Auch auf einem DSL-Router läuft ein Betriebssystem, das gegen Angriffe nicht hundertprozentig gefeit ist, Dabei handelt es sich meist um Linux, doch auch hier existieren Angriffsszenarien auf deren Betriebssystem, Software und Konfiguration.
Angriffe auf DSL-Router abwehren
Die Nachteile beziehungsweise Schwächen eines DSL-Routers können Sie durch die folgenden Maßnahmen ausgleichen:
Firewall als Ergänzung zum DSL-Router
Die meisten DSL-Router blocken Angriffe aus dem Internet ab. Doch sie informieren den Anwender nicht über Anwendungen, die vom PC aus Daten ins Internet senden. Kurz: Alles was vom PC aus mit dem Web reden will, darf das selbst Trojaner, Bots und andere Schädlinge. Darum ist eine Desktop-Firewall eine gute Ergänzung zu dem Schutz durch einen DSL-Router.
Virensicherheit im Heimnetz
Die größte Bedrohung am PC geht von Viren, Trojanern und anderen Schädlingen aus. Mit einer guten Antiviren-Software und den richtigen Tipps können Sie sich wirksam schützen. Die Betrüger verbreiten ihre Schädlinge auf drei Arten:
So arbeiten Antiviren-Tools
Wenn alle Vorsicht nichts genützt hat und ein Virus sich auf
den PC einschleichen will, muss die Antiviren-Software das
verhindern. So gehen die Tools vor:
Wenn Ihr Antiviren-Programm einen Schädling meldet, ist es wichtig, wie Sie reagieren. Das weitere Vorgehen hängt davon ab, welches Modul die Meldung ausgibt, wo sich der Virus befindet und um was für eine Art Virus es sich handelt.
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| Google veröffentlicht kostenlosen Sicherheits-Scanner Skipfish |
Skipfish ist kostenlos und Open Source. Es scannt laut Google vollautomatisch Webanwendungen auf Sicherheitslücken. Skipfish ist komplett in C geschrieben und dementsprechend schnell (laut Google sind 2000 Anfragen pro Sekunde problemlos möglich). Gleichzeitig verspricht Google eine möglichst geringe CPU-Belastung, wenn das Sicherheits-Tool läuft.
Um Schwachstellen in der Sicherheitsarchitektur zu erkennen, nutzt Skipfish unter anderem heuristische Methoden: Es analysiert also den Quellcode auf verdächtige Stellen hin. Skipfish liegt allerdings nicht als EXE-Datei vor, sondern als C-Quellcode, der erst noch kompiliert werden muss. Das klappt auf Linux-, FreeBSD 7.0+- und MacOS X-Systemen normalerweise standardmäßig. Unter Windows können Sie Skipfish nur verwenden, wenn Sie Cygwin installiert haben. Mit Cygwin können Sie Linux- und Unix-Software auch unter Windows starten. Entpacken Sie dazu das 176 KB große Archiv und tippen Sie make auf der Kommandozeile ein die genaue Anleitung finden Sie in der mitgelieferten Readme-Datei sowie auf der Projektseite zu Skipfish. Ein installierter C-Compiler ist natürlich Voraussetzung.
| Internet Explorer 9 - alle Details & Vorabversion zum Download |
Der Internet Explorer 9 wird deutlich schneller als die Vorgängerversionen und auch HTML 5 unterstützen. Das hat Microsoft auf der von Microsoft selbst veranstalteten Messe Mix 10 in Las Vegas bekannt gegeben. Für Entwickler hat Microsoft außerdem eine frühe Vorabversion zum Testen freigegeben, die die Bezeichnung IE9 Platform Preview trägt.
Dass sich diese Platform Preview vom Internet Explorer 9 vor allem an Entwickler richtet, erkennt man daran, dass die Vorabversion noch nicht die neue Oberfläche besitzt. Es fehlen auch viele andere Bedienelemente, die man von Browsern gewohnt ist. Damit ist klar, dass IE9 Platform Preview nur dazu dienen soll, einen Ausblick auf die neue Browser-Engine zu geben
Bereits auf der PDC 2009 hatte Microsoft übrigens ebenfalls eine Vorabversion des Internet Explorer 9 gezeigt, bei der ebenfalls noch nicht die neue Oberfläche zu sehen war. Das gibt natürlich Anlass für Spekulationen: In der Vergangenheit hatte Microsoft bei Vorabversionen auch die Oberfläche gezeigt und die Konkurrenz nutzte oft die Zeit bis zur Veröffentlichung der finalen Version, um Elemente der UI zu kopieren. Eventuell will dies Microsoft beim Internet Explorer 9 vermeiden und macht daher derzeit noch so ein großes Geheimnis um die Oberfläche
HTML5 und Hardware-Beschleunigung
Beim Internet Explorer 9 dürfen sich alle Browser-Kritiker und Web-Entwickler freuen: IE General Manager Dean Hachamovitch betonte bei der Vorstellung der Vorabversion des IE9 auf der Mix 10, dass der Internet Explorer 9 deutlich bei der Geschwindigkeit zulegen wird. Außerdem sprach sich Hachamovitch für HTML5 aus.
"Wir lieben HTML5 so sehr, dass wir es im Internet Explorer 9 haben wollen. Wir wollen, dass dieselben Skripte und Befehle über alle Browser hinweg funktionieren. Und zugleich wollen wir auch verantwortungsvoll sein, was Standards betrifft", sagte Hachamovitch bei seiner Rede auf der Mix 10. Und er fügte hinzu: "Wir wollen jeden Standard, den wir in der realen Welt sehen, mit dem IE9 unterstützen." Durch die Unterstützung von HTML5 kann Microsoft auch beim IE9 die Rendering-Geschwindigkeit optimieren und Entwicklern dabei helfen, dynamische Web-Applikationen zu erstellen. Dabei kommt vor allem eine Hardware-Unterstützung bei Rendern von Websites zum Einsatz. Dabei wird die GPU der Grafikkarte zum Beschleunigen des Website-Rendering genutzt. Der Vorteil: Die fertige Website kann schneller an den Anwender ausgeliefert werden.
Chakra: Neue Javascript-Engine sorgt für deutlich mehr Tempo
Hardware-Beschleunigung ist nur eine Methode, um für mehr Surf-Tempo zu sorgen. In der Vergangenheit konnte der Internet Explorer bei Javascript-Benchmarks überhaupt nicht überzeugen und landete grundsätzlich auf den letzten Platz. Dementsprechend eilte dem Internet Explorer auch der Ruf voraus, eine lahme Browser-Schnecke zu sein.
Beim Internet Explorer 9 soll alles andere werden. Microsoft hat von Grund auf eine neue Javascript-Engine entwickelt, die die Entwickler "Chakra" nennen. Die neue Engine ist in der Lage, Javascript-Befehle im Hintergrund auf mehreren CPU-Kernen gleichzeitig zu verarbeiten. Dadurch profitiert also die Javascript-Engine von der Hardware und ist in der Lage, im Hintergrund mit deutlich mehr Leistung zu arbeiten. Die Rendering-Engine hat Microsoft ebenfalls von Grund auf neu entwickelt; sie unterstützt auch SVG.
IE9 Platform Preview: Der Download & coole Demos
Die Vorabversion vom Internet Explorer 9 trägt die Bezeichnung IE9 Platform Preview und steht nur in englischer Sprache zum Testen bereit. Dadurch, dass der Preview-Version die komplette Oberfläche fehlt, hat der Download eine Größe von lediglich 14,6 MB. Positiv: Eine bereits installierte Version des Internet Explorer wird durch die Installation des IE9 Platform Preview nicht überschrieben.
Download: Internet Explorer 9 Platform Preview
Microsoft bietet für Internet Explorer 9 Platform Preview diverse Demos an, mit denen die Geschwindigkeit und die HTML5-Unterstützung des Browsers demonstriert werden sollen. Bei den "Speed Demos" kommt die neue Javascript-Engine Chakra zum Einsatz. Beeindruckend ist die Demo "Map Zooming".
Bei "HTML5 Demos" wird die HTML5-Unterstützung des Browsers vorgeführt und es gibt auch gleich mit dem HTML5 T-Shirt-Designer eine dynamische Web-Applikation zum Ausprobieren.
Und bei "Graphics Demos" kommt schließlich auch die GPU-unterstützte Berechnung von HTML5-Grafiken zum Einsatz. Deren Fähigkeiten werden beispielsweise mit dem "Atlas zur Europawahl 2004 in Deutschland" vorgeführt. Internet Explorer 9 Platform Preview besteht übrigens noch nicht den Acid3-Test, was Microsoft auch einräumt. Derzeit erreicht die neue Version nur 55 von 100 Punkten, was immerhin mehr ist, als bisher der Internet Explorer 8 geschafft hat (20/100 Punkten). Microsoft weist aber ausdrücklich darauf hin, dass im Acid3-Test Standards und Technologien getestet werden, die sich noch in der Entwicklung befinden und damit noch nicht finalisiert sind. Einige der Dinge, die der Test überprüfe, widersprächen gar Teilen des HTML5-Standards. Microsoft will sich für die Entwicklung eine standardisierte und industrieweit geltende Test-Suite einsetzen. Derweil hat Microsoft übrigens diverse weitere Tests über HTML5, CSS3, SVG & Co. bei der W3C eingereicht, die allesamt vom Internet Explorer 9 Platform Preview bestanden werden, bei denen aber teilweise die Konkurrenz Probleme hat, wie dieser Übersicht entnommen werden kann.
Fazit: Internet Explorer 9 - der richtige Schritt in die richtige Richtung
Eine schnellere Rendering-Engine, eine neu entwickelte Javascript-Engine, Grafik-Darstellung mit Hardware-Beschleunigung und HTML5-Unterstützung: Microsoft geht mit dem Internet Explorer 9 nicht nur in die richtige Richtung, sondern bekennt sich ausdrücklich zu offenen Standards und will diese auch tatkräftig und sehr aggressiv voranbringen.
Bisher war Microsoft immer zurückhaltend, wenn es um die Unterstützung von Standards ging, die noch gar nicht finalisiert sind. Das ist beispielsweise auch bei HTML5 der Fall und somit ließ sich bisher auch die Zurückhaltung von Microsoft bei der Unterstützung von HTML5 erklären. Dass HTML5 noch kein echter Standard ist, geriet in den Hintergrund dadurch, dass andere Browser-Anbieter lautstark die Unterstützung einzelner HTML5-Funktionen, wie dem HTML5 Video-Tag, propagierten und damit den Internet Explorer alt aussehen ließen. Das alles scheint nun Schnee von gestern zu sein, schließlich versetzt HTML5 Microsoft in die Lage, den ersten Browser auszuliefern, der eine GPU-unterstützte Berechnung von HTML5-Grafiken beherrscht. Und Microsoft kann den Internet Explorer 9 als fortschrittlichen Browser anpreisen, der Technologien unterstützt, auf die die Web-Entwickler schon seit langem warten. Statt - wie bisher zu bremsen - ist das Signal von Microsoft nun an die Entwickler ganz klar: "Gehet hin und entwickelt HTML5-Web-Applikationen!" Die Preview-Version des Internet Explorer zeigt, dass der Microsoft-Browser künftig wieder eine größere Rolle spielen wird. Spannend bleibt die Frage, wieso Microsoft die Oberfläche noch nicht zeigen möchte. Was für Überraschungen hat Microsoft hier in petto? Bislang steht noch nicht fest, wann die finale Version des Internet Explorer 9 erscheinen wird. Wir gehen von diesem Jahr aus. Bis dahin kann also mit Spannung auf die finale Version gewartet werden
| Programme leicht installieren und aktualisieren |
Sie brauchen ein bestimmtes Programm oder möchten Ihre gesamte installierte Software aktualisieren. Vollautomatisch ist das mit Windows-Systemen nicht möglich.
Lösung: Update-Manager helfen weiter. Die hier verwendeten Tools verknüpfen ihre Datenbanken und integrieren sich zudem perfekt in das Programm Find and Run Robot
Schritt 1: Appsnap einrichten. Installieren Sie Appsnap. Anschließend starten Sie das Tool und klicken auf Update, um seine Programm-Datenbank zu aktualisieren.
Schritt 2: Appupdater einrichten. Analog verfahren Sie mit dem Tool Appupdater. Nach dessen Installation rufen Sie es auf, und das Tool aktualisiert sofort seine Datenbank. Anschließend bekommen Sie die Software Ihres Systems angezeigt, die auch in der Datenbank vorliegt, und - gegebenenfalls - die neuen Versionen dazu.
Schritt 3: Getit einrichten. Zuletzt müssen Sie noch Getit installieren. Diese Anwendung verbindet die Programmlisten von Appsnap und Appupdater zu einer einzigen umfangreichen Liste und bindet die Funktionen der beiden Tools zudem in Find and Run Robot 2 ein. Dazu müssen Sie Farr natürlich zuvor installiert haben. Nach erfolgter Installation von Getit starten Sie auch dieses Tool und geben ihm Zeit für ein Update.
Schritt 4: Anwendungen installieren. Starten Sie Farr neu. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das F-Symbol im Infobereich (Tray), wählen Exit Find and Run Robot und starten es dann wieder über das Startmenü. Drücken Sie "Pause", um das Tool zu öffnen, und geben Sie den Begriff install ein, gefolgt von einem Leerzeichen. Nun bekommen Sie eine Liste aller verfügbaren Programme zu sehen. Jede Anwendung daraus können Sie einfach per Doppelklick einrichten: Das Tool lädt völlig automatisch die aktuelle Version herunter und installiert sie. Sie können natürlich auch, ähnlich wie bei Farr, Suchbegriffe verwenden, um eine bestimmte Anwendung zu finden. Über install fir finden Sie etwa den Browser Firefox.
Schritt 5: Anwendungen aktualisieren. Noch praktischer ist die Aktualisierung bereits installierter Anwendungen. Dazu geben Sie in Farr den Befehl installrefresh ein, und wählen GetIt Upgrade Applications. Das Tool gleicht daraufhin die gesamte installierte Software mit den eigenen Datenbanken ab. Wenn es für eine oder mehrere Anwendungen neue Versionen gibt, werden sie aktualisiert.
Vorsicht: Es kann vorkommen, dass dabei die englische Fassung eines Tools installiert wird.
Übrigens: Einmal im Monat sollten Sie installrefresh eingeben und die Option GetIt Refresh/Update Repositories aufrufen, um die verknüpften Tool-Datenbanken zu aktualisieren.
| Backup Maker |
Der Backup Maker führt Sie mit seinen Assistenten durch jeden
Arbeitsschritt zur Datensicherung. Sicherungen können auch
direkt auf CD oder auf DVD gebrannt werden, so dass Sie auch
größere Datenmengen gefahrlos und komfortabel in Sicherheit
bringen. Es ist auch möglich, die Sicherungen zeitgesteuert
ablaufen zu lassen, so dass Sie bei der Sicherung nicht anwesend
sein müssen. Zusätzlich ist das Programm netzwerkfähig und
kann in kleinen Netzwerken eingesetzt werden. Die Standard
Edition für Privatpersonen ist als Freeware kostenfrei. Die
registrierte Professional-Version kostet 25 Euro.
| E-Mail-Backup in Unternehmen |
E-Mail ist in vielen Unternehmen das meistgenutzte Kommunikationsmittel. Die Inhalte reichen von Angeboten, Rechnungen und anderen wichtigen Dokumenten, über Anfragen, ob der Kollege mit zum Mittagessen kommt, bis hin zu Spam. Da E-Mails, genau wie Schriftverkehr auf Papier, unter Umständen rechtliche Relevanz haben und ein Klick auf "Löschen" wertvolle Informationen vernichten kann, sollte jedes Unternehmen über eine effektive E-Mail-Backup-Lösung nachdenken.
Besonders heikel kann das Thema Archivierung werden, wenn es sich um Korrespondenz ausgeschiedener Mitarbeiter handelt. Da waren beispielsweise die E-Mails von Herrn Müller, der doch die entlastende Mail an die Firma XY geschrieben hat. Herr Müller hat längst das Unternehmen verlassen und seine Mails vorsichtshalber selbst gelöscht. Im Zivilprozess gegen die Firma XY steht das Unternehmen jetzt mit leeren Händen da und kann den entlastenden Beweis nicht vorlegen. Hätte das Unternehmen damals schon ein- und ausgehende E-Mails archiviert, wäre das nicht passiert. Zwar wurden die Mails zu diesem Fall alle ausgedruckt und ordentlich abgeheftet. Vor Gericht sind diese Dokumente allerdings wertlos. Dokumente, die nur elektronisch vorliegen, müssen ebenso archiviert werden. Revisionssicherheit nennt man das in der Fachsprache, in den letzten Jahren hat sich auch der englische Begriff 'Compliance' in der Fachwelt durchgesetzt. Sollen Dokumente revisionssicher archiviert werden, muss das Backup-System entsprechend zertifiziert sein. Die Zertifizierung übernehmen in der Regel entsprechende Wirtschaftsprüfer oder etwa der TÜV-IT. Im Handelsgesetzbuch (HGB) findet man im Paragraph 239 grundsätzliche Anforderungen zur revisionssicheren Archivierung. Danach müssen Dokumente unter anderem vollständig, fälschungssicher, nachvollziehbar, prüfbar und sicher aufbewahrt werden.
Attachments archivieren Bei der Archivierung reicht es nicht, nur die E-Mail aufzubewahren. Auch Attachements wie Word- oder Excel-Dateien, Bilder, Zip-Archive oder elektronisch signierte Dateien müssen gesichert und vor allem nach langer Zeit noch lesbar sein. Lange Zeit heißt für Unternehmen mindestens zehn Jahre. Das entspricht der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von Handelsbriefen. E-Mails mit steuerrelevantem Inhalt müssen sechs Jahre aufbewahrt werden. Der Verband für Organisations- und Informationssysteme (VOI) gibt folgende Merksätze zur elektronischen Archivierung heraus:
Hilfe vom Profi
Damit die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden können, sollten Unternehmen auf professionelle Hilfe zurückgreifen. Backup-Software gibt es im Prinzip für jede Unternehmensgröße. Dabei kostet ein Einzelplatzsystem, mit dem nur ein Mail-Postfach, etwa im Home-Office, archiviert werden muss, unter 200 Euro. Sollen 100 oder mehr Mailboxen archiviert werden, sind schnell einige tausend Euro fällig.
Das Anforderungsprofil Günter Weick, Geschäftsführer der IT-Beratungsfirma Softrust, rät, erst einmal ein Anforderungsprofil zu erstellen. "Die wichtigste Frage ist, wozu die Archivierung betrieben werden soll", sagt Weick. Sollen etwa Kundenakten komplett gehalten, rechtliche Risiken vermieden oder gesetzliche Auflagen eingehalten werden. "Für das eine Unternehmen mag es wichtig sein, eine hundertprozentige Revisionssicherheit zu gewährleisten. Dieses Unternehmen wird alle E-Mails automatisch archivieren notfalls inklusive Spam." Andere wollen vielleicht nur Kundenakten mit wichtigen E-Mails bestücken. "In diesem Fall kann eine manuelle Archivierungssoftware die Lösung der Wahl sein." Bei der Wahl zwischen manueller und automatischer Archivierung sollten Unternehmen letzteres bevorzugen. So spart die automatische Archivierung jede Menge Zeit. Außerdem ist sie sicherer, kann es doch passieren, dass bei der manuellen Variante eine Mail vergessen wird.
Original wird gesichert Sollen sämtliche Postfächer archiviert werden, bietet es sich an, die Backup-Software direkt auf dem E-Mail-Server zu installieren. Ein- und ausgehende Mails werden direkt auf das Backup-System gespielt. Die Inhaber des jeweiligen Postfachs bekommen ohne, dass sie es merken nur noch eine Kopie der Mail. Bei der Wahl eines E-Mail-Backup-Systems sollten Administratoren unbedingt auf Skalierbarkeit achten. So reicht es nicht aus, bei höherem Datenaufkommen und mehr Postfächern nur zusätzlichen Speicherplatz und die nötigen Lizenzen bereit zu stellen. Es müssen auch die Suchmaschinen skalierbar sein, denn die beste Archivierungssoftware ist nutzlos, wenn die Suchmaschine nichts findet oder zu lange braucht. Unternehmen, die bereits Dokumenten-Management-Systeme einsetzen, sollten zudem darauf achten, dass die Systeme zueinander kompatibel sind.
Archivieren und finden Archivierte E-Mails müssen natürlich auch wieder gefunden werden. "Ohne eine Suchmöglichkeit nutzt eine Archivierung gar nichts", sagt Günter Weick. Grundsätzlich haben alle Archivierungslösungen Suchfunktionen. Wer in welcher Form suchen darf, kommt auf die jeweilige Lösung an. So gibt es etwa Compliance-Lösungen, die E-Mails im Prinzip nur für den Auditor oder das Finanzamt archivieren. "Die meisten Unternehmen möchten jedoch ihren Mitarbeitern Zugriff auf die E-Mail-Archive geben", sagt Weick. In diesen Fällen haben die Mitarbeiter aber nur Zugriff auf ihre persönlichen Mails oder die jeweiligen Abteilungs- oder Funktionspostfächer.
Welche Clients werden unterstützt? Bei der Wahl einer Backup-Software sollten sich Administratoren auch die Schnittstellen zu den verwendeten Clients genau anschauen. Einer Softrust-Studie zufolge haben Nutzer von Microsoft Exchange und Outlook die größte Auswahl an Software-Lösungen. Die Entscheidung für ein Backup-System sollte man allerdings nicht von den verwendeten Clients im Unternehmen abhängig machen. Vielmehr sollte das Anforderungsprofil als Grundlage hergenommen werden.
Vorsicht bei Privatpost Ein weiterer wichtiger Punkt für Unternehmen ist die Behandlung von privater Post. Da bei automatischen Backup-Systemen auch private Post der Mitarbeiter ins Archiv gelangt, ist es ratsam, sich gegen rechtliche Risiken abzusichern. Zumindest muss der Mitarbeiter in Kenntnis gesetzt werden, dass seine privaten E-Mails archiviert werden. Am besten ist das durch eine entsprechende Betriebsvereinbarung zu realisieren.
Fazit Selbst wenn die Anschaffung von Backup-Software für Unternehmen unter Umständen hohe Investitionen verlangt, kommt es auf längere Sicht meist doch zu Einsparungen. So müssen etwa Bestellungen oder Rechnungen nicht mehr ausgedruckt und abgeheftet werden. Auch Einsparung bei der Arbeitszeit rechnet sich gegenüber der Ausgabe für die Software.
| Einstellungen für RSS-Feeds |
Nicht alle RSS-Einstellungen im Internet Explorer sind
versteckt. Sie können unter Extras, Internetoptionen
auf der Registerkarte Inhalt hinter der untersten
Schaltfläche Einstellungen die wichtigsten
Festlegungen auch per Konfigurationsdialog treffen. Im
Unterschied zu diesen geht es bei den nachfolgenden Tipps eher
darum, bestimmte Möglichkeiten abzuschalten oder schwerer
zugänglich zu machen, etwa damit eventuelle Mitbenutzer alles so
lassen, wie Sie es eingerichtet haben.
Die versteckten Optionen für RSS-Feeds legen Sie unter
Hkey_Current_User\Software\Policies\Microsoft\Internet
Explorer\Feeds fest, wenn Sie nur für den aktuellen
Benutzer gelten soll, oder unter
Hkey_Local_Machine\Software\Policies\Microsoft\Internet
Explorer\Feeds, falls sie für alle Benutzer an diesem
System gelten soll. Bei gleichlautenden Einträgen in beiden
Registry-Zweigen setzen sich letztere durch: Der Administrator
behält gegenüber dem User das letzte Wort. Sind die hier
erwähnten Schlüssel und Unterschlüssel noch nicht vorhanden,
legen Sie sie neu an.
Um die Feed-Funktion zu entfernen, legen sie den Dword-Wert
DisableFeedPane an und geben ihm den Wert 1. Die
Feed-Seitenleiste ist damit abgeschaltet, und der entsprechende
Menüpunkt unter Ansicht, Explorer-Leiste, Feeds
ausgegraut. Sie schalten sie wieder ein, indem dem Wert eine 0
geben oder ihn wieder löschen. Für sich alleine genommen ergibt
die Einstellung allerdings ein inkonsistentes Bild im Internet
Explorer: Neu gefundene Feeds meldet er nämlich trotzdem noch
und kann sie auch hinzufügen, nur passiert nichts, wenn Sie
danach auf den angebotenen Link Eigene Feeds anzeigen
klicken. Dem können Sie entgegenwirken, indem Sie auch das
Hinzufügen und Entfernen von Feeds verbieten: Erstellen Sie dazu
einen Dword-Wert mit dem Namen DisableAddRemove und
geben Sie ihm den Wert 1. Der Klick auf das orange Symbol bei
einem neu gefundenen Feed zeigt dann nur noch dessen Vorschau,
ohne die Möglichkeit, ihn zu abonnieren. Das Verbot, neue Feeds
zu abonnieren, können Sie natürlich auch bei eingeschalteter
Feed-Seitenleiste aussprechen, in diesem Falle lassen bereits
dort bereits befindliche Feeds nicht entfernen.
Schließlich können Sie noch unterdrücken, dass der Internet
Explorer auf Web-Seiten überhaupt nach neuen Feeds schaut:
Legen Sie dazu den Schlüssel Hkey_Current_User\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Feed Discovery (für den aktuellen Benutzer) oder Hkey_Local_Machine\Software\Policies\Microsoft\Internet Explorer\Feed Discovery (verbindlich für alle Benutzer) an und hierunter den Dword-Wert Enabled.
Steht er auf 1, ist die Feed-Entdeckung aktiv,
bei 0 ist sie abgeschaltet und das Feed-Symbol bleibt immer grau,
egal auf welcher Web-Seite Sie sind. Ganz zum Verschwinden bringen können Sie es, indem Sie mit der rechten Maustaste in der Symbolleiste auf das Kontextmenü Befehlsleiste anpassen, Befehle hinzufügen oder entfernen klicken und es von Aktuelle Schaltflächen in Verfügbare Schaltflächen verschieben.
| Gut gerüstet: XP-Notfall-CD selbstgemacht |
Die Anti-Crash-CD
Noch nie war es so komfortabel, nach einem Systemcrash persönliche Daten zu sichern sogar wenn der PC nicht mehr bootet. Das erledigen Sie mit Ihrer eigenen speziellen Notfall-CD.
Wichtige Dokumente, die E-Mails, sämtliche Fotos unter Umständen können alle Dateien auf der Festplatte nach einem Systemcrash verloren sein. Es wäre tagelange Arbeit, sie zu rekonstruieren, wenn es überhaupt noch möglich ist. Deshalb ist es das Wichtigste nach einem Totalausfall, die persönlichen Daten zu sichern. Alles andere ist zweitrangig. Wie Sie überaus einfach an Ihre Dateien selbst nach einem Totalausfall von Windows kommen, zeigt dieser Workshop. Sie erstellen eine bootfähige CD, in die Sie sogar Programme wie Nero oder einen Virenscanner integrieren können. Mit der CD können Sie also Ihren PC starten und dann bequem mit der Maus arbeiten. Und selbst verloren geglaubte Daten lassen sich auf einem USB-Stick wiederherstellen. Außerdem läuft diese Notfall-CD nicht nur auf Ihrem, sondern auf jedem PC.
Wichtigste Voraussetzung zum Erstellen dieser Rettungs-CD ist eine Windows-Installations-CD mit integriertem Service Pack 1 oder 2 (SP1 oder SP2). Sind Sie nicht sicher, ob Ihre Original-CD bereits eines der beiden XP-Service Packs enthält, schauen Sie auf der Scheibe nach. Steht dort eine der Bezeichnungen "Version 2002", "Rev. 5.00", "SP1", "SP1A" oder "SP2", können Sie gleich mit Schritt 2 fortfahren. Besitzen Sie eine Windows-CD aus der ersten Serie (Version 2001), erstellen Sie die modifizierte Scheibe mit Service Pack zunächst selbst. Wie, das erklärt der erste Abschnitt. Diese Rettungs-CD lässt sich aus der Home- und der Professional-Edition erstellen. Voraussetzung ist eine originale Windows-CD. So genannte Recovery-CDs, wie Sie vielen Notebooks beiliegen, funktionieren nicht. Schließlich noch eine Vorbemerkung: Da sich Nero momentan nur bis zur Version 6.3 einbinden lässt, verschieben Sie zunächst ein Update.
Das Service Pack für XP in die CD einbinden
Ganz einfach einbinden lässt sich das Service Pack mit dem weniger als 1 MByte großen Tool "nLite" (http://nuhi.msfn.org/download.html). Installieren Sie nLite, indem Sie alle Voreinstellungen übernehmen.
Haben Sie das SP1 oder SP2 nicht, so können Sie es über www.microsoft.com/germany/windowsxp/sp2/anwender/bezug.mspx bestellen oder herunterladen. Der Download über den Link "IT-Professionals" macht allerdings nur über einen DSL-Anschluss Sinn.
Legen Sie die Original-CD ins Laufwerk und schließen Sie gegebenenfalls deren Oberfläche. Im Windows Explorer klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Laufwerksbuchstaben, wählen im Kontextmenü "Explorer" und drücken die Tastenkombination "Strg+A", um sämtliche Inhalte zu markieren. Mit "Strg+C" legen Sie alles in die Zwischenablage, von wo aus Sie den Inhalt in einen neu angelegten Ordner (zum Beispiel: "XPalt") auf der Festplatte kopieren.
Nun starten Sie das Tool nLite. Wählen Sie Deutsch als Programmsprache und aktivieren Sie im nächsten Schritt nur die Option "Service Pack integrieren". Klicken Sie sich danach über die Schaltfläche "Suche" zu dem Ordner vor, in den Sie zuvor die komplette Windows-CD kopiert haben.
Bestätigen Sie mit "Weiter" und binden Sie über "Suchen/Öffnen" die Exe-Datei des Service Packs ein. Es dauert zwei bis drei Minuten, bis das Service Pack in das ursprüngliche Speicherverzeichnis ("XPalt") integriert ist. Schließen Sie den Vorgang mit "OK/Weiter/Fertig" ab.
Aus diesen Daten erstellen Sie die modifizierte Windows-CD mit integriertem Service Pack 1 oder 2. Dazu benötigen Sie neben dem Brennprogramm Nero die winzige Boot-Datei "boot.bin". Deren Original-Boot-Code sorgt dafür, dass Sie beim Brennen eine bootfähige Windows-CD erstellen. Laden Sie die Datei über den Link www.wintotal.de/server/bootfilexp.zip auf Ihren PC und entpacken Sie die Bin-Datei in ein Verzeichnis.
Starten Sie Nero und wählen Sie im Dialog "Neue Zusammenstellung" links die Option "CD-ROM (Boot)". Auf der Registerkarte "Startopt." aktivieren Sie die Option "Imagedatei" und klicken auf "Durchsuchen". Im "Öffnen"- Dialog ändern Sie beim "Dateityp" die Auswahl auf "Alle Dateien (*.*)" und wechseln in das Verzeichnis des Boot-Image "boot.ini". Ändern Sie darunter in den "Experteneinstellungen" unbedingt die Emulationsart auf "Keine Emulation" sowie die "Anzahl zu ladender Sektoren" auf "4" ohne diese Änderung bootet die CD nicht!
Auf der nächsten Registerkarte "ISO" stellen Sie die "Dateinamenlänge" auf "Maximal 31 Zeichen ..." um. Im Register "Titel" ist die Bezeichnung hinter dem Eintrag "ISO 9660" wichtig. Hier tragen Sie die exakte Bezeichnung der ursprünglichen Windows-CD ein: Sie erscheint im Windows Explorer, wenn Sie die CD eingelegt haben. Bei uns hießen sie für die Home Edition "WXHCCP_E" sowie für die Pro Edition "WXPCCP_DE".
Bestätigen Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche "Neu", öffnen Sie rechts im Fenster des Nero-Explorer den Ordner "XPalt" und markieren Sie darin mit der Tastenkombination "Strg+ A" sämtliche Dateien. Per "Drag and Drop" ziehen Sie die Inhalte mit gedrückter Maustaste ganz nach links. Schließlich drücken Sie das "Brennen"-Symbol in der Nero-Symbolleiste und aktivieren auf der Registerkarte "Brennen" die Option "CD abschließen (Kein weiteres Brennen möglich)". Legen Sie einen Rohling in den CD-Brenner und klicken Sie auf "Brennen" geschafft!
Rettungs-CD mit dem ersten Programm
Aus der Windows-CD, in die eines der beiden Service Packs integriert ist, erstellen Sie nun Ihre erste individuelle Notfall-CD.
Legen Sie die Windows-CD mit integriertem Service Pack ins Laufwerk. Stecken in Ihrem Rechner zwei Laufwerke, schieben Sie die Windows-CDs ins CD- oder DVD-Laufwerk und den Rohling in den Brenner. Schließen Sie die CDOberfläche, falls sie automatisch startet.
Installieren Sie nun den PE Builder. Das Tool steht unter www.nu2.nu/pebuilder/#download zum Download bereit. Übernehmen Sie sämtliche Voreinstellungen und aktivieren Sie zusätzlich die Option "Create a desktop icon".
Nach Abschluss des Setup schließen Sie PE Builder zunächst und stellen die Software für die weiteren Schritte auf die deutsche Tastatur um. Dazu öffnen Sie über den Windows Explorer im PE Builder-Unterverzeichnis "plugin\keyboard" die Datei "keyboard.inf" per Doppelklick. Drücken Sie im Editor die Tastenkombination "Strg+F", tippen Sie im "Suchen"-Fenster den Begriff "german" ein und klicken Sie auf "Weitersuchen": In der Zeile darunter, die mit "00000407" endet, entfernen Sie das Semikolon am Anfang, sodass die Zeile mit "0x1" beginnt. Übernehmen Sie die Änderung, indem Sie in der Menüleiste auf "Datei/Speichern" klicken. Anschließend schließen Sie den Editor.
Starten Sie den PE Builder per Doppelklick auf das Desktop-Icon und bestätigen Sie mit "I agree". Es öffnet sich folgendes Fenster: Überprüfen Sie, ob in der "Source"-Zeile das richtige Laufwerk der Windows-CD eingestellt ist. In der Regel erkennt das Programm das richttige Laufwerk aber selbstständig. Die Zeilen darunter ändern Sie nicht. Stellen Sie jedoch sicher, dass auf der Partition, auf der zunächst das so genannte ISO-Image erstellt wird, rund 700 MByte Platz frei ist. Aktivieren Sie die Option "Burn to CD" und wählen Sie darunter Ihren Brenner aus.
Bevor Sie mit einem Klick auf "Build" Ihre erste Notfall-CD brennen, drücken Sie die Schaltfläche "Plugins". Normalerweise bezeichnet man Erweiterungen im Browser als Plugins, hier steht der Begriff für bestimmte Anweisungen, um ausgewählte Programme in die Notfall-CD einzubinden. In der Liste erscheinen fast drei Dutzend Programme wie das Antispionage- Tool Ad-Aware, das Brennprogramm Nero sowie der Virenschutz von McAfee. Rund die Hälfte dieser Einträge ist rechts in der Zeile "Enabled" bereits mit "Yes" markiert.
An dieser Stelle müssen Sie zwei Arten dieser Plugins unterscheiden: Die mit "Yes" markierten laufen unmittelbar. Bei den übrigen fügen Sie zunächst einige Programmdateien hinzu, um das dazugehörige Programm einzubinden. Dazu zählen auch die drei genannten Beispiele. Am Beispiel von Ad-Aware zeigen wir Ihnen, wie es funktioniert. Die für den Notfall wichtigen Programme Nero und McAfee integrieren Sie in einem weiteren Schritt später.
Markieren Sie in der Plugin-Liste des PE Builder den "Ad-Aware"-Eintrag und klicken Sie auf den Button "Enable/Disable". Der Status springt nun nicht direkt auf "Yes", stattdessen zeigt Ihnen eine Fehlermeldung, was als Nächstes zu tun ist: Schließen Sie das Fenster mit "OK" und drücken Sie die Schaltfläche "Help". Hier lesen Sie eine detaillierte programmspezifische Erläuterung. Sogar der Link für den richtigen Download der benötigten Dateien ist schon dabei.
Im Beispiel von Ad-Aware klicken Sie auf den Download- Link und laden die Setup-Datei über "Download Ad-Aware here" auf Ihren PC. Da Ad-Aware sich bei der Installation automatisch die neuesten Signaturen aus dem Internet herunterlädt, bleiben Sie bei diesem Programm während des Setup online. Starten Sie die Installation und merken Sie sich den Setup-Ordner. Schließen Sie die Software und kopieren Sie die beiden Dateien "ad-aware.exe" sowie "defs.reg" in folgendes Unterverzeichnis des PE Builder: "plugin\ adawarese". Damit haben Sie das Programm Ad-Aware eingebunden. Klicken Sie erneut auf "Enable/Disable", nun aktiviert PE Builder das Plugin und bindet die Programmdateien ein. Das Muster aus diesem Beispiel ist für jedes Plugin gleich. Sie kopieren die erforderlichen Dateien genauso wie beschrieben in den jeweiligen Plugin-Ordner des PE Builder. Danach aktivieren Sie in der Liste den Eintrag für das zugehörige Plugin.
Bevor Sie Ihre Wunsch-CD mit mehr Programmen zusammenstellen, brennen Sie zunächst Ihre erste Notfall-CD. Schließen Sie die Plugin-Liste mit "Close" und starten Sie das Zusammenstellen und Brennen der Daten mit einem Klick auf "Build/Ja/I agree (Ich stimme zu)". Auf unserem Testsystem war die erste Notfall-CD nach fünf Minuten fix und fertig gebrannt. Beenden Sie das Tool über "Close/Exit".
Verfügen Sie nicht über ein zweites CD-Laufwerk, lassen Sie die Option "Burn to CD" deaktiviert und erzeugen nur die ISO-Datei. Aus dieser erstellen Sie dann die bootfähige Rettungs-CD. Dazu starten Sie Nero, schließen sämtliche Assistenten und klicken auf "Datei/Öffnen". Als "Dateityp" wählen Sie "Alle Dateien (*.*)", um die ISO-Datei in der Auswahl einzublenden. Markieren Sie im "Öffnen"-Dialog die soeben erzeugte ISO-Datei und achten Sie darauf, dass im nächsten Fenster die Option "CD abschließen ..." aktiviert ist. Mit einem Klick auf "Brennen" wird Ihre Notfall-CD gebrannt.
Probieren Sie die neue Scheibe gleich aus. Um Ihren Rechner von der Rettungs-CD zu booten, ändern Sie gegebenenfalls die Boot-Reihenfolge im BIOS. Booten Sie den Rechner nun von der neuen CD und beantworten Sie die Frage nach der Netzwerkeinbindung mit "No". Wie Sie mit dieser Scheibe im Ernstfall wichtige Dateien wiederherstellen, erläutert das letzte Kapitel "Persönliche Daten im Notfall retten".
Weitere Software in die Notfall-CD einbinden
Zwei weitere Plugins sind für den Notfall besonders wichtig: ein funktionsfähiges Antivirenprogramm sowie Nero. Denn mit der Brenn- Software können Sie persönliche Dateien sichern, bevor Sie sich an die Reparatur machen.
Im ersten Schritt binden Sie Nero in die Rettungs-CD ein. Zwar brauchen Sie im Notfall dann zwei Laufwerke, denn vom einen booten Sie den Rechner, auf dem anderen brennen Sie die Daten auf CD. Doch ein CD-Laufwerk schlägt im Fachhandel mit weniger als 15 Euro zu Buche und ist schnell eingebaut. Binden Sie deshalb Nero auf jeden Fall in die CD ein.
Starten Sie den PE Builder, übernehmen Sie sämtliche Voreinstellungen und öffnen Sie über "Plugins" die Liste. Markieren Sie den Eintrag "Nero Burning ROM" und klicken Sie auf "Help". An dieser Stelle erfahren Sie wieder, was zu tun ist. Auf den allermeisten PCs ist das Brennprogramm ohnehin installiert, also müssen Sie nur sämtliche Dateien aus dem Ordner "Nero" in das Unterverzeichnis "plugin\nero burning rom\files" des PE Builder kopieren. Kopieren Sie für Nero 6.x zusätzlich die Datei "shfolder.dll" aus dem Systemverzeichnis "c:\Windows\System32" in das genannte "files"-Verzeichnis.
Die "Help"-Anweisung erfordert außerdem eine weitere Änderung in der Datei "penero.inf". Wechseln Sie eine Ebene nach oben, also in das Verzeichnis "plugin\nero burning rom". Öffnen Sie die genannte Datei per Doppelklick und scrollen Sie bis zum Eintrag "Nero v6.x", der im nächsten Bild rot markiert ist (für Nero 5-Versionen analog zu "Nero 5.x" scrollen). Entfernen Sie in den vier Zeilen (ab "[Software. AddReg]") darunter die rot markierten Semikola, sodass die Zeilen mit "0x1" beginnen. Tippen Sie am Schluss der Zeilen in die Musterfelder Ihren Benutzernamen, Ihre Firma sowie die Seriennummer ein, die Sie zuvor bei der Installation von Nero eingetragen haben. Wissen Sie Namen und Firma nicht mehr, öffnen Sie Nero und klicken in der Menüleiste auf "Hilfe/ Über Nero Burning Rom". Klicken Sie abschließend in der Menüleiste auf "Datei/Speichern" und schließen Sie den Editor. Zurück im PE Builder lässt sich der Nero-Eintrag über "Enable/Disable" jetzt aktivieren. Nero ist damit in die CD integriert.
Ähnlich binden Sie den Virenscanner von McAfee ein: Klicken Sie in der Plugin-Liste auf den Eintrag "McAfee Virus- Scan for Win32" und auf "Help". Die Anleitung besagt, dass Sie zunächst die neueste Datei vom Muster "sdatxxxx.exe" über den Link ftp://ftp.nai.com/CommonUpdater per Doppelklick auf Ihrem PC speichern müssen. Da die Datei rund 6 MByte groß ist, dauert der Download mit einem Modem rund 15 Minuten. Kopieren Sie die Datei ins Verzeichnis "plugin\mcafee\files" des PE Builder. Daraufhin klicken Sie auf "Start/Ausführen" und entpacken Sie die Datei , indem Sie den Befehl ins Feld "Öffnen" eingeben: "c:\pebuilder313\plugin\mcafee\files\sdat442 1.exe/e", wenn die Datei "sdat4421.exe" bei Redaktionsschluss aktuell war. Wichtig ist der abschließende Parameter "/e". Bestätigen Sie mit "OK". Warten Sie gut 30 Sekunden, auch wenn scheinbar nichts passiert. Danach aktivieren Sie über "Enabled/ Disabled" im PE Builder das zugehörige Plugin. Schließen Sie die Plugin- Liste und drücken Sie auf "Build/Ja", um die Daten zusammenzustellen und die CD zu brennen. Damit haben Sie nun das dritte Programm dieses Workshops eingebunden.