TIPPS & TRICKS |
| Avira veröffentlicht Gratis-Tool gegen DNS-Malware |
Die Entwickler der beliebten Antiviren-Lösung Avira Free Antivirus haben das kostenlose Tool Avira DNS-Repair veröffentlicht. Es spürt von Malware geänderte DNS-Einträge auf und stellt den ungefährlichen Windows-Standard wieder her. Vor rund einer Woche ermittelte der Online-Test dns-ok.de über 38.000 infizierte Rechner, deren DNS-Einstellungen manipuliert worden waren. Durch falsche DNS-Einstellungen werden Sie beim Surfen automatisch auf verseuchte oder unerwünschte Webseiten umgeleitet. Im konkreten Fall der Malware DNS-Changer können Sie nach dem 8. März zudem überhaupt nicht mehr surfen, weil dann die Umleitungs-Server abgeschaltet werden. Hintergrund: Das FBI hat die Entwickler der Schadsoftware aufgespürt und dem Treiben ein Ende gesetzt. Damit die infizierten Rechner nicht mit einem Schlag offline sind, hat das FBI Ersatz-Server eingerichtet. Diese laufen aber nur bis zum 8. März - dann laufen infizierte PCs beim Surfen quasi ins Leere.
Wie der Online-Test dns-ok.de gibt das Avira-Tool DNS-Repair Aufschluss darüber, ob die DNS-Einstellungen Ihres PCs manipuliert wurden. Zusätzlich können Sie Ihre Einstellungen aber per Mausklick reparieren lassen. Aktuelle Virenscanner wie der kostenlose DE-Cleaner, den es auch von Kaspersky und Symantec gibt, spüren prominente Vertreter der DNS-Changer ebenfalls auf. Sie belassen es aber beim Löschen der Malware die verfälschten DNS-Einstellungen lassen sie unangetastet. Natürlich können Sie die DNS-Einstellungen auch per Hand wieder ins Reine bringen - wie das geht, wissen aber nur sehr ambitionierte Computer-Nutzer. Download-Tipp: Das kostenlose Tool DNS Benchmark entlarvt langsame DNS-Server, die das Surfen ausbremsen. DNS Benchmark analysiert Leistung und Geschwindigkeit verwendeter DNS-Server und stellt diese auf einen Blick in einer Ergebnisliste dar.
| Firefox mit der neuen Version 10.0 des mutmaßlich besten |
Der kostenlose Internet-Browser Mozilla Firefox steht in der aktuellen Version 10.0 zum Download bereit und bietet einige neue Funktionen und Optimierungen an. Mit dem Mozilla Firefox erhalten Sie einen Browser, der schon seit langem den ehemaligen Standard Microsoft Internet Explorer abgehängt hat und durch sein Open-Source-Konzept von der großen User- und Entwicklercommunity profitiert. Seit Version 8 erlaubt Ihnen die Wiederherstellungs-Funktionen nun auch einzelne Tabs zurück zu holen, nicht nur alle auf einmal
Neue Funktionen in der Version 10 des Firefox
Der Sprung von Firefox 5 auf Firefox 6.0 war kein ganz großer Wurf. Firefox 7.0 trat endlich gegen einen der häufigsten Vorwürfe an: Firefox sei zu langsam. Und mit Firefox 8 schraubt Mozilla mit Unterstützung von Google weiter an den richtigen Stellen, vor allem die komplett überarbeitete Add-On-Verwaltung ist einen Download absolut wert. Die Änderungen in Firefox 9 beschleunigten den Browser nochmals mit Bug-Fixes und Typinferenz.
Der Download und die Installation des Firefox-Browsers ersetzt Ihre bisherige Version. Eine De-Installation ist ebenso wenig erforderlich, wie das Sichern von Bookmarks, Verläufen oder Passwörtern. Nach dem Download starten Sie bitte das Programm und folgen den Hinweisen der Installationsroutine.
Mozilla veröffentlicht in sehr kurzen Abständen neue, verbesserte Versionen seines Firefox-Browsers.
| Office Starter 2010 gratis zum Download |
Microsoft hat bisher Office 2010 Starter nie offiziell zum Download angeboten. Stattdessen wurde die werbefinanzierte Gratis-Version von Office 2010 bisher nur vorinstalliert auf neuen PCs mitgeliefert. Findige Tüftler im Internet haben nun aber herausgefunden, dass Microsoft Office 2010 Starter auch über seine Download-Server zum Download anbietet und die dazu passenden Download-Links veröffentlicht.
Der Download-Link
http://c2r.microsoft.com/consumerC2R/de-de/14.0.4763.1000/setupconsumerc2rolw.exe
führt beispielsweise zum Download der deutschsprachigen Online-Setup-Datei von Office 2010 Starter. Vorausgesetzt werden Windows 7 oder Windows Vista. Um an die englischsprachige Fassung zu gelangen, muss der Teil "de-de" im Link durch "en-us" ersetzt werden (ohne Anführungsstriche). Microsoft Office Starter 2010 ist eine vereinfachte und werbefinanzierte Version von Office 2010, die die Tabellenkalkulation Excel Starter 2010 und die Textverarbeitung Word Starter 2010 enthält. Die Oberfläche von Office Starter 2010 entspricht nahezu der Oberfläche von Office 2010.
Office 2010 vs. Office Starter 2010
Wichtigster Unterschied: Unten rechts wird eine kleine Werbebotschaft von Microsoft eingeblendet. Außerdem sind Funktionen nicht enthalten, die üblicherweise in geschäftlichen oder wissenschaftlichen Umfeldern gebraucht werden. Die genauen Unterschiede zwischen Excel Starter 2010 und Excel 2010 erläutert Microsoft auf dieser Seite. Auf dieser Seite finden Sie die Unterschiede zwischen Word Starter 2010 und Word 2010. Von Office Starter 2010 kann jederzeit über einen Kaufen-Button auf Office 2010 gewechselt werden.
| Programme leicht installieren und aktualisieren |
Sie brauchen ein bestimmtes Programm oder möchten Ihre gesamte installierte Software aktualisieren. Vollautomatisch ist das mit Windows-Systemen nicht möglich.
Lösung: Update-Manager helfen weiter. Die hier verwendeten Tools verknüpfen ihre Datenbanken und integrieren sich zudem perfekt in das Programm Find and Run Robot
Schritt 1: Appsnap einrichten. Installieren Sie Appsnap. Anschließend starten Sie das Tool und klicken auf Update, um seine Programm-Datenbank zu aktualisieren.
Schritt 2: Appupdater einrichten. Analog verfahren Sie mit dem Tool Appupdater. Nach dessen Installation rufen Sie es auf, und das Tool aktualisiert sofort seine Datenbank. Anschließend bekommen Sie die Software Ihres Systems angezeigt, die auch in der Datenbank vorliegt, und - gegebenenfalls - die neuen Versionen dazu.
Schritt 3: Getit einrichten. Zuletzt müssen Sie noch Getit installieren. Diese Anwendung verbindet die Programmlisten von Appsnap und Appupdater zu einer einzigen umfangreichen Liste und bindet die Funktionen der beiden Tools zudem in Find and Run Robot 2 ein. Dazu müssen Sie Farr natürlich zuvor installiert haben. Nach erfolgter Installation von Getit starten Sie auch dieses Tool und geben ihm Zeit für ein Update.
Schritt 4: Anwendungen installieren. Starten Sie Farr neu. Klicken Sie dazu mit der rechten Maustaste auf das F-Symbol im Infobereich (Tray), wählen Exit Find and Run Robot und starten es dann wieder über das Startmenü. Drücken Sie "Pause", um das Tool zu öffnen, und geben Sie den Begriff install ein, gefolgt von einem Leerzeichen. Nun bekommen Sie eine Liste aller verfügbaren Programme zu sehen. Jede Anwendung daraus können Sie einfach per Doppelklick einrichten: Das Tool lädt völlig automatisch die aktuelle Version herunter und installiert sie. Sie können natürlich auch, ähnlich wie bei Farr, Suchbegriffe verwenden, um eine bestimmte Anwendung zu finden. Über install fir finden Sie etwa den Browser Firefox.
Schritt 5: Anwendungen aktualisieren. Noch praktischer ist die Aktualisierung bereits installierter Anwendungen. Dazu geben Sie in Farr den Befehl installrefresh ein, und wählen GetIt Upgrade Applications. Das Tool gleicht daraufhin die gesamte installierte Software mit den eigenen Datenbanken ab. Wenn es für eine oder mehrere Anwendungen neue Versionen gibt, werden sie aktualisiert.
Vorsicht: Es kann vorkommen, dass dabei die englische Fassung eines Tools installiert wird.
Übrigens: Einmal im Monat sollten Sie installrefresh eingeben und die Option GetIt Refresh/Update Repositories aufrufen, um die verknüpften Tool-Datenbanken zu aktualisieren.
| Backup Maker |
Der Backup Maker führt Sie mit seinen Assistenten durch jeden
Arbeitsschritt zur Datensicherung. Sicherungen können auch
direkt auf CD oder auf DVD gebrannt werden, so dass Sie auch
größere Datenmengen gefahrlos und komfortabel in Sicherheit
bringen. Es ist auch möglich, die Sicherungen zeitgesteuert
ablaufen zu lassen, so dass Sie bei der Sicherung nicht anwesend
sein müssen. Zusätzlich ist das Programm netzwerkfähig und
kann in kleinen Netzwerken eingesetzt werden. Die Standard
Edition für Privatpersonen ist als Freeware kostenfrei. Die
registrierte Professional-Version kostet 25 Euro.
| E-Mail-Backup in Unternehmen |
E-Mail ist in vielen Unternehmen das meistgenutzte Kommunikationsmittel. Die Inhalte reichen von Angeboten, Rechnungen und anderen wichtigen Dokumenten, über Anfragen, ob der Kollege mit zum Mittagessen kommt, bis hin zu Spam. Da E-Mails, genau wie Schriftverkehr auf Papier, unter Umständen rechtliche Relevanz haben und ein Klick auf "Löschen" wertvolle Informationen vernichten kann, sollte jedes Unternehmen über eine effektive E-Mail-Backup-Lösung nachdenken.
Besonders heikel kann das Thema Archivierung werden, wenn es sich um Korrespondenz ausgeschiedener Mitarbeiter handelt. Da waren beispielsweise die E-Mails von Herrn Müller, der doch die entlastende Mail an die Firma XY geschrieben hat. Herr Müller hat längst das Unternehmen verlassen und seine Mails vorsichtshalber selbst gelöscht. Im Zivilprozess gegen die Firma XY steht das Unternehmen jetzt mit leeren Händen da und kann den entlastenden Beweis nicht vorlegen. Hätte das Unternehmen damals schon ein- und ausgehende E-Mails archiviert, wäre das nicht passiert. Zwar wurden die Mails zu diesem Fall alle ausgedruckt und ordentlich abgeheftet. Vor Gericht sind diese Dokumente allerdings wertlos. Dokumente, die nur elektronisch vorliegen, müssen ebenso archiviert werden. Revisionssicherheit nennt man das in der Fachsprache, in den letzten Jahren hat sich auch der englische Begriff 'Compliance' in der Fachwelt durchgesetzt. Sollen Dokumente revisionssicher archiviert werden, muss das Backup-System entsprechend zertifiziert sein. Die Zertifizierung übernehmen in der Regel entsprechende Wirtschaftsprüfer oder etwa der TÜV-IT. Im Handelsgesetzbuch (HGB) findet man im Paragraph 239 grundsätzliche Anforderungen zur revisionssicheren Archivierung. Danach müssen Dokumente unter anderem vollständig, fälschungssicher, nachvollziehbar, prüfbar und sicher aufbewahrt werden.
Attachments archivieren Bei der Archivierung reicht es nicht, nur die E-Mail aufzubewahren. Auch Attachements wie Word- oder Excel-Dateien, Bilder, Zip-Archive oder elektronisch signierte Dateien müssen gesichert und vor allem nach langer Zeit noch lesbar sein. Lange Zeit heißt für Unternehmen mindestens zehn Jahre. Das entspricht der gesetzlichen Aufbewahrungsfrist von Handelsbriefen. E-Mails mit steuerrelevantem Inhalt müssen sechs Jahre aufbewahrt werden. Der Verband für Organisations- und Informationssysteme (VOI) gibt folgende Merksätze zur elektronischen Archivierung heraus:
Hilfe vom Profi
Damit die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden können, sollten Unternehmen auf professionelle Hilfe zurückgreifen. Backup-Software gibt es im Prinzip für jede Unternehmensgröße. Dabei kostet ein Einzelplatzsystem, mit dem nur ein Mail-Postfach, etwa im Home-Office, archiviert werden muss, unter 200 Euro. Sollen 100 oder mehr Mailboxen archiviert werden, sind schnell einige tausend Euro fällig.
Das Anforderungsprofil Günter Weick, Geschäftsführer der IT-Beratungsfirma Softrust, rät, erst einmal ein Anforderungsprofil zu erstellen. "Die wichtigste Frage ist, wozu die Archivierung betrieben werden soll", sagt Weick. Sollen etwa Kundenakten komplett gehalten, rechtliche Risiken vermieden oder gesetzliche Auflagen eingehalten werden. "Für das eine Unternehmen mag es wichtig sein, eine hundertprozentige Revisionssicherheit zu gewährleisten. Dieses Unternehmen wird alle E-Mails automatisch archivieren notfalls inklusive Spam." Andere wollen vielleicht nur Kundenakten mit wichtigen E-Mails bestücken. "In diesem Fall kann eine manuelle Archivierungssoftware die Lösung der Wahl sein." Bei der Wahl zwischen manueller und automatischer Archivierung sollten Unternehmen letzteres bevorzugen. So spart die automatische Archivierung jede Menge Zeit. Außerdem ist sie sicherer, kann es doch passieren, dass bei der manuellen Variante eine Mail vergessen wird.
Original wird gesichert Sollen sämtliche Postfächer archiviert werden, bietet es sich an, die Backup-Software direkt auf dem E-Mail-Server zu installieren. Ein- und ausgehende Mails werden direkt auf das Backup-System gespielt. Die Inhaber des jeweiligen Postfachs bekommen ohne, dass sie es merken nur noch eine Kopie der Mail. Bei der Wahl eines E-Mail-Backup-Systems sollten Administratoren unbedingt auf Skalierbarkeit achten. So reicht es nicht aus, bei höherem Datenaufkommen und mehr Postfächern nur zusätzlichen Speicherplatz und die nötigen Lizenzen bereit zu stellen. Es müssen auch die Suchmaschinen skalierbar sein, denn die beste Archivierungssoftware ist nutzlos, wenn die Suchmaschine nichts findet oder zu lange braucht. Unternehmen, die bereits Dokumenten-Management-Systeme einsetzen, sollten zudem darauf achten, dass die Systeme zueinander kompatibel sind.
Archivieren und finden Archivierte E-Mails müssen natürlich auch wieder gefunden werden. "Ohne eine Suchmöglichkeit nutzt eine Archivierung gar nichts", sagt Günter Weick. Grundsätzlich haben alle Archivierungslösungen Suchfunktionen. Wer in welcher Form suchen darf, kommt auf die jeweilige Lösung an. So gibt es etwa Compliance-Lösungen, die E-Mails im Prinzip nur für den Auditor oder das Finanzamt archivieren. "Die meisten Unternehmen möchten jedoch ihren Mitarbeitern Zugriff auf die E-Mail-Archive geben", sagt Weick. In diesen Fällen haben die Mitarbeiter aber nur Zugriff auf ihre persönlichen Mails oder die jeweiligen Abteilungs- oder Funktionspostfächer.
Welche Clients werden unterstützt? Bei der Wahl einer Backup-Software sollten sich Administratoren auch die Schnittstellen zu den verwendeten Clients genau anschauen. Einer Softrust-Studie zufolge haben Nutzer von Microsoft Exchange und Outlook die größte Auswahl an Software-Lösungen. Die Entscheidung für ein Backup-System sollte man allerdings nicht von den verwendeten Clients im Unternehmen abhängig machen. Vielmehr sollte das Anforderungsprofil als Grundlage hergenommen werden.
Vorsicht bei Privatpost Ein weiterer wichtiger Punkt für Unternehmen ist die Behandlung von privater Post. Da bei automatischen Backup-Systemen auch private Post der Mitarbeiter ins Archiv gelangt, ist es ratsam, sich gegen rechtliche Risiken abzusichern. Zumindest muss der Mitarbeiter in Kenntnis gesetzt werden, dass seine privaten E-Mails archiviert werden. Am besten ist das durch eine entsprechende Betriebsvereinbarung zu realisieren.
Fazit Selbst wenn die Anschaffung von Backup-Software für Unternehmen unter Umständen hohe Investitionen verlangt, kommt es auf längere Sicht meist doch zu Einsparungen. So müssen etwa Bestellungen oder Rechnungen nicht mehr ausgedruckt und abgeheftet werden. Auch Einsparung bei der Arbeitszeit rechnet sich gegenüber der Ausgabe für die Software.
| Gut gerüstet: XP-Notfall-CD selbstgemacht |
Die Anti-Crash-CD
Noch nie war es so komfortabel, nach einem Systemcrash persönliche Daten zu sichern sogar wenn der PC nicht mehr bootet. Das erledigen Sie mit Ihrer eigenen speziellen Notfall-CD.
Wichtige Dokumente, die E-Mails, sämtliche Fotos unter Umständen können alle Dateien auf der Festplatte nach einem Systemcrash verloren sein. Es wäre tagelange Arbeit, sie zu rekonstruieren, wenn es überhaupt noch möglich ist. Deshalb ist es das Wichtigste nach einem Totalausfall, die persönlichen Daten zu sichern. Alles andere ist zweitrangig. Wie Sie überaus einfach an Ihre Dateien selbst nach einem Totalausfall von Windows kommen, zeigt dieser Workshop. Sie erstellen eine bootfähige CD, in die Sie sogar Programme wie Nero oder einen Virenscanner integrieren können. Mit der CD können Sie also Ihren PC starten und dann bequem mit der Maus arbeiten. Und selbst verloren geglaubte Daten lassen sich auf einem USB-Stick wiederherstellen. Außerdem läuft diese Notfall-CD nicht nur auf Ihrem, sondern auf jedem PC.
Wichtigste Voraussetzung zum Erstellen dieser Rettungs-CD ist eine Windows-Installations-CD mit integriertem Service Pack 1 oder 2 (SP1 oder SP2). Sind Sie nicht sicher, ob Ihre Original-CD bereits eines der beiden XP-Service Packs enthält, schauen Sie auf der Scheibe nach. Steht dort eine der Bezeichnungen "Version 2002", "Rev. 5.00", "SP1", "SP1A" oder "SP2", können Sie gleich mit Schritt 2 fortfahren. Besitzen Sie eine Windows-CD aus der ersten Serie (Version 2001), erstellen Sie die modifizierte Scheibe mit Service Pack zunächst selbst. Wie, das erklärt der erste Abschnitt. Diese Rettungs-CD lässt sich aus der Home- und der Professional-Edition erstellen. Voraussetzung ist eine originale Windows-CD. So genannte Recovery-CDs, wie Sie vielen Notebooks beiliegen, funktionieren nicht. Schließlich noch eine Vorbemerkung: Da sich Nero momentan nur bis zur Version 6.3 einbinden lässt, verschieben Sie zunächst ein Update.
Das Service Pack für XP in die CD einbinden
Ganz einfach einbinden lässt sich das Service Pack mit dem weniger als 1 MByte großen Tool "nLite" (http://nuhi.msfn.org/download.html). Installieren Sie nLite, indem Sie alle Voreinstellungen übernehmen.
Haben Sie das SP1 oder SP2 nicht, so können Sie es über www.microsoft.com/germany/windowsxp/sp2/anwender/bezug.mspx bestellen oder herunterladen. Der Download über den Link "IT-Professionals" macht allerdings nur über einen DSL-Anschluss Sinn.
Legen Sie die Original-CD ins Laufwerk und schließen Sie gegebenenfalls deren Oberfläche. Im Windows Explorer klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Laufwerksbuchstaben, wählen im Kontextmenü "Explorer" und drücken die Tastenkombination "Strg+A", um sämtliche Inhalte zu markieren. Mit "Strg+C" legen Sie alles in die Zwischenablage, von wo aus Sie den Inhalt in einen neu angelegten Ordner (zum Beispiel: "XPalt") auf der Festplatte kopieren.
Nun starten Sie das Tool nLite. Wählen Sie Deutsch als Programmsprache und aktivieren Sie im nächsten Schritt nur die Option "Service Pack integrieren". Klicken Sie sich danach über die Schaltfläche "Suche" zu dem Ordner vor, in den Sie zuvor die komplette Windows-CD kopiert haben.
Bestätigen Sie mit "Weiter" und binden Sie über "Suchen/Öffnen" die Exe-Datei des Service Packs ein. Es dauert zwei bis drei Minuten, bis das Service Pack in das ursprüngliche Speicherverzeichnis ("XPalt") integriert ist. Schließen Sie den Vorgang mit "OK/Weiter/Fertig" ab.
Aus diesen Daten erstellen Sie die modifizierte Windows-CD mit integriertem Service Pack 1 oder 2. Dazu benötigen Sie neben dem Brennprogramm Nero die winzige Boot-Datei "boot.bin". Deren Original-Boot-Code sorgt dafür, dass Sie beim Brennen eine bootfähige Windows-CD erstellen. Laden Sie die Datei über den Link www.wintotal.de/server/bootfilexp.zip auf Ihren PC und entpacken Sie die Bin-Datei in ein Verzeichnis.
Starten Sie Nero und wählen Sie im Dialog "Neue Zusammenstellung" links die Option "CD-ROM (Boot)". Auf der Registerkarte "Startopt." aktivieren Sie die Option "Imagedatei" und klicken auf "Durchsuchen". Im "Öffnen"- Dialog ändern Sie beim "Dateityp" die Auswahl auf "Alle Dateien (*.*)" und wechseln in das Verzeichnis des Boot-Image "boot.ini". Ändern Sie darunter in den "Experteneinstellungen" unbedingt die Emulationsart auf "Keine Emulation" sowie die "Anzahl zu ladender Sektoren" auf "4" ohne diese Änderung bootet die CD nicht!
Auf der nächsten Registerkarte "ISO" stellen Sie die "Dateinamenlänge" auf "Maximal 31 Zeichen ..." um. Im Register "Titel" ist die Bezeichnung hinter dem Eintrag "ISO 9660" wichtig. Hier tragen Sie die exakte Bezeichnung der ursprünglichen Windows-CD ein: Sie erscheint im Windows Explorer, wenn Sie die CD eingelegt haben. Bei uns hießen sie für die Home Edition "WXHCCP_E" sowie für die Pro Edition "WXPCCP_DE".
Bestätigen Sie mit einem Klick auf die Schaltfläche "Neu", öffnen Sie rechts im Fenster des Nero-Explorer den Ordner "XPalt" und markieren Sie darin mit der Tastenkombination "Strg+ A" sämtliche Dateien. Per "Drag and Drop" ziehen Sie die Inhalte mit gedrückter Maustaste ganz nach links. Schließlich drücken Sie das "Brennen"-Symbol in der Nero-Symbolleiste und aktivieren auf der Registerkarte "Brennen" die Option "CD abschließen (Kein weiteres Brennen möglich)". Legen Sie einen Rohling in den CD-Brenner und klicken Sie auf "Brennen" geschafft!
Rettungs-CD mit dem ersten Programm
Aus der Windows-CD, in die eines der beiden Service Packs integriert ist, erstellen Sie nun Ihre erste individuelle Notfall-CD.
Legen Sie die Windows-CD mit integriertem Service Pack ins Laufwerk. Stecken in Ihrem Rechner zwei Laufwerke, schieben Sie die Windows-CDs ins CD- oder DVD-Laufwerk und den Rohling in den Brenner. Schließen Sie die CDOberfläche, falls sie automatisch startet.
Installieren Sie nun den PE Builder. Das Tool steht unter www.nu2.nu/pebuilder/#download zum Download bereit. Übernehmen Sie sämtliche Voreinstellungen und aktivieren Sie zusätzlich die Option "Create a desktop icon".
Nach Abschluss des Setup schließen Sie PE Builder zunächst und stellen die Software für die weiteren Schritte auf die deutsche Tastatur um. Dazu öffnen Sie über den Windows Explorer im PE Builder-Unterverzeichnis "plugin\keyboard" die Datei "keyboard.inf" per Doppelklick. Drücken Sie im Editor die Tastenkombination "Strg+F", tippen Sie im "Suchen"-Fenster den Begriff "german" ein und klicken Sie auf "Weitersuchen": In der Zeile darunter, die mit "00000407" endet, entfernen Sie das Semikolon am Anfang, sodass die Zeile mit "0x1" beginnt. Übernehmen Sie die Änderung, indem Sie in der Menüleiste auf "Datei/Speichern" klicken. Anschließend schließen Sie den Editor.
Starten Sie den PE Builder per Doppelklick auf das Desktop-Icon und bestätigen Sie mit "I agree". Es öffnet sich folgendes Fenster: Überprüfen Sie, ob in der "Source"-Zeile das richtige Laufwerk der Windows-CD eingestellt ist. In der Regel erkennt das Programm das richttige Laufwerk aber selbstständig. Die Zeilen darunter ändern Sie nicht. Stellen Sie jedoch sicher, dass auf der Partition, auf der zunächst das so genannte ISO-Image erstellt wird, rund 700 MByte Platz frei ist. Aktivieren Sie die Option "Burn to CD" und wählen Sie darunter Ihren Brenner aus.
Bevor Sie mit einem Klick auf "Build" Ihre erste Notfall-CD brennen, drücken Sie die Schaltfläche "Plugins". Normalerweise bezeichnet man Erweiterungen im Browser als Plugins, hier steht der Begriff für bestimmte Anweisungen, um ausgewählte Programme in die Notfall-CD einzubinden. In der Liste erscheinen fast drei Dutzend Programme wie das Antispionage- Tool Ad-Aware, das Brennprogramm Nero sowie der Virenschutz von McAfee. Rund die Hälfte dieser Einträge ist rechts in der Zeile "Enabled" bereits mit "Yes" markiert.
An dieser Stelle müssen Sie zwei Arten dieser Plugins unterscheiden: Die mit "Yes" markierten laufen unmittelbar. Bei den übrigen fügen Sie zunächst einige Programmdateien hinzu, um das dazugehörige Programm einzubinden. Dazu zählen auch die drei genannten Beispiele. Am Beispiel von Ad-Aware zeigen wir Ihnen, wie es funktioniert. Die für den Notfall wichtigen Programme Nero und McAfee integrieren Sie in einem weiteren Schritt später.
Markieren Sie in der Plugin-Liste des PE Builder den "Ad-Aware"-Eintrag und klicken Sie auf den Button "Enable/Disable". Der Status springt nun nicht direkt auf "Yes", stattdessen zeigt Ihnen eine Fehlermeldung, was als Nächstes zu tun ist: Schließen Sie das Fenster mit "OK" und drücken Sie die Schaltfläche "Help". Hier lesen Sie eine detaillierte programmspezifische Erläuterung. Sogar der Link für den richtigen Download der benötigten Dateien ist schon dabei.
Im Beispiel von Ad-Aware klicken Sie auf den Download- Link und laden die Setup-Datei über "Download Ad-Aware here" auf Ihren PC. Da Ad-Aware sich bei der Installation automatisch die neuesten Signaturen aus dem Internet herunterlädt, bleiben Sie bei diesem Programm während des Setup online. Starten Sie die Installation und merken Sie sich den Setup-Ordner. Schließen Sie die Software und kopieren Sie die beiden Dateien "ad-aware.exe" sowie "defs.reg" in folgendes Unterverzeichnis des PE Builder: "plugin\ adawarese". Damit haben Sie das Programm Ad-Aware eingebunden. Klicken Sie erneut auf "Enable/Disable", nun aktiviert PE Builder das Plugin und bindet die Programmdateien ein. Das Muster aus diesem Beispiel ist für jedes Plugin gleich. Sie kopieren die erforderlichen Dateien genauso wie beschrieben in den jeweiligen Plugin-Ordner des PE Builder. Danach aktivieren Sie in der Liste den Eintrag für das zugehörige Plugin.
Bevor Sie Ihre Wunsch-CD mit mehr Programmen zusammenstellen, brennen Sie zunächst Ihre erste Notfall-CD. Schließen Sie die Plugin-Liste mit "Close" und starten Sie das Zusammenstellen und Brennen der Daten mit einem Klick auf "Build/Ja/I agree (Ich stimme zu)". Auf unserem Testsystem war die erste Notfall-CD nach fünf Minuten fix und fertig gebrannt. Beenden Sie das Tool über "Close/Exit".
Verfügen Sie nicht über ein zweites CD-Laufwerk, lassen Sie die Option "Burn to CD" deaktiviert und erzeugen nur die ISO-Datei. Aus dieser erstellen Sie dann die bootfähige Rettungs-CD. Dazu starten Sie Nero, schließen sämtliche Assistenten und klicken auf "Datei/Öffnen". Als "Dateityp" wählen Sie "Alle Dateien (*.*)", um die ISO-Datei in der Auswahl einzublenden. Markieren Sie im "Öffnen"-Dialog die soeben erzeugte ISO-Datei und achten Sie darauf, dass im nächsten Fenster die Option "CD abschließen ..." aktiviert ist. Mit einem Klick auf "Brennen" wird Ihre Notfall-CD gebrannt.
Probieren Sie die neue Scheibe gleich aus. Um Ihren Rechner von der Rettungs-CD zu booten, ändern Sie gegebenenfalls die Boot-Reihenfolge im BIOS. Booten Sie den Rechner nun von der neuen CD und beantworten Sie die Frage nach der Netzwerkeinbindung mit "No". Wie Sie mit dieser Scheibe im Ernstfall wichtige Dateien wiederherstellen, erläutert das letzte Kapitel "Persönliche Daten im Notfall retten".
Weitere Software in die Notfall-CD einbinden
Zwei weitere Plugins sind für den Notfall besonders wichtig: ein funktionsfähiges Antivirenprogramm sowie Nero. Denn mit der Brenn- Software können Sie persönliche Dateien sichern, bevor Sie sich an die Reparatur machen.
Im ersten Schritt binden Sie Nero in die Rettungs-CD ein. Zwar brauchen Sie im Notfall dann zwei Laufwerke, denn vom einen booten Sie den Rechner, auf dem anderen brennen Sie die Daten auf CD. Doch ein CD-Laufwerk schlägt im Fachhandel mit weniger als 15 Euro zu Buche und ist schnell eingebaut. Binden Sie deshalb Nero auf jeden Fall in die CD ein.
Starten Sie den PE Builder, übernehmen Sie sämtliche Voreinstellungen und öffnen Sie über "Plugins" die Liste. Markieren Sie den Eintrag "Nero Burning ROM" und klicken Sie auf "Help". An dieser Stelle erfahren Sie wieder, was zu tun ist. Auf den allermeisten PCs ist das Brennprogramm ohnehin installiert, also müssen Sie nur sämtliche Dateien aus dem Ordner "Nero" in das Unterverzeichnis "plugin\nero burning rom\files" des PE Builder kopieren. Kopieren Sie für Nero 6.x zusätzlich die Datei "shfolder.dll" aus dem Systemverzeichnis "c:\Windows\System32" in das genannte "files"-Verzeichnis.
Die "Help"-Anweisung erfordert außerdem eine weitere Änderung in der Datei "penero.inf". Wechseln Sie eine Ebene nach oben, also in das Verzeichnis "plugin\nero burning rom". Öffnen Sie die genannte Datei per Doppelklick und scrollen Sie bis zum Eintrag "Nero v6.x", der im nächsten Bild rot markiert ist (für Nero 5-Versionen analog zu "Nero 5.x" scrollen). Entfernen Sie in den vier Zeilen (ab "[Software. AddReg]") darunter die rot markierten Semikola, sodass die Zeilen mit "0x1" beginnen. Tippen Sie am Schluss der Zeilen in die Musterfelder Ihren Benutzernamen, Ihre Firma sowie die Seriennummer ein, die Sie zuvor bei der Installation von Nero eingetragen haben. Wissen Sie Namen und Firma nicht mehr, öffnen Sie Nero und klicken in der Menüleiste auf "Hilfe/ Über Nero Burning Rom". Klicken Sie abschließend in der Menüleiste auf "Datei/Speichern" und schließen Sie den Editor. Zurück im PE Builder lässt sich der Nero-Eintrag über "Enable/Disable" jetzt aktivieren. Nero ist damit in die CD integriert.
Ähnlich binden Sie den Virenscanner von McAfee ein: Klicken Sie in der Plugin-Liste auf den Eintrag "McAfee Virus- Scan for Win32" und auf "Help". Die Anleitung besagt, dass Sie zunächst die neueste Datei vom Muster "sdatxxxx.exe" über den Link ftp://ftp.nai.com/CommonUpdater per Doppelklick auf Ihrem PC speichern müssen. Da die Datei rund 6 MByte groß ist, dauert der Download mit einem Modem rund 15 Minuten. Kopieren Sie die Datei ins Verzeichnis "plugin\mcafee\files" des PE Builder. Daraufhin klicken Sie auf "Start/Ausführen" und entpacken Sie die Datei , indem Sie den Befehl ins Feld "Öffnen" eingeben: "c:\pebuilder313\plugin\mcafee\files\sdat442 1.exe/e", wenn die Datei "sdat4421.exe" bei Redaktionsschluss aktuell war. Wichtig ist der abschließende Parameter "/e". Bestätigen Sie mit "OK". Warten Sie gut 30 Sekunden, auch wenn scheinbar nichts passiert. Danach aktivieren Sie über "Enabled/ Disabled" im PE Builder das zugehörige Plugin. Schließen Sie die Plugin- Liste und drücken Sie auf "Build/Ja", um die Daten zusammenzustellen und die CD zu brennen. Damit haben Sie nun das dritte Programm dieses Workshops eingebunden.