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Kritische Lücke in Windows 7 entdeckt

Das Sicherheitsunternehmen Secunia meldet eine als "highly critical" eingestufte Sicherheitslücke in Windows 7. Wird eine Web-Seite, die eine IFRAME-Anweisung mit extremer Größenangabe enthält, in Apples Web-Browser Safari geöffnet, stürzt Windows 7 mit einem so genannten Bluescreen ab. Mit den aktuellen Versionen der Browser Firefox, Opera, Chrome und Internet Explorer geschieht nichts dergleichen.

Der Fehler soll in der Funktion NtGdiDrawStream der Systemdatei win32k.sys stecken und könnte nach Einschätzung von Secunia geeignet sein, um Code einzuschleusen. Betroffen ist Windows 7 in der 64-Bit-Fassung mit allen Sicherheits-Updates. Entdeckt und auf Twitter veröffentlicht hat den Fehler ein Sicherheitsforscher mit dem Pseudonym "webDEViL".

Eine offizielle Stellungnahme von Microsoft zu dieser Schwachstelle liegt noch nicht vor. Daher ist bislang völlig offen, ob und wann Microsoft ein Update bereit stellen wird, das den Fehler behebt. Der nächste reguläre Patch Day ist am 10. Januar.


Windows 7 - Versteckte Designs freischalten

Mittels Designs können Sie das Aussehen der Oberfläche von Windows 7 verändern und so für optische Abwechslung in den Windows-Alltag. Was aber nur wenige Windows-7-Nutzer wissen: Windows 7 wird mit weit mehr Designs ausgeliefert, als Ihnen standardmäßig der Dialog "Ändern der visuellen Effekte und der Sounds auf dem Computer" unter "Aero-Designs" und "Basis-Designs" anbietet. Um diesen Dialog aufzurufen, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf einen leeren Bereich auf dem Desktop und wählen dann im Kontext-Menü "Anpassen" aus. Standardmäßig offeriert Ihnen Windows 7 nur die Designs, die Microsoft für eine Region - in unserem Falle "Deutschland" - vorgesehen hat. Je nach installierter Windows-7-Fassung finden Sie aber in einem versteckten Unterordner diverse weitere Designs.

Der betreffende Ordner wird standardmäßig im Windows Explorer nicht angezeigt. Um dies zu ändern, rufen Sie zunächst den Windows Explorer aus und wählen anschließend unter "Organisieren" den Eintrag "Ordner- und Suchoptionen" aus. Im neuen Fenster "Ordneroptionen" wechseln Sie nun in den Tab "Ansicht" und deaktivieren unter "Erweiterte Einstellungen" den Eintrag "Geschützte Systemdateien ausblenden (empfohlen)".

Im Windows Explorer rufen Sie nun im Windows-Verzeichnis den Ordner "Globalization" aus. Hier erscheint nun der bisher versteckte Unterordner "MCT". In diesem Unterordner befinden sich wiederum diverse Unterordner für die regionalen WIndows-7-Themes. Beispielsweise "MCT-AU" für Australien oder "MCT-US" für USA. In den jeweiligen MCT-Ordnern befinden sich wiederum die jeweiligen Designs (Ordner "Theme") und die von diesen Designs genutzten Wallpaper. Die Wallpaper stecken jeweils in einem Ordner, der der Region entspricht, für die ein Theme gedacht ist. Also beispielsweise "Vereinigtes Königreich"

Sie können nun die Wallpaper in ein Verzeichnis ihrer Wahl kopieren und von dort aus für die Gestaltung ihres Desktops nutzen. Alternativ wechseln Sie in den jeweiligen Ordner "Theme" und klicken dann anschließend doppelt auf die einzige darin enthaltene Design-Datei mit der Endung ".theme". Das Ergebnis: Das betreffende Design wird sofort aktiviert, angezeigt und auch als neuer Eintrag im im Bereich "Eigene Designs" in den "Ändern der visuellen Effekte und der Sounds auf dem Computer"-Einstellungen aufgenommen.

HINWEIS: Wie oben bereits erwähnt, hängt die Existenz der zusätzlichen MCT-Ordner und Themes von der installierten Windows-7-Fassung ab. Unter Windows 7 Ultimate (64-Bit) sind beispielsweise die Ordner auf unserem System vorhanden. Sollten auf Ihrem Rechner die Extra-Themes nicht existieren, dann finden Sie in folgender Galerie eine große Auswahl an neuen Designs für Windows 7:


Windows 7 nebem dem altem Betriebssystem installieren

Der Wechsel auf ein neueres Betriebssystem wie Windows 7 geht selten komplett ohne Angst vonstatten – schließlich kann man trotz aller Vorbereitung nie wissen, ob alle Programme auch danach noch laufen. Daher wäre es beruhigend, wenn man bei Problemen wieder auf das alte Betriebssystem wechseln kann.

Hier bietet sich die Möglichkeit einer Parallelinstallation von Windows 7 neben Ihrem gewohnten Betriebssystem an. So können Sie beim Start Ihres Rechners immer bequem auswählen mit welcher Windows-Version Sie gerne arbeiten würden.

Schritt 1: Zunächst sollten Sie sicherstellen, dass Ihr Rechner auch die Anforderungen für ein zweites Betriebssystem erfüllt. Benötigt wird laut Microsoft eine leere Festplattenpartition mit mindestens 20GB. Im Falle von Windows 7 empfehlen wir hier jedoch ungefähr 50GB freien Speicherplatz, da sich im Laufe der Zeit immer mehr systemwichtige Daten anstauen.

Schritt 2 (optional): Falls keine passende Partition vorhanden ist, müssen Sie die bestehende verkleinern. Dies wird erreicht, indem man den PC von der Windows-7-DVD startet und im ersten Dialog „Comperreperaturoptionen, Eingabeaufforderung“ wählt. Dort geben Sie folgende Befehle ein: diskpart

list volume
select volume [Zahl]

shrink minimum=100000 Dabei werden mit “list volume” alle verfügbaren Laufwerke angezeigt, aus denen Sie das Wunschlaufwerk statt [Zahl] in „select volume“ eintragen. Die Zahl nach „minimum=“ gibt die Größe der neuen Partition in MB an (hier knapp 100GB).

Achtung: Vor den Neu-Partitionieren sollten Sie unbedingt alle wichtigen Daten auf der Festplatte sichern, da diese sonst leicht überschrieben werden können!

Schritt 3: Nach erfolgreichem Abschluss geben Sie erst „exit“ und dann „setup“ ein, um die Installation zu starten. In der Liste der Datenträger wählen Sie den Eintrag „Nicht zugewiesener Speicherplatz“. Diesen müssen Sie anschließend partitionieren und formatieren. Nachdem die Partition ausgewählt ist, können Sie einfach dem Setup weiter folgen und Windows 7 wird neben Ihrem bestehenden System installiert.


Wenn Windows 7 streikt, hilft geheimer Microsoft-Hotfix

Viele Windows-7-Nutzer klagen über Abstürze des Betriebssystems, die zufällig aber regelmäßig auftreten. Windows 7 gibt dabei keinerlei Fehlermeldung aus, sondern friert einfach ein. Es erscheint also auch kein Bluescreen und das System reagiert auf keinerlei Eingaben mehr.

Das Problem kann laut Angaben von Microsoft sowohl unter Windows 7 als auch unter Windows Server 2008 R2 auftreten. Schuld sei ein Problem, dass im Zusammenspiel des Prozesses Lsass.exe, dem Redirected Drive Buffering System Treiber (Rdbss.sys) und dem Winsock-Kernel auftrete. Microsoft hat zur Lösung des Problems einen Hotfix erstellt. Diesen Hotfix bietet Microsoft allerdings nicht direkt zum Download an. Stattdessen muss er per Ausfüllen dieses Formulars angefordert werden. Dabei muss eine Mail-Adresse angegeben werden, an die Microsoft binnen weniger Minuten den Download-Link versendet. Der Download beträgt rund 300 KB. Dabei landet der Hotfix als Zip-Exe-Datei auf Ihren Rechner. Zum Entpacken ist die Eingabe eines Passworts notwendig. Das Passwort ist in der Microsoft-Mail ebenfalls enthalten. Zu beachten gilt, dass dieses Passwort nur wenige Tage gültig ist. Das nach dem Stichtag gültige Passwort ist aber ebenfalls in der Microsoft-Mail angegeben.

Hinweis: Der betreffende Hotfix wird im Service Pack 1 für Windows 7 enthalten sein. Das Service Pack 1 wird voraussichtlich später in diesem Jahr erscheinen.


XP-Mode auch auf XP, Vista und Home Premium benutzen

Der XP-Mode bietet die Möglichkeit, Software über das Startmenü von Windows 7 in einem nahtlos virtualisierten Windows XP zu starten. In erster Linie soll der XP-Mode sicherstellen, dass Windows 7 abwärtskompatibel bleibt zu XP-Software. Darüber hinaus eröffnet er aber Möglichkeiten, die auch für Heim-Anwender sinnvoll sind. So lassen sich Anwendungen abgeschottet vom System betreiben – ideal für den Browser, der ein beliebtes Ziel für Internet-Attacken ist.

XP-Mode für alle: Nutzer von XP, Vista oder Win 7 Home Premium müssen nicht mehr auf diese Funktion verzichten. Mit Vmlite finden Sie eine speziell auf XP-Mode-Funktionalität getrimmte Weiterentwicklung der Virtualisierungs-Umgebung Virtual Box. Die Nutzung des XP-Mode ist nur legal, wenn Sie über eine Lizenz von Win 7 Pro oder Ultimate verfügen. Nach der Installation rufen Sie das englischsprachige Gratis Tool über „Start, Alle Programme, VMLite Workstation, VMLite Wizard“ auf. Hier können Sie „Specify the path of the XP mode package or a Virtual disk file“ aktivieren und mit einem Klick auf „...“ daneben die Datei einfügen. Das XP-Mode-Pack kann HIER heruntergeladen werden. Dazu wählen Sie in den Drop-down- Listen neben „Step 3“ entweder „Professional“ oder „Ultimate“ und daneben „German“. Folgen Sie dann dem Vmlite- Assistenten, bis Ihr virtuelles XP läuft.

Anwendungen virtualisieren: Jede Anwendung, die Sie im virtuellen XP installieren und starten, bekommt im Startmenü Ihres Hauptsystems unter „Start, Alle Programme, VMLite Workstation, VMLiteXP Mode Applications“ einen eigenen Eintrag. Nachdem Sie alle gewünschten Anwendungen so eingebunden haben, schließen Sie das virtuelle XP. Ein Klick auf einen der neuen Links im Startmenü ruft die Anwendung virtualisiert auf. Sie erkennen das daran, dass das Fenster grün eingerahmt ist. Vom virtuellen XP sehen Sie nur die Taskleiste (falls Sie sie nicht automatisch ausblenden lassen). Über „Start\ Alle Programme\VMLite Workstation\ VMLite XP Mode“ können Sie das XP aber auch wieder sichtbar öffnen.

Übrigens: Ein wichtiger Vorteil von Vmlite gegenüber dem XP-Mode: Ihre CPU benötigt dafür nicht unbedingt die Fähigkeit zur Hardware-Virtualisierung.


Neu-Installation mit Upgrade-DVD

Sie installieren Windows 7 mittels einer Upgrade-DVD, obwohl Ihr altes Windows schon vom PC getilgt ist. Die Aktivierung schlägt fehl. Der Produktschlüssel wird nicht akzeptiert, da Sie angeblich nicht berechtigt sind, ein Upgrade zu installieren.

Die folgende Anleitung dürfen Sie nur durchführen, wenn Sie dazu berechtigt sind, eine Upgrade-Version von Windows 7 zu installieren.

Schritt 1: Win 7 installieren.

Booten Sie Ihren PC von der Windows-7-Upgrade-DVD, und starten Sie das Setup. Als Installationsart wählen Sie „Benutzerdefiniert“. In den Laufwerksoptionen formatieren Sie, wenn Sie wollen, die Systempartition. Danach läuft die Installation durch. Zum Abschluss verzichten Sie darauf, einen Produktschlüssel einzugeben, und deaktivieren die Klickbox vor „Windows automatisch aktivieren“.

Schritt 2: Registry anpassen.

Sie klicken auf „Start“, geben in das Suchfeld „Regedit“ ein und starten den obersten Suchtreffer. Öffnen Sie den Schlüssel „Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Setup\OOBE“, und geben Sie dem Dword-Eintrag „MediaBootInstall“ den Wert „0“.

Schritt 3: Berechtigung neu setzen.

Sie gehen erneut auf „Start“ und geben „Cmd“ ein. Klicken Sie den ersten Treffer mit der rechten Maustaste an, und wählen Sie „Als Administrator ausführen“. Im neuen Kommandozeilenfenster geben Sie slmgr /rearm ein. Dadurch wird nicht nur der Testzeitraum (weil Sie noch keinen Produktschlüssel angegeben haben) für Ihre Windows-7-Installation zurückgesetzt. Auch die Upgrade-Berechtigung wird neu gesetzt. Warten Sie auf die Erfolgsmeldung.

Schritt 4: Windows 7 aktivieren.

Starten Sie den PC daraufhin neu. Klicken Sie dann auf „Start“ und dort mit der rechten Maustaste auf „Computer“, und wählen Sie „Eigenschaften“. In der Rubrik „Windows-Aktivierung“ gehen Sie auf „Product Key ändern“ und tragen Ihren Produktschlüssel ein.


Gott-Modus in Windows 7 aktivieren

Wer in einem PC-Spiel nicht weiterkommt und ein virtuelles Leben nach dem anderen aushaucht, der kann oft einen so genannten "Gott Modus" aktivieren, der ihn unbesiegbar macht. Diesen Gott-Modus haben die Spiele-Entwickler integriert, weil es ihnen beim Durchtesten ihrer Spiele hilft, wenn es beispielsweise darum geht, schnell an die zu testende Stelle zu gelangen.

Populär wurde der Gott-Modus durch das ID-Software-Spiel Doom. Die Eingabe von "IDDQD" führte dazu, dass der Spieler unverwundbar wurde.

Auch in Windows 7 wurde ein solcher "Gott Modus" versteckt, der sich erst durch einen Trick freischalten lässt. Ist dieser Gott-Modus erst einmal aktiviert, dann hat der Windows-7-Nutzer Zugriff auf alle Systemsteuerungseinträge innerhalb eines Ordners und muss sich nicht mühsam durch die Ordner in der Systemsteuerung quälen. Wir zeigen Schritt für Schritt, wie Sie den Gott Modus in Windows 7 aktivieren können.

Per geheimen Schalter den Gott Modus einschalten

Wichtiger Hinweis bevor wir loslegen: Die Aktivierung des Gott-Modus funktioniert nicht nur in Windows 7 (32- & 64-Bit), sondern auch in Windows Vista. Es gibt allerdings Berichte von 64-Bit-Vista-Nutzern, dass die Aktivierung des Gott Modus das System zerstören kann. In diesen Fällen muss Windows Vista 64-Bit dann im abgesicherten Modus gestartet werden und der angelegte "Gott Modus"-Ordner gelöscht werden. Alternativ können Sie auch in die Kommandozeile booten und von dort aus den betreffenden Ordner löschen.

Um den Gott Modus in Windows 7 zu aktivieren, klicken Sie zunächst mit der rechten Maustaste auf eine leere Stelle auf dem Desktop und wählen nun im Kontext-Menü "Neu Ordner" aus. Anschließend klicken Sie mit der rechten Maus auf den neu angelegten Ordner, wählen im Kontextmenü "Umbenennen" aus und ändern den Namen des Ordners wie folgt: GottModus.{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}

Welcher Text vor dem ".{" steht, spielt letztendlich keine Rolle. Wichtig ist nur, dass dort irgendein Wort steht und darauf ".{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}" folgt. Nach dem Umbenennen des Ordners ändert sich das Aussehen des Icons.

Wenn Sie nun mit der linken Maustaste auf das Icon doppelklicken, dann öffnet sich ein Fenster, in dem alle Elemente der Systemsteuerung untereinander und nach Hauptkategorien wie "Anmeldeinformationsverwaltung", "Anpassung", "Anzeige" aufgelistet werden.

Um schneller einen Eintrag zu finden, können Sie das Sucheingabe-Feld oben rechts im Fenster nutzen, in dem in grauer Schrift "Alle Funktionen durchsuchen" steht. Wenn Sie hier beispielsweise "Bildschirmschoner" eingeben, dann werden alle Systemsteuerungs-Einstellungen aufgelistet, die mit diesem Thema zusammenhängen. Bei "{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}" handelt es sich übrigens um eine Class-ID, die in der Registry standardmäßig mit der Funktion zum Anzeigen aller Systemsteuerungs-Funktionen verknüpft ist. Diese Class-ID-Erweiterung wird im Explorer in der Regel nicht mehr angezeigt, nachdem Sie den Ordner angelegt haben. Festpinnen: Nachdem Sie den Ordner angelegt haben, können Sie ihn auf Wunsch wie jeden anderen Ordner auch an das Startmenü anheften. Ziehen Sie den neuen Ordner dazu einfach bei gedrückter linker Maustaste auf den Start-Knopf und lassen die Taste los. Sie finden den neuen Eintrag dann ganz oben im Startmenü.

Weshalb Microsoft versteckte Funktionen integriert hat

Windows 7 Chef-Entwickler Steven SinofskyAuf den Gott-Modus in Windows 7 stießen Blogger mehr oder weniger per Zufall. Windows-7-Chefentwickler Steven Sinofsky erklärte nach der Entdeckung, dass die Windows-7-Entwickler während der Entwicklung von Windows 7 viele solcher geheimen und undokumentierten Funktionen integriert hätten.

Der Grund: Die Entwickler wollten sich dadurch einen schnelleren und direkteren Zugriff zu allen Funktionen verschaffen. Die Bezeichnung "Gott Modus", so Sinofsky, habe man bei Microsoft intern aber nie genutzt. Die Bezeichnung "Gott Modus" sei eine Erfindung der Blogger, die die versteckten Funktionen entdeckt haben. Laut Sinofsky ist {ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C} nur eine der vielen Textfolgen, über die sich versteckte Funktionen freischalten lassen. Insgesamt hätten die Entwickler über ein Dutzend solcher Textfolgen in Windows 7 versteckt. Viele weitere Gott Modi in Windows 7 versteckt Dem US-Dienst Cnet hat Windows-7-Chefentwickler Steven Sinofsky weitere Strings verraten, durch die versteckte Funktionen in Windows 7 freigeschaltet werden. Um diese zu aktivieren, muss - wie bereits beschrieben - ein neuer Ordner angelegt werden und dann nach dem Schema "pcw.{String}" (ohne Anführungsstriche) aktiviert werden.

Wenn Sie beispielsweise einen Ordner erstellen und diesen in "Funktion.{00C6D95F-329C-409a-81D7-C46C66EA7F33}" umbenennen, dann erhalten Sie künftig über diesen Ordner direkten Zugriff auf die Funktion "Standardaufenthaltsort eingeben". Den Standardaufenthaltsort nutzt Windows 7 immer dann, wenn sich kein Ortungssensor (etwa GPS-Empfänger) im System befindet, um Programmen den momentan Standort mitzuteilen

Alle weiteren Gott-Modi im Überblick

{ED7BA470-8E54-465E-825C-99712043E01C}
Alle Systemsteuerungsfunktionen sortiert nach Hauptkategorien

{00C6D95F-329C-409a-81D7-C46C66EA7F33}
Schnellzugriff auf Funktion: Standardaufenthaltsort eingeben

{0142e4d0-fb7a-11dc-ba4a-000ffe7ab428}
Schnellzugriff auf Funktion: Biometriegeräte mit Windows verwenden

{025A5937-A6BE-4686-A844-36FE4BEC8B6D}
Schnellzugriff auf Funktion: Wählen Sie einen Energiesparplan aus

{05d7b0f4-2121-4eff-bf6b-ed3f69b894d9}
Schnellzugriff auf Funktion: Wählen Sie die Symbole und Benachrichtigungen aus, die auf der Taskleiste angezeigt werden sollen"

{1206F5F1-0569-412C-8FEC-3204630DFB70}
Schnellzugriff auf Funktion: Anmeldeinformationen für automatisches Anmelden speichern

{15eae92e-f17a-4431-9f28-805e482dafd4}
Schnellzugriff auf Funktion: Programm von Netzwerk installieren

{17cd9488-1228-4b2f-88ce-4298e93e0966}
Schnellzugriff auf Funktion: Wählen Sie die Programme aus, die Windows standardmäßig verwendet

{1D2680C9-0E2A-469d-B787-065558BC7D43}
Schnellzugriff auf Funktion: Übersicht aller DLLs

{1FA9085F-25A2-489B-85D4-86326EEDCD87}
Schnellzugriff auf Funktion: Drahtlosnetzwerke verwalten

{208D2C60-3AEA-1069-A2D7-08002B30309D}
Schnellzugriff auf Funktion: Netzwerk

{20D04FE0-3AEA-1069-A2D8-08002B30309D}
Schnellzugriff auf Funktion: Laufwerksübersicht

{2227A280-3AEA-1069-A2DE-08002B30309D}
Schnellzugriff auf Funktion: Drucker

{241D7C96-F8BF-4F85-B01F-E2B043341A4B}
Schnellzugriff auf Funktion: Verbindung mit Desktops und Programmen am Arbeitsplatz herstellen

{4026492F-2F69-46B8-B9BF-5654FC07E423}
Schnellzugriff auf Funktion: Den Computer mithilfe der Windows-Firewall schützen

{78F3955E-3B90-4184-BD14-5397C15F1EFC}
Schnellzugriff auf Funktion: Bewertung und Verbesserung der Leistung des Computers


Windows 7 - neues Microsoft-Update bekämpft Raubkopierer

Durch das Update wird die Windows Activation Technologies aktualisiert. Dabei handelt es sich um die Komponenten in Windows 7, die zur Aktivierung und Validierung der verwendeten Windows-7-Lizenz verantwortlich sind. "Das Update wird mehr als 70 bekannte und möglicherweise gefährliche Aktivierungs-Exploits entdecken", heißt es in einer Ankündigung von Microsoft.

Mit anderen Worten: Wer Windows 7 durch Umgehung der Aktivierungsroutine nutzt, wird nach dem Update womöglich eine böse Überraschung erleben. Denn nach dem Update wird zunächst einmal überprüft, ob die verwendete Windows-7-Version original ist. Bei dieser Gelegenheit weist Microsoft erneut darauf hin, dass die Umgehung der Aktivierung von Windows 7 mit Sicherheitsrisiken verbunden ist. Oft würden die verwendeten Exploits Schadsoftware, Viren oder Trojaner enthalten. So habe ein Studie von IDC ergeben, dass jede vierte Website, die Exploits verbreitet, gefährliche Software mit an Bord habe. "Das deutsche Unternehmen Media Surveillance stellte fest, dass 32 Prozent von über 500 Varianten der im Umlauf befindlichen Windows 7-Raubkopien und Windows Aktivierungs-Exploits gefährliche Software enthalten", so Microsoft. Microsoft wird das Update für die Windows Activation Technologies in Windows 7 für die Editionen Home Premium, Professional, Ultimate und Enterprise a dem 16. Februar auf www.microsoft.com/genuine und einen Tag später im Microsoft Download Center zum Herunterladen anbieten. Ab Ende Februar wird Microsoft das Update auch über Windows Update verbreiten. Für Admins gilt: Microsoft wird das Update nicht direkt über Windows Server Update Services (WSUS) bereitstellen. Ein Admin kann das Update aber über den Microsoft Update-Katalog in WSUS importieren.

Aktivierungsroutine-Update völlig freiwillig

Microsoft wird das Update für die Windows Activation Technologies zwar ab Ende Februar über Windows Update anbieten, Anwender sind aber nicht verpflichtet, dieses Update auch zu installieren. Sollte also Windows Update die Installation des betreffenden Updates vorschlagen, so kann dies der Anwender jederzeit ablehnen.

Sollte sich der Anwender für eine Installation des Updates entscheiden, so besteht laut Angaben von Microsoft keinerlei Gefährdung des Datenschutzes. "Das Update nimmt zwar Kontakt mit Servern bei Microsoft auf, um mögliche neue Bedrohungen abzufragen. Die von den PCs zu Microsoft übertragenen Daten enthalten jedoch keine persönlichen oder anderen Informationen, die Microsoft verwenden könnte, um den Nutzer zu identifizieren", heißt es seitens Microsoft. Außerdem lasse sich das Update nach der Installation auch jederzeit wieder vom System entfernen. Damit dient das Update vor allem Anwender, die sich nicht sicher sind, ob sie ein legales Windows 7 verwenden. Nach der Installation werden alle bekannten Aktivierungs-Exploits erkannt und der Anwender wird darauf hingewiesen. Dabei gibt Windows Warnmeldungen aus und bietet die Möglichkeit der Problembehebung. So erhält der Anwender beispielsweise die Möglichkeit, eine originale Lizenz anzufordern.

Raubkopierer sehen einen schwarzen Desktop

Entdeckt das Update, dass eine nicht originale Windows-7-Version eingesetzt wird, dann wird der Bildschirmhintergrund von Windows 7 auf schwarz gestellt. Desktop-Icons, Gadgets und auf dem Desktop abgelegte Verknüpfungen bleiben aber funktionstüchtig. Fortan erscheinen regelmäßig Warnhinweise und auf den Desktop ist außerdem ein Wasserzeichen zu sehen, dass permanent darauf hinweist, dass eine Raubkopie von Windows 7 eingesetzt wird.
Ansonsten bleibt Windows 7 aber laut Angaben von Microsoft voll funktionstüchtig. Microsoft: "Die Anwendungen laufen einwandfrei und der Zugang zu persönlichen Informationen bleibt unverändert. Nach wie vor gilt jedoch, dass zusätzliche Services, die von Microsoft bereitgestellt werden, wie etwa das Virenschutzprogramm MSE (Microsoft Security Essentials), nur auf originalen Windows-Systemen zur Verfügung stehen." Wer eine Original-Version von Windows 7 nutzt, der wird von dem Update nichts mitkriegen. Das Update, so verspricht es jedenfalls Microsoft, laufe dann still im Hintergrund. Ist das Update erst einmal installiert, dann überprüft es alle 90 Tage, ob eine Original-Version von Windows 7 eingesetzt wird. Dazu werden aktuelle Signaturen heruntergeladen, um neue Aktivierungs-Exploits erkennen zu können. Unbeabsichtigt veränderte, deaktivierte oder fehlende Lizenzdateien sollen durch das Update automatisch repariert werden.


Windows 7 hat Probleme mit großen SATA-Festplatten

Laut dem Knowledge-Base-Eintrag KB977178 ist nicht nur Windows 7 von dem Problem betroffen, sondern auch das auf demselben Kernel basierende Windows Server 2008 R2. Das Problem tritt auf, wenn im System eine große SATA-Festplatte (beispielsweise 1 TB) steckt und der Rechner in den Ruhezustand versetzt, aus dem Ruhezustand geweckt wird oder der Rechner reaktiviert wird. Dabei kann es zu einer der folgenden STOP-Fehlermeldungen kommen:

BEENDEN SIE 0X0000007A STOP 0 X 00000077 0X000000F4 BEENDEN

Das Problem tritt laut Angaben von Microsoft deshalb auf, weil die von Windows 7 (Windows Server 2008 R2) genutzten SATA-Festplatten-Treiber davon ausgehen, dass die SATA-Festplatte nach dem Reaktivieren des Rechners innerhalb von 10 Sekunden betriebsbereit ist. Große SATA-Festplatten würden allerdings oft längere Zeit benötigen und aus diesem Grund tritt der Fehler auf. Microsoft hat bereits einen Hotfix entwickelt, der das Problem löst. Allerdings wird der Hotfix noch nicht direkt zum Download angeboten, sondern muss bei Microsoft über diese Website angefordert werden. Dazu muss eine Mail-Adresse angegeben werden. Laut Angaben von Microsoft erhält man dann innerhalb von fünf Minuten eine Hotfix-Mail mit dem Link zu dem Download.


Einsteiger: Windows 7 auf dem Rechner installieren - Solo oder parallel?

Windows 7 ist am Donnerstag da: Und es ist mit so viel Vorschusslorbeeren bedacht worden wie kein anderes Betriebssystem von Microsoft zuvor. Vieles spricht für das neue Windows. Allerdings will nicht jeder gleich einen Rechner kaufen, auf dem das Betriebssystem installiert ist oder das bisher genutzte Windows auf dem noch flotten PC überspielen. Das muss auch nicht sein, denn Windows 7 lässt sich parallel zum bisherigen System auf dem Rechner einrichten.

Erst einmal muss sich der Nutzer für eine der drei in Deutschland erhältlichen Versionen entscheiden: "Home Premium", "Professional" oder "Ultimate". Erstere enthält zum Beispiel nicht die Möglichkeit zum Backup ins Netzwerk, und die Dateiverschlüsselung EFS fehlt. "Professional" und "Ultimate" haben diese Funktionen an Bord. Dafür fehlt der "Pro"-Edition und "Home Premium" die BitLocker-Verschlüsselung für Festplatten. Neu ist außerdem die Funktion "BitLocker to go". Damit lassen sich mobile Datenträger wie USB-Sticks vollständig verschlüsseln.

Die "Home Premium"-Variante dürfte dem Durchschnittsanwender genügen, auch, wenn er dann beispielsweise auf Konsolen verzichten muss, die - wie beispielsweise der Richtlinieneditor - unter anderem tiefe Eingriffe ins System ermöglichen. "Home Premium" enthält dennoch alle wesentlichen Funktionen und ist "gerade im Multimediabereich vollständig", schreibt der Autor Wolfram Gieseke in seinem gerade erschienenen Buch "Windows 7".

Windows parallel installieren - Partition anlegen

Um das neue Windows parallel installieren zu können, bedarf es etwas Vorbereitung: Dem Betriebssystem muss auf der Festplatte ein anderer Bereich zugeordnet werden als dem bestehenden. Der Nutzer kann sich den PC in diesem Zusammenhang wie ein Hotel mit vielen Einzelzimmern vorstellen. Dieses bietet vielen Gästen Platz, aber eben nicht allen im selben Zimmer. Die Zimmer heißen in diesem Fall Partitionen.

Intuitiv: Per Mausklick verteilen Anwender die Partitionen oder den freien Festplattenplatz um. Wer seinen Rechner mit vorinstalliertem Windows Vista gekauft hat, wird darauf in der Regel nur eine Partition vorfinden - die durch Vista belegt ist. Für Windows 7 muss er daher anbauen, also eine neue Partition anlegen. Und hier unterscheidet sich Vista von einem durchschnittlichen Hotelgast: Es meckert nicht, wenn das Zimmer verkleinert wird. Denn genau das passiert beim Anlegen einer neuen Partition: Die vorhandene wird verkleinert. Der neu geschaffene Platz wird formatiert und als Partition für Windows 7 bereitgestellt.

Unter Windows Vista ist diese Vorarbeit schnell getan. Denn der Windows-7-Vorgänger bringt die nötigen Mittel mit, um die Partitionen eines laufenden Systems zu verändern. Die Daten auf der zu verkleinernden Partition werden nicht angefasst - sofern sie nicht so klein gemacht wird, dass nicht mehr genügend Speicher vorhanden ist. In jedem Fall sollten Anwender jedoch ein Backup machen, bevor sie partitionieren. Die Partition für Windows 7 sollte nicht kleiner als 20 Gigabyte sein, rät Gieseke. Besser seien 40 GB.

Für XP-Umsteiger bedeutet Windows 7 mehr Aufwand

Mehr Aufwand muss betreiben, wer Windows 7 parallel zu XP auf den Rechner bringen will. Weil XP anders als Vista nicht über bordeigene Software zum Verändern der Partition verfügt, wird ein zusätzliches Programm benötigt. Das ist nicht billig - der Kaufpreis ab 30 Euro schmerzt besonders, wenn es nur ein-, zweimal verwendet wird.

Ist eine freie Partition angelegt, geht es mit dem eigentlichen Installieren von Windows 7 los. Das Installationsprogramm wird gestartet, indem der Rechner beim Hochfahren die DVD als Boot-Medium erkennt oder indem der Nutzer sie aus dem System auf dem Rechner heraus startet wie eine andere Anwendung.

Upgrade und "Benutzerdefiniert"

Windows 7 Migration, Upgrade oder Neuinstallation Das Installationsprogramm zeigt nach dem Start zwei Optionen: Upgrade und "Benutzerdefiniert". Letztere wird für die Parallel-Installation sowie für die komplette Neuinstallation von Windows 7 ausgewählt. Kurz darauf werden die zur Verfügung stehenden Partitionen aufgelistet - die leere ist die richtige für Windows 7. Im gleichen Bild finden sich erweiterte Optionen zur Installation, etwa das Laden von Treibern. Nach einem Klick auf "Weiter" werden die Daten von der DVD auf die Festplatte kopiert und installiert.

Während des Installationsvorganges wird der Rechner mehrmals neu gestartet - das ist kein Grund zur Beunruhigung. Wie lange die Prozedur dauert, hängt im wesentlichen von der Leistungsfähigkeit des Rechners ab. Auf einem halbwegs aktuellen PC ist die Sache nach einer halben Stunde erledigt.

Am leichtesten ist es, Windows 7 auf eine "nackte" Festplatte zu installieren. Ein echtes Upgrade, bei dem das System auf Windows 7 gebracht wird und die gespeicherten Daten erhalten bleiben, ist nur mit Vista möglich. Allerdings muss das Service Pack 1 installiert sein und die gekaufte Windows-7-Version mit der ursprünglichen irgendwie zusammenpassen. Das "Irgendwie"


7 Dinge, die wir in Windows 7 vermissen

Windows 7 erscheint am 22. Oktober 2009. Der Release Candidate (RC) überzeugt bislang mit einer großartigen Integrationsleistung: Die Funktionen sind nahtlos in die Oberfläche eingebaut, so dass der Benutzer intuitiv mit ihnen umgehen kann. Das gilt etwa für die Komponenten Virtualisierung, Bitlocker, Safeguard und Notfallsystem. Hinzu kommt, dass Microsoft den Code gründlich auf Leistung hin getrimmt hat und ganz auf eine funktionale Bedienung des Systems setzt. Hier darf es keine Abstriche mehr geben!

Dennoch gibt es aber auch 7 Dinge, die wir in Windows 7 vermissen:

1. Lizenzierung: Aktivierung absichern oder abschaffen!
Seit XP muss jede Windows-Installation bei Microsoft spätestens nach 30 Tagen aktiviert werden. Der Online-Schlüsseltausch soll die Anzahl der Raubkopien reduzieren. Beim aktuellen Release Candidate von Windows 7 ist es allerdings schon fast provozierend einfach, diese Aktivierung zu umgehen.

Schwacher Schutz: Prinzipiell überwacht der SPP-Benachrichtigungsdienst (Software Protection Platform) die Aktivierung der Lizenz. Wer den Dienst über die Oberfläche (services.msc) oder das eingebaute Kommandozeilen-Tool (sc) deaktiviert und die zugehörigen Dateien (Slui.exe, Sppuinotify.dll, Sppwinob.dll, Sppsvc.exe und Manifest-Dateien im Ordner SPP) nach der Rechte-Übernahme umbenennt oder löscht, muss nicht aktivieren.

Tricksen Sie nicht! Da hierfür weder ein Hack von Systemdateien noch ein Patch-Tool nötig ist, könnten gerade Privatnutzer regelrecht dazu verleitet werden, die Aktivierung abzuschalten. Etwa weil sie nur eine Windows-7-Lizenz besitzen und das System auch auf dem Zweit-PC oder Notebook nutzen möchten. Das Risiko ist groß, denn an jedem Patch-Day könnte ein Update den Dienst reaktivieren, und dann lässt sich Windows nur noch sehr eingeschränkt nutzen. Deshalb unsere Empfehlung: Finger weg von solchen Tricks!

Absichern oder abschaffen: Microsoft sollte zur finalen Version von Windows 7 die technische Hürde zur Umgehung der Aktivierung entweder so weit anheben, dass durchschnittliche Nutzer mit keiner oder nur wenig krimineller Energie sie nicht so einfach überwinden können. Oder der Hersteller schafft die Aktivierung ab und nutzt nur das ausgefeiltere WGA (Windows Genuine Advantage) für die Überwachung der Lizenz.

Heim-Lizenzen: Zusätzlich sollte Microsoft eine spezielle Heim-Lizenz (oder ein Lizenz-Upgrade) für die Home-Premium-Variante von Windows 7 anbieten. Sie könnte es Privatnutzern ermöglichen, Windows 7 etwa auf fünf Rechnern zu installieren. Damit würde in den Haushalten die Frage „Zahlen oder schummeln?“ hinfällig und die Zufriedenheit erhöht.

2. Backup: Complete PC-Sicherung muss auch Privatnutzern angeboten werden!
Sowohl unter Vista als auch unter Windows 7 stellt Microsoft eine komfortable Backup-Funktion für das gesamte System zu Verfügung. Die „Complete PC-Sicherung“ sichert alle Partitionen in eine Image-Datei. Bei Datenverlust oder einem System-Crash lässt sich die Sicherung über das Notfallsystem auf der Vista-/Win-7-DVD zurückspielen.

Sicherung im Netzwerk: Die „Complete PC-Sicherung“ von Windows 7 bietet eine zusätzliche Option an. Das Backup können Sie außer auf eine (externe) Festplatte oder eine DVD auch auf eine Netzfreigabe schreiben.

Backup nur für Große: Der Haken an der Sache ist aber, dass die „Complete PC-Sicherung“ wohl nur in die Büro-Versionen (Professional, Enterprise und Ultimate) von Windows 7 integriert wird. Der Home-Premium-Nutzer bleibt außen vor. Anders als die Nutzer der Büro-Versionen verfügt dieser aber nicht über eine unternehmenseigene IT-Infrastruktur mit Backup-Lösung, sondern muss sich selbst um seine Daten kümmern. Gerade hier würde diese Imaging-Funktion also am meisten Sinn ergeben.

Vom Windows Explorer bis zur Virtualisierung

3. Windows-Explorer: Die Windows-Oberfläche muss zuverlässiger werden!
Als Gesamtsystem ist Windows 7 stabil und zuverlässig – Bootprobleme und Blue Screens haben wir im Testbetrieb über all die Monate nicht gesehen. Trotzdem offenbart die eingebaute Zuverlässigkeitsüberwachung oft noch klägliche Werte von „2“ bis „3“ (auf der Skala von „0“ bis „10“ – je höher der Wert, desto besser).

Explorer-Crashes: Die Probleme des Internet Explorers 8 sind seit dem Win-7-Build 7000 (Januar 2009) größtenteils ausgeräumt. Zudem hat Microsoft angekündigt, Windows 7 in Europa ohne IE auszuliefern. Offenbar will man wettbewerbsrechtlichen Problemen von vornherein aus dem Weg gehen. Verursacher für die schwachen Zuverlässigkeitswerte sind auf unseren Test-PCs überwiegend „Appcrashes“ des Windows-Explorers. Unter Aero produziert er zudem einige Darstellungsfehler. Systemgefährdende Schwierigkeiten entstehen dadurch nicht, da der Explorer bei Bedarf automatisch neu startet. Trotzdem muss die finale Version diese Crashes aus der Welt schaffen.

4. Upgrade: Wir wollen von XP auf Windows 7 umsteigen können!
Laut Wikipedia lief XP im April dieses Jahres weltweit auf rund 63 Prozent der PCs, bei Vista sind es nur 24 Prozent. Somit werden voraussichtlich vermehrt XP-Nutzer auf Windows 7 umsteigen wollen. Obwohl Microsoft sowohl Vista- als auch XP-Nutzern günstigere Upgrade-Lizenzen anbietet, ist ein klassisches Upgrade von XP auf Win 7 technisch nicht möglich. Das bedeutet: XP-Nutzer zahlen zwar weniger, erhalten dann aber eine ganz normale Vollversion von Windows 7, die sie blank installieren müssen. Vista-SP2-Nutzer können ihr System hingegen ganz einfach aktualisieren.

Software und Profile umziehen: Microsoft liefert eine Lösung, mit der XP-Nutzer auf Win 7 umsteigen können. Es besteht aus dem „Windows Automated Installation Kit“ für Win 7 RC und dem „Microsoft Deployment Toolkit 2010“ (derzeit noch Beta). Dabei wird das Windows-Setup im Vorfeld so angepasst, dass zusätzlich gewünschte Anwendungen mitinstalliert und die eigenen Dateien und Einstellungen übertragen werden. Diese Prozedur ist jedoch recht kompliziert. Außerdem muss man die zwei genannten Pakete herunterladen. Die Migrationsfunktion sollte einfacher zu handhaben und direkt über die Windows-7-DVD zu nutzen sein.

Übrigens: Seit dem 26. Juni 2009 gibt es von Microsoft die „Windows 7 Upgrade Option“ . Wer sich von da an bis zur Veröffentlichung von Win 7 einen mit Vista vorinstallierten PC anschafft, erhält einen Gutschein für ein kostenloses Windows 7. Mit welchem Windows Sie eine Anwendung aufrufen, ist nur noch am Fensterrahmen erkennbar.

5. Virtualisierung: Die XP-Mode-Funktion bitte überall einbauen!
Ein weiteres Glanzstück der Integrationsarbeit ist der „XP Mode“. Microsoft hat hierbei die Virtualisierungs-Software Virtual PC so in Win 7 eingebettet, dass sie sich komplett über einen Shell-Ordner und einige Startmenü-Einträge bedienen lässt. Die Virtualisierung sorgt dafür, dass alle XP-Anwendungen auch unter Win 7 lauffähig bleiben. Die Software tut ihren Job, ohne vom Anwender gesehen zu werden.

XP muss dabei sein: Beim aktuellen Release Candidate müssen Sie die Virtualisierungsfunktion genauso wie das Windows-XP-Image erst übers Web nachladen. Wir halten es für unerlässlich, dass die finale Windows-7-Version die Virtualisierung und das XP-Image bereits mitbringt.

XP Mode für alle: Genauso wichtig wäre, die Komponente auch den Home-Premium-Nutzern anzubieten. Der XP Mode ist auch für Privatanwender nützlich und ein wichtiges Upgrade-Kriterium. Derzeit ist der XP Mode nur für die Versionen Professional, Enterprise und Ultimate geplant

Schutz und Navigation

6. PC-Schutz: Wir brauchen eine Steady-State-Funktion!
In den Betaversionen von Windows 7 hatte Microsoft erfolgreich die PC-Schutzvorrichtung Safeguard integriert. Es handelt sich dabei um „Mandatory-Profiles“. Damit lassen sich Benutzerkonten oder das System insgesamt komplett in einem bestimmten Zustand einfrieren: Normales Arbeiten ist möglich, aber das System verwirft alle Änderungen nach dem nächsten Start. Natürlich kann der Admin einen Ort definieren, wo das Speichern von Benutzerdateien erlaubt bleibt. Microsoft bietet diese Funktion unter dem Namen „Shared Computer Toolkit“, inzwischen als „Steady State“ bekannt, kostenlos zum Download an. Steady State 2.5 ist mittlerweile auch Vista-tauglich.

Safeguard fehlt: Ebenso überraschend wie unverständlich ist, dass Microsoft die Funktion Safeguard, die den Benutzerkonten in den Betaversionen von Win 7 zur Verfügung stand, wieder entfernt hat. Bis Oktober hat Microsoft nun zwei Möglichkeiten: Entweder kommt die für viele unverzichtbare Schutzfunktion wieder in das finale Windows 7, oder es gibt eine Version als freien Download. Derzeit lässt sich nämlich auch Steady State 2.5 nicht unter Windows 7 installieren, selbst wenn man in den Kompatilitätseinstellungen den Check der Windows-Version deaktiviert.
Im Explorer ist für den Anwender nicht mehr auf Anhieb erkennbar, ob er in einem Ordner arbeitet oder nur einen Link benutzt.

7. Ordnernavigation: Der Explorer muss durchschaubarer werden!
Ob sich Microsoft mit der Einführung der Junctions und Symlinks in Vista einen Gefallen getan hat, scheint zweifelhaft. Das Umlenken von Scheinordnern auf die tatsächlichen Roaming-Pfade ist nicht nur für Anwender verwirrend. Auch Programme, die versuchen, rekursive Dateilisten auf dem Systemlaufwerk zu erstellen, können in einer Endlosschleife scheitern. Doch Win 7 hat das Vista-Konzept bislang mit allen nachteiligen Konsequenzen übernommen.

Verwirrende Navigation: Bibliotheken in der Explorer-Navigationsleiste gehorchen anderen Regeln als die Favoriten an gleicher Stelle. Für einen normalen Anwender ist es nicht zu durchschauen, dass er hier im tatsächlichen Ordner arbeitet, bei den Favoriten jedoch nur einen simplen Link benutzt. Außerdem scheinen nicht verfügbare Bibliotheken-Ordner manchmal den Explorer zum Wackeln zu bringen. Obwohl es technisch möglich ist, eine (Teil-)Bibliothek auf ein USB- oder Netzlaufwerk festzulegen, ist dies derzeit nicht zu empfehlen. Hier ist eine klarere optische Abgrenzung der verschiedenen Navi-Elemente gefordert, damit der Nutzer weiß, was er gerade wo macht

Aus für XP und Vista

Tempotest: Windows 7 tritt gegen XP und Vista an.

Windows 7 kommt
Windows 7 steht in den Startlöchern, und es sieht ganz nach einem gelungenen System aus. So könnte diesem System gelingen, woran Vista gescheitert ist – nämlich XP als meistgenutztes Desktop-System zu verdrängen. Wir klären hier, ob, wann und wie Sie auf das neue System umsteigen können.

Welche Hardware brauchen Sie?
Bei Win 7 bricht Microsoft mit der Tradition, für jede neue Version höhere Anforderungen an die Hardware zu stellen. Wenn Sie einen PC haben, auf dem Vista läuft, dann läuft Win 7 darauf flüssiger. Falls Sie bislang einen XP-Rechner nutzen, können Sie sich an den Mindestanforderungen von Microsoft orientieren:

Diese Werte sind durchaus realistisch – mit Ausnahme des Plattenplatzes: Mindestens 25 GB sollten frei sein.

Können Sie auf Win 7 umsteigen?
Detaillierter erfahren Sie, ob Ihr PC wirklich für Windows 7 tauglich ist, wenn Sie den englischsprachigen Windows 7 Upgrade Advisor Beta von Microsoft ausführen. Nachdem das Tool Ihr System überprüft hat, zeigt es Ihnen an, ob Sie einfach auf Windows 7 upgraden können oder ob Sie es neu installieren müssen. Sie erfahren, ob Ihr PC alle Hardware-Anforderungen erfüllt und ob die verbundenen Peripheriegeräte später richtig funktionieren. Außerdem gibt es Infos darüber, welche der installierten Programme unter Windows 7 Probleme bereiten könnten.

Neues Windows oder neuer PC?

Der Umstieg von Vista: Wenn Sie derzeit Windows Vista nutzen, sollten Sie aus eigenem Interesse möglichst bald auf Windows 7 umsteigen. Dann können Sie produktiv und schnell arbeiten. Für den Wechsel spricht auch, dass Sie keinen neuen PC dafür brauchen und das Upgrade vorgesehen ist.

Der Umstieg von XP: Für zufriedene XP-Nutzer ist die Umstiegsansage nicht so eindeutig. Falls Ihr PC über die nötigen Leistungsreserven verfügt, sollten Sie über einen Wechsel nachdenken. Für XP erscheinen zwar noch bis April 2014 Sicherheits-Updates. Doch es hat fast neun Jahre auf dem Buckel und bietet deshalb nur einen Bruchteil der (Sicherheits-)Funktionen von Windows 7. Der Umstieg bedeutet jedoch auch einige Arbeit, da Sie Win 7 und somit auch Ihre gesamte Software neu installieren oder umständlich umziehen müssen.

Schwacher PC: Falls Ihr PC nicht leistungsfähig genug ist, sollten Sie eine Neuanschaffung nicht überstürzen. XP ist zwar alt, aber durchaus benutzbar. Wenn Sie sofort einen neuen PC kaufen möchten, dann achten Sie auf die „Windows 7 Upgrade Option“, damit Sie nicht zweimal zahlen müssen.

Windows 7 günstiger: Sie können aufgrund der speziellen rechtlichen Lage in Deutschland System-Builder-Versionen von Windows 7 unabhängig von Hardware kaufen. Wenn Sie auf ein Handbuch, die Verpackung und den Installations-Support von Microsoft verzichten können, zahlen Sie für eine solche finale Version von Windows 7 nur einen Bruchteil vom offiziellen Preis, der je nach Version zwischen 119 und 299 Euro beträgt.


Wer braucht Windows mit 64 Bit?

Die Sache mit den 64 Bit können Sie sich etwa so vorstellen: Je breiter der Briefkastenschlitz ist, desto größere Umschläge lassen sich einwerfen. Wenn Prozessor und Arbeitsspeicher (RAM) pro Takt nicht nur 32 Bit, sondern 64 Bit lange Anweisungen und Daten verarbeiten können, ist eine deutliche Leistungssteigerung möglich – dies zumindest theoretisch. Denn ein 64-Bit-fähiger Prozessor ist nicht zwingend schneller als sein 32-Bit-Pendant. Es spielen noch diverse andere Faktoren mit, wie etwa der Zwischenspeicher (Cache) oder die Taktfrequenz des Prozessors.

Dieses 32-Bit-Windows zeigt nur 3 GB RAM an, obwohl 4 GB installiert sindPro und Kontra: Hauptargument für ein 64-Bit-Windows ist der Umgang mit dem Arbeitsspeicher: Die 32-Bit-Versionen verwalten höchstens 4 GB RAM, Screen 1. Zudem kann keine Software mehr als 2 GB für sich beanspruchen. Ein 64-Bit- System überwindet beide Hürden. Es lassen sich mehr Programme gleichzeitig betreiben und mehr Daten pro Zeiteinheit verarbeiten.

Der Umstieg lohnt sich damit für alle, die Anwendungen mit großem RAM-Bedarf benutzen, etwa für CAD, 3D-Rendering oder große Datenbanken. Wer auf dem PC nur Office und Internetsoftware verwendet, wird von einem Umstieg wenig haben. PCs mit weniger als 4 GB RAM profitieren kaum. 64 Bit haben sich vor allem wegen verschiedener Altlasten noch nicht durchgesetzt. Aus Angst, ein geliebtes Stück Hard- oder Software könnte den Wechsel nicht mitmachen, bleiben die Anwender bei den bewährten 32-Bit-Systemen

Prüfen Sie die 64-Bit-Tauglichkeit

Die gute Nachricht: Praktisch alle neueren Prozessoren unterstützen die modernere 64-Bit-Architektur. Immer mehr Hardware-Hersteller veröffentlichen passende Treiber – ebenfalls für Billiggeräte. Nicht zuletzt sind die meisten 32-Bit-Programme auch unter 64 Bit lauffähig. Abgesehen davon, ist Arbeitsspeicher billiger als je zuvor.

Test bestanden: Hier lässt sich ein 64-Bit-Betriebssystem installierenBereit für 64 Bit: Sie finden sehr einfach heraus, ob Ihr System 64-Bit-tauglich ist. Öffnen Sie unter Windows Vista Systemsteuerung/System und Wartung; gehen Sie zu Leistungsinformationen und -tools. Unter der kleinen Liste klicken Sie auf Details anzeigen und drucken. Wenn bei "Systemtyp" der Eintrag "64 Bit-Betriebssystem" steht, ist ein solches bereits installiert.

Laut SiSoftware Sandra Lite ist dieser Prozessor 64-Bit-fähigFalls auf Ihrem PC ein 32-Bit-Vista läuft, entdecken Sie die Zeile "64 Bit-fähig" und dahinter den Eintrag "Ja". Verwenden Sie Windows XP, greifen Sie zum Gratis-Tool SiSoftware Sandra Lite. Nach der Installation wechseln Sie zu Hardware-Informationen und doppelklicken bei "Onboard Geräte" auf Prozessor(en). Wenn unter "Erweiterte Funktionen" hinter "AMD64/EM64T Technologie" ein "Ja" steht, sollte ein 64-Bit-Windows problemlos laufen.

Alle Komponenten müssen 64 Bit unterstützen

Drum prüfe, wer sich bindet: Vom Prozessor alleine hängt die Kompatibilität nicht ab. Besuchen Sie auch die Webseiten Ihrer Hardware-Hersteller. Für folgende Komponenten braucht es 64-Bit-Treiber: Chipsatz, Netzwerkkarte, Grafikkarte, Soundkarte; falls vorhanden auch für Webcam, Drucker, Scanner, Modem, Kartenleser, Infrarotschnittstelle, Touchpad, Bluetooth, TV-Karte, WLAN und Gamekontroller.

Klicken Sie sich außerdem auf der Microsoft-Seite zur Kompatibilität von Hardware zu Ihren Geräten durch. In den Details (unter dem Link "Learn more") finden Sie jeweils bei jedem Produkt einen separaten Reiter 64 Bit. Obwohl es noch kaum echte 64- Bit-Software gibt, sind die installierten Anwendungen im Gegensatz zur Hardware das kleinere Problem. Durchsuchen Sie die Seiten Ihrer Software-Hersteller nach Informationen über die Lauffähigkeit unter einem 64-Bit-Windows. Das Gros der gängigen Anwendungen (etwa Office XP, Firefox, Adobe Reader) wird keinen Ärger machen. Blick in die Zukunft: Auch das neue Windows 7 wird in einer 64-Bit-Variante erscheinen.


Das gibt es nur in Windows 7

Die Meinungen gehen auseinander. Die meisten Tester und Kritiker jubeln über bestimmte Windows-7-Komponenten – andere behaupten nüchtern, einige Freeware-Programme unter Vista und XP würden das Gleiche bringen. Damit nicht genug: Microsofts Namensgebung – etwa „Aero Peek“, „XP-Mode“ oder „Device Stage“ – macht es nicht einfacher, die neuen Funktionen in Windows 7 zu beurteilen. Klartext finden Sie hier: Wir zeigen, was hinter den klingenden Namen steckt, und stellen sieben Funktionsgruppen vor, die es so nur in Windows 7 gibt. Nutzer des neuen Systems werden täglich damit zu tun haben – und sie vielleicht bald nicht mehr missen wollen. Außerdem erfahren Sie, inwieweit die Features auch für XP und Vista nachrüstbar sind. Wir konzentrieren uns in diesem Artikel auf Systemeigenschaften, die jeder Anwender nutzen kann. Funktionen, die spezielle Hardware erfordern (Multitouch, Sensoren), spezielle Netzinfrastruktur (Branch Cache, Direct Access) oder spezielle Interessen voraussetzen (Powershell, Applocker), bleiben deshalb außen vor.

1. Komfortable Fensterverwaltung: Superbar und Aero Peek
Windows 7 bietet überzeugende Lösungen, viele Fenster und Tasks auf der begrenzten Monitorfläche zu verwalten. Ein Bündel neuer Funktionen macht die Windows-7-Fensterverwaltung zur produktivsten und elegantesten überhaupt. Für das Auswählen aus allen geöffneten Fenstern ist die Tastenkombination <Alt>-<Tab> die beste Lösung: Die angezeigten Vorschaubilder reichen zur ersten Orientierung. Beim Mouse-over – also beim Daraufzeigen mit der Maus ohne Klick – auf ein Vorschaubild greift die neue Funktion Aero Peek: Das Fenster wird in Originalgröße angezeigt, alle übrigen werden durchsichtig. Wer gerne mit den Cursortasten arbeitet, kann alternativ zu <Alt>-<Tab> mit <Win>-<T> die Tasks über die Taskleiste sichten.

Elegante und produktive Fensterverwaltung in Windows 7Wenn Sie unter Windows 7 gezielt die Unterfenster einer bestimmten Anwendung suchen – etwa von Explorer, Browser oder Bildprogramm –, dann ist in jedem Fall die Superbar (Taskleiste) die erste Wahl. Beim Mouse-over auf die Programm-Icons erscheinen Vorschaubilder der Anwendungsfenster. Ein weiteres Mouse-over in dieses Vorschaufenster löst auch hier wieder Aero Peek aus – alle übrigen Fenster treten als durchsichtige Rahmen zurück. Ein Klick in das gewünschte Vorschaufenster aktiviert die Anwendung. Das Arrangieren geöffneter Programmfenster auf dem Desktop ist wesentlich vereinfacht: Sobald Sie ein Fenster zum linken, rechten oder oberen Monitorrand ziehen, rastet es wie von allein an dieser Stelle ein (Aero Snap). Das „Abschütteln“ nicht benötigter Fenster (Aero Shake) verbessert ebenfalls die Übersicht: Indem Sie das aktive Fenster mit gedrückter Maustaste kurz hin und herbewegen, minimieren Sie die anderen. Weiterhin an Bord sind das seit Vista bekannte Flip 3D (<Win>-<Tab>) für das Wechseln des aktiven Fensters sowie die altbekannten Anzeigeoptionen nach Rechtsklick auf die Taskleiste. Fazit: Eine bessere Taskverwaltung finden Sie derzeit bei keinem anderen Betriebssystem: Kompakte Superbar, Fokussieren mit Aero Peek und Aero Shake, optisch unterstützter Einrasteffekt mit Aero Snap, renoviertes <Alt>-<Tab> und neues <Alt>-<T> unterstützen Sie im schnellen und geschickten Umgang mit Ihren Anwendungen. Das Nachrüsten älterer Win-dows-Systeme mit Zusatz-Tools kann den Lösungen von Windows 7 weder funktional noch ästhetisch das Wasser reichen.
Achtung: Auf Netbooks kann die Starter-Edition vorinstalliert sein. Sie beherrscht nicht alle hier beschriebenen Funktionen, da sie ohne Aero Glass kommt.

Navigation und Systemschutz

2. Neue Navigation: Sprunglisten, Bibliotheken und Suchoptionen
Die Navigation im Dateisystem, also das Suchen und Laden von Programmen oder Benutzerdateien, gehört zu den häufigsten Aufgaben im PC-Benutzeralltag. Windows 7 bietet auch hier eine Reihe neuer Möglichkeiten. Das System verteilt das Starten von Anwendungen auf zwei Bedienelemente: Das Startmenü behält seine Rolle, aber die allerwichtigsten Programme lassen sich jetzt auch dauerhaft an die Superbar (Taskleiste, siehe Punkt 1) anheften. In der Superbar und im Startmenü werden Benutzerdateien in Jumplists oder Sprunglisten angezeigt. Windows 7 speichert für jede Anwendung die zuletzt geladenen Dateien. Außerdem kann der Anwender wichtige Einträge dauerhaft an die Liste einer Anwendung heften – nützlich etwa beim Windows Explorer, beim Browser oder für Systemsteuerungs-Applets.

Virtuelle Sammelordner: Bibliotheken fassen Ordner thematisch zusammen.Eine weitere exklusive Komponente sind virtuelle Sammelordner – die Bibliotheken (siehe auch Punkt 5). Damit fasst der Explorer Ordner von unterschiedlichen Speicherorten (Festplatten, Netzwerk) unter einem thematischen Namen (wie „Bilder“) zusammen. Die lokalen Dateien der Bibliotheken werden automatisch indiziert, also von der verbesserten Windows-Suche (Version 4) erfasst. Bibliotheksordner aus dem Netzwerk müssen auf dem Netz-PC indiziert sein, andernfalls lehnt sie der Explorer ab. Eine Suche in Bibliotheksordnern aus dem Netz ist also Auslöser für die Windows-Suche auf dem Netz-PC. Windows 7 kann Suchportale aus dem Web direkt in den Windows-Explorer integrieren. Dieser Search Federation genannte Suchverbund erfordert nur den Download und Integration einer kleinen OSDX-Datei. Fazit: Superbar mit Sprunglisten, Bibliotheken, Windows Search 4 und Search Federation – das sind nützliche Erweitrungen und graduelle Verbesserungen. Auch der Navigationsbereich sowie neue Ansichts- und Gruppierungsoptionen im Explorer sind so nur in Windows 7 anzutreffen. Dennoch: Das Meiste aus diesem Bereich können Sie in älteren Windows-Systemen mit Freeware, Scripts und NTFS-Verlinkung annähernd auch erzielen.

3. Getunter Systemschutz: Firewall, Zweitsystem & Co.
Windows 7 basiert auf Vista und setzt dessen Sicherheitskonzepte fort. Trotzdem gibt es eine Reihe neuer Funktionen – zum Teil unscheinbar, zum Teil mit deutlicher Auswirkung auf den Benutzeralltag. Die generell entschärfte und jetzt außerdem skalierbare Benutzerkontensteuerung (UAC) gibt wenig Anlass, sie genervt zu deaktivieren. Die Stufe ohne Abblenden des Desktops bietet bei geringer Belästigung immer noch ausreichende Sicherheit. Die Windows-Firewall verwaltet unter Windows 7 gleichzeitig mehrere Profile: Das ist nützlich für Notebooks, deren Netzwerkstandort wechseln kann. Je nachdem, wo und wie das Gerät verwendet wird, nutzt die Firewall das passende Profil. Ein Eingreifen des Anwenders ist, anders als bei Vista, nicht mehr notwendig. Bei Wechseldatenträgern verzichtet Windows 7 zugunsten der Sicherheit auf einen riskanten Bedienkomfort: Der Autoplay-Dialog von USB-Medien zeigt ausführbare Programme auf dem USB-Datenträger nicht mehr an. So starten Sie auf keinen Fall versehentlich einen Schädling.

Ein verbesserter Service bei Systemwiederherstellung in Windows 7.Die Systemwiederherstellung führt genau Protokoll und informiert Sie auf Wunsch („Nach betroffenenen Programmen suchen“), welche Programme das Zurücksetzen auf einen älteren Zustand löschen würde. Das erlaubt die gezieltere Auswahl eines Wiederherstellungspunktes, der das aktuelle Problem löst, ohne zu viel Nacharbeit zu erfordern. Windows 7 installiert das Zweitsystem Win RE (Windows Recovery Environment) beim Setup auf die Systempartition (\Revocery). Win RE können Sie beim Booten mit der Taste <F8> und der Option „Computer reparieren“ starten. Zusätzliche externe Datenträger mit Win RE lassen sich mit Recdisk.exe einrichten („Systemreparaturdatenträger erstellen“). Die Kernel-Funktion Safe Unlinking soll Hackern das Ausnutzen von Pool-Overruns erschweren. Windows 7 macht jetzt stets eine Plausibilitätsprüfung, bevor ein Speichersegment im Kernel für neuen Code freigegeben wird. Fazit: Windows 7 erhöht sowohl die Systemsicherheit als auch den Bedienkomfort. Hinzu kommt das neue Wartungscenter, das Sicherheits- und Wartungsmeldungen übersichtlich bündelt. Einen Teil dieser Funktionen können Sie übrigens in älteren Windows-Versionen nachrüsten (alternative Firewall, UAC-Ersatz, Bart PE).

Datenschutz und Heimnetz

4. Datensicherheit und Schutz: Bitlocker und Schattenkopien
Microsoft zeigt sich seit Jahren konsequent geizig, wenn es um die Datenschutzfunktionen bei den Home-Versionen geht. Auch bei Windows 7 gibt es komfortable Verschlüsselungstechniken erst ab der Professional-Variante, einige gar erst ab der Enterprise-/Ultimate-Version. Im Bereich Datensicherheit aber leistet schon Home Premium mehr als jedes frühere Windows. Die EFS-Verschlüsselung (Encrypting File System) bietet sicheren Schutz, solange kein Unbefugter die lokale Kontrolle über das Konto erringt – also sich mit Ihrem Konto am Rechner anmelden kann. Ab Windows 7 Professional gibt es eine Registerkarte im Explorer, um Ordner und Dateien zu verschlüsseln. Home Premium kann EFS ebenfalls, aber nur mit dem unbequemen Kommandozeilen-Tool Cipher. Funktionsmäßig gibt es beim EFS keine Änderung gegenüber XP und Vista.

Bitlocker arbeitet notfalls auch ohne TPM-Chip auf der Hauptplatine.Die Laufwerksverschlüsselung Bitlocker ist unter Windows 7 gegenüber Vista erweitert und arbeitet auch mit portablen USB-Datenträgern zusammen (Bitlocker To Go). Bitlocker ist unschlagbar komfortabel in der Bedienung über Laufwerks-Kontextmenüs, bleibt aber den Enterprise-Firmenkunden und Ultimate-Käufern vorbehalten. Möchten Sie Datenpartitionen verschlüsseln, können Sie Bitlocker problemlos und ohne Vorbereitung verwenden. Das Verschlüsseln der Systempartition ist anspruchsvoller und erfordert eigentlich ein Trusted Platform Module (TPM) auf der Hauptplatine. Wenn auf älteren Rechnern ein solches TPM fehlt, hilft aber notfalls auch noch ein Eingriff in die Gruppenrichtlinien (Gpedit.msc). Dann speichert Bitlocker den Schlüssel statt auf das TPM auf einen USB-Stick. Mit Schattenkopien können Sie verlorene Dateien wiederherstellen oder ältere, bessere Dateiversionen restaurieren. Der Umfang der gesicherten Daten richtet sich nach den GB-Werten, die unter „Computerschutz“ für die Partitionen eingestellt sind. Das Zurückschreiben funktioniert durch Rechtsklick auf einen Ordner und die Option „Vorgängerversionen wiederherstellen“. Bis Vista gab es Schattenkopien nur für Enterprise und Ultimate, unter Windows 7 gibt es sie auch für die Home-Varianten. Eine komplette Systemsicherung gibt es bereits in Windows Vista, dort allerdings nur in der Business- und Ultimate-Variante. Bei Windows 7 enthalten nun alle, auch die Home-Varianten, die Option „Systemabbild erstellen“. Fazit: Windows 7 Enterprise und Ultimate haben das umfassendste Angebot hinsichtlich Datenschutz und Datensicherheit. Weder ältere Windows-Systeme noch andere Betriebssysteme können da mithalten. Unter Home Premium ist immerhin die Datensicherheit deutlich ausgebaut. Für EFS, Bitlocker und das Systemabbild finden Sie funktional gleichwertige Alternativen auch für XP und Vista: 7-Zip, Truecrypt und Drive Backup. Allerdings erreichen diese Tools weder die Systemintegration noch den Bedienkomfort von Windows 7. Freigabe in Heimnetzgruppen

5. Daten jetzt einfacher zu Hause im Netz: Heimnetzgruppe und Bibliotheken
Wer zu Hause ein Netzwerk betreut, muss lokale Rechte und Netzrechte so abstimmen, dass die richtigen Daten für die richtigen Personen zugänglich sind. Windows 7 macht es leichter: Der Home-Admin muss sich um NTFS-Rechte nicht mehr kümmern. Die Heimnetzgruppe vereinfacht die Medienfreigabe: Wenn als Standort „Heimnetzwerk“ eingestellt ist, entsteht auf jedem Windows-7-PC mit wenigen Klicks eine Heimnetzgruppe. Mit dem automatisch generierten 10-stelligen Kennwort treten dann die übrigen PCs der Gruppe bei. Als Standardfreigaben bietet Windows 7 die Standardbibliotheken des jeweiligen Systems an (Bilder, Musik, Videos, Dokumente). Zusätzliche Freigaben sind möglich. Beim Erweitern der Bibliotheken fragt Windows 7 nach, ob der hinzugefügte Ordner auch für das Netzwerk freigegeben werden soll. Das Konzept ist dem normalen NTFS-Rechtesystem übergestülpt und basiert auf dem neuen Standardkonto HomeGroupUser$. Fazit: Die Heimnetzgruppe bedeutet eine erhebliche Vereinfachung für alle Amateur-Admins. Allerdings glauben wir nicht, dass der Zusammenhang der Netzfreigabe mit den Bibliotheken jedem sofort einleuchtet. Eine Schwäche des Systems: Vorerst können sich nur Windows-7-PCs auf diesem Weg austauschen.

Virtuelle Festplatten und Kompatibilität

6. Virtuelle Festplatten: Per Gratis-Update gibt’s viel mehr als den XP Mode
Virtuelle Festplatten in Microsofts VHD-Format werden oft nur im Zusammenhang mit der zugehörigen Virtualisierungs-Software erwähnt. Zu Unrecht: VHDs bieten deutlich mehr. Ab der Professional-Variante erhalten Windows-7-Anwender ein Gratis-Update (KB958559), das eine Virtualierungsumgebung integriert. Hier gibt es – ebenfalls kostenlos – eine XP-SP-3-VHD. Damit erhalten Sie eine sofort lauffähige XP-Umgebung: Dieser XP-Mode dient als Ausweg bei Kompatibilitätsproblemen. Der Begriff „XP-Mode“ macht aber nicht deutlich, dass das Update eine vollständige Virtualierungsumgebung liefert – damit können Sie auch eigene Systeme auf VHD-Images erstellen. Windows 7 Enterprise und Ultimate können VHDs booten. Dafür braucht es lediglich einen vorbereitenden Sysprep-Befehl und einen Eintrag im Bootmanager (mit Bcdedit).

Virtuelle Festplatten im VHD-FormatFür das Laden und Erstellen von VHD-Images genügt die Home-Variante. Sowohl die Datenträgerverwaltung als auch das Tool Diskpart beherrschen diese Aufgabe. Das ist zum Beispiel hilfreich, um ein gespeichertes Systemabbild zu laden und einige Dateien ins Hauptsystem zu kopieren. Denn die Windows-Sicherung verwendet ebenfalls das VHD-Format. Vom Anwender erstellte VHDs können ferner als handliche und transportable Datenpartitionen dienen. Fazit: Microsoft hat 2005 das VHD-Format für virtuelle Festplatten offengelegt. Jede namhafte Virtualisierungs-Software wie Vmware oder Virtual Box kann mit VHD-Images umgehen. Integration und Komfort der virtuellen Platten sind in Windows 7 allerdings unerreicht. Jedes Windows 7 kann mit VHDs umgehen. Virtualisierung mit XP-Mode gibt es aber erst ab Professional, den vollen VHD-Spaß liefern nur Enterprise und Ultimate.

7. Verbesserte Kompatibilität: Installieren leicht gemacht
Unter Windows 7 sollte es kaum unlösbare Kompatibilitätsprobleme geben. Mit einer Reihe von Maßnahmen hat Microsoft in seinem neuen System solche Probleme von vornherein minimiert, weitere Hilfsmittel helfen notfalls beim Workaround. Hardware: Im Idealfall, der auf Standard-PCs keineswegs selten ist, zeigt der Geräte-Manager nach der Installation sofort eine weiße Weste: Die komplette Hardware wurde erkannt und eine weitere Treibersuche entfällt. Wo ein Treiber fehlt, gelten folgende Regeln: Alle Vista-Treiber sind voll kompatibel mit Windows 7, da sich das Treibermodell gegenüber Vista nicht geändert hat. Bei älteren Geräten, für die der Hersteller nur Windows 2000/XP-Treiber anbietet, kommt es auf den Versuch an. Windows 7 akzeptiert nicht alle XP-Treiber – und nicht alle, die sich klaglos installieren lassen, führen danach auch zu reibungslosem Betrieb. Solche Probleme sind aber selten. Im äußersten Notfall hilft die Treiberinstallation im XP-Mode (nur in Professional, Enterprise und Ultimate). Software: Unter Windows 7 sollte jede Software funktionieren, die auch unter Vista läuft. Ausnahmen sind derzeit lediglich einige systemnahe Sicherheitsprogramme wie Antiviren-Software oder Firewalls – doch von ihnen wird es rechtzeitig Updates geben. Ferner gibt es kaum Gründe, warum Windows 2000/XP-kompatible Programme nicht laufen sollten. Alte Pfade wie „Dokumente und Einstellungen“ oder „Anwendungsdaten“ werden über Scheinordner (Junctions) in die neuen Systemordner umgelenkt. Wie schon unter Vista empfiehlt sich bei jeder Installation die Ausführung als Administrator.

Kompatibilitätsassistent bei Software-ProblemenEiner möglichen Setup-Hürde bei älteren Programmen geht Windows 7 durch die Wahl der internen Versionsnummer 6.1 aus dem Weg. Jedes Installationsprogramm, das als Hauptversionsziffer eine „6“ akzeptiert (Vista hat die „6.0“), wird auch unter Windows 7 starten. Setup-Programme, die genauer nachschauen, können mit folgenden Hilfsmitteln überredet werden: Windows 7 erweitert die Registerkarte „Kompatibilität“ für ausführbare Dateien. Hier können Sie jedes Windows von Windows 95 bis Vista SP 2 für den Kompatibilitätsmodus einstellen. Hinzu kommt im Wartungscenter die „Windows-Problembehandlung für die Programmkompatibilität“. Es handelt sich um einen interaktiven Assistenten, der letztlich das Gleiche leistet wie die genannte Registerkarte, dabei aber durch Vorschläge und Testläufe die Entscheidungen des Anwenders erleichtert. Schließlich bleibt ab der Pro-Version auch bei Software-Problemen als letzter Ausweg der XP-Mode.

Fazit: Unter Strich unterstützt Windows 7 die Software der letzten 20 Jahre und die Hardware der letzten 10 Jahre. Ausnahmen wird es immer geben, aber ein anderes modernes Betriebssystem mit dieser breiten Abwärtskompatibilität werden Sie nicht finden.