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WINDOWS-ME |
| Übergewicht |
Darf's ein bisschen mehr sein? Während Windows 98 und Windows ME RAM mit mehr als 512 MByte gar nicht erst akzeptieren, geben sich Windows 2000 und XP der Speicherfülle gegenüber gelassen.
Bringt Windows XP mehr Systemleistung als die Vorgängerversionen? Um das herauszufinden, haben wir das neue Microsoft Betriebssystem im Testlabor gegen Windows 98 SE, Windows ME und Windows 2000 antreten lassen. Windows XP vereint die beiden Linien Windows-9X- und den Windows-NT-Kernel und kann deshalb sowohl mit FAT (File Alocation Table) als auch mit NTFS (NT File System) umgehen. Es hat von Haus aus zwei Dateizuordnungstabellen für beide Dateisysteme. Wir haben Windows XP daher auch mit beiden Systemen getestet. Windows 98 SE und Windows ME starteten hingegen nur mit FAT32, Windows 2000 nur mit NTFS.
Alle Betriebssysteme mussten in unserem Labor folgende zwei Leistungstests bestehen:
Die Testplattform besteht aus einem Pentium III/600e, einem Tyan Trinity 4000 Board mit VIA-Chipsatz, einer Ultra-ATA-Festplatte DTLA-307015 von IBM und einer 3d Prophet Grafikkarte von Hercules mit nVidia GeForce-256-Chip und 32 MByte DDR-Speicher. Als RAM-Speicher wurden wahlweise 128, 256, 512 und 1 GByte PC-133-Speicher verwendet.
Windows 98 SE und Windows ME weigern sich, mit
mehr als 512 MByte RAM zu arbeiten. Deshalb muss ein Wert in der
system.ini hinzugefügt werden. Die system.ini öffnen Sie
entweder im Windows-Ordner mit einem Doppelklick, oder Sie tippen
unter Start/Ausführen den Befehl sysedit und wählen die Datei
system.ini. Hinter dem Eintrag [vcache] fügen Sie folgende Zeile
ein:
MaxFileCache=524288
Die Größe ist in Bit eingegeben. Sichern Sie Ihre Einstellung
mit Datei/Speichern. Erst dann lässt sich unter Windows 98 SE
und ME mit 1 GByte RAM arbeiten.
Wie die Tabelle hier zeigt, bringen andere Tuning-Tricks beim Benchmark keinen Unterschied. Im Einzelnen aufgezählt:
MinFileCache=xxxx
MaxFileCache=yyyy
ChunkSize=512MaxPagingFileSize=xxxx
MinPagingFileSize=yyyyConservativeSwapfileUsage=1 HKEY_LOCAL_MACHINE\Software\Microsoft\
Windows\CurrentVersion\Explorer| Windows ME/2000/XP: Was macht die Datei THUMBS.DB? |
Problem:
Auf Ihrem Windows-ME-PC ist Ihnen eine Datei mit dem Namen THUMBS.DB aufgefallen. Sie taucht in einer ganzen Reihe von Verzeichnissen auf. Wozu dient diese Datei, handelt es sich gar um einen Virus?
Lösung:
Seit Windows 2000 und dann auch in den Versionen ME und XP finden Sie im Explorer unter "Ansicht" die neue Option "Miniaturansicht". Damit lassen sich Bilddateien als Minibilder, also "Thumbnails", direkt im Explorer anzeigen.
Sobald Sie diese Option für den ganzen Ordner aktiviert haben, legt Windows im betreffenden Verzeichnis die Datei THUMBS.DB an. Sie enthält eine verkleinerte Ansicht sämtlicher Bilddateien dieses Ordners. Dadurch wird die Bildvorschau schneller angeboten.
Für Besitzer von großen Bildarchiven ist dieser Service durchaus sinnvoll - außer Sie bevorzugen die Browse-Funktion Ihrer Bildbearbeitung.
Wenn Sie Speicherplatz sparen wollen, können Sie die Thumbs-Dateien ohne Probleme löschen. Allerdings legt Windows sie bei jeder neuen Thumbnail-Vorschau automatisch wieder an.
Sie wollen durch Ihre Bilder browsen, aber die Miniaturansichten nicht speichern? Das geht nicht unter Windows ME, sondern nur unter 2000/XP. Wählen Sie hier im Explorer "Extras, Ordneroptionen, Ansicht", und aktivieren Sie die Option "Miniaturansichten nicht zwischenspeichern".
Übrigens:
Standardmäßig sind die Thumbs-Dateien mit dem Attribut "Versteckt" versehen. Deshalb zeigt der Explorer sie nur an, wenn im selben Dialog die Option "Alle Dateien und Ordner anzeigen" aktiviert ist.
| Windows ME: Systemwiederherstellung mit Rettungsdiskette |
Problem:
Nach einem Systemabsturz können Sie ihren Rechner nicht mal mehr im abgesicherten Modus starten. Sie haben unter Windows ME mehrfach die Systemwiederherstellung gestartet und sind seither davon ausgegangen, dass iSie jederzeit zu einem funktionierenden Systempunkt zurückkehren können. Nun sehen Sie aber keine Möglichkeit, an die Systemwiederherstellung zu gelangen. Gibt es einen Ausweg?
Lösung:
Die Windows-ME-Systemwiederherstellung setzt tatsächlich ein noch funktionierendes System voraus. Sie können in Ihrem Fall nur hoffen, dass die Oberfläche und die System-Shell an dem Blackout schuld sind.
Dann hilft nämlich noch folgender Trick: Starten Sie den Rechner mit der Rettungsdiskette, wobei die Option "Minimales System starten" ausreicht.
Sie gelangen anschließend zur DOS-Eingabeauforderung. Geben Sie dort den Befehl
edit %winbootdir%\system.ini
ein (Für %winbootdir% setzten Sie bitte den Windows-Pfad ein).
Im Abschnitt [boot] finden einen Eintrag "Shell=explorer.exe".
Ersetzen Sie diese Zeile durch shell=c:\windows\system\restore\rstrui.exe Den Pfad müssen Sie gegebenenfalls anpassen.
Danach speichern Sie die INI-Datei. Entfernen Sie nun die Rettungsdiskette aus dem Laufwerk, und starten Sie den PC neu.
Ist noch nicht alles kaputt, erscheint statt der gewohnten Oberfläche die Systemwiederherstellung. Hiermit können Sie zu einen früher abgelegten Systemzustand zurückkehren.
| Win ME: Update oder Neuinstallation? |
Möchten Sie von Windows 98 auf Windows ME umsteigen? Eine Neuinstallation ist im Idealfall die beste Lösung. Jedoch gibt es auch Gründe für ein Update unter Windows 98.
Wenn Sie Zeit haben, Ihr System komplett neu zu installieren, dann sollten Sie dies vorziehen. Ein neu eingerichtetes Windows ist erfahrungsgemäß am stabilsten. Allerdings sollten Sie zunächst auf jeden Fall prüfen, ob es für Ihre komplette Hardware ME-Treiber gibt.
Unter www.microsoft.com/hcl/default.asp können Sie nachsehen, welche Komponenten Microsoft schon auf ihre Kompatibilität zu Windows ME geprüft hat. Eine große Sammlung aktueller Treiber finden Sie in unserer Treiberdatenbank. Zusätzlich können Sie auf den Internet-Seiten der Hardware-Hersteller nach ME-Treibern suchen.
Falls es für Ihre gesamte Hardware Treiber gibt, können Sie Windows ME neu installieren. Andernfalls ist es einfacher, Windows ME über das bestehende Windows 98 zu installieren. Dabei übernimmt Windows ME nämlich die alten Treiber und deren Einstellungen - in aller Regel anstandslos. Bei der Neuinstallation kann es hingegen vorkommen, dass ME sich weigert, solche Treiber zu integrieren - obwohl die Hardware damit unter dem System anstandslos läuft.
Wenn bei der Konfiguration doch noch etwas schief läuft, können Sie dann über die De-Installationsroutine von Windows ME immer noch zum alten Windows zurückkehren.
| Registry-Sicherung unter Windows 2000 |
Problem: Unter Windows NT 4 konnten Sie mit dem Programm RDISK.EXE eine Sicherungskopie Ihrer Registry erstellen. Diese Kopie wurde automatisch auf die Notfalldiskettte übertragen. Nach dem Upgrade auf Windows 2000 finden Sie das Programm nicht mehr.
Lösung: Unter Windows 2000 gibt es RDISK.EXE nicht mehr. Um die Registry zu sichern, rufen Sie stattdessen "Programme, Zubehör, Systemprogramme, Sicherung" auf - das Backup-Programm für Windows 2000 startet. Anschließend müssen Sie im Menü "Extras" den Punkt "Notfalldiskette erstellen" auswählen. Legen Sie eine leere Diskette ein, aktivieren Sie das Kontrollkästchen, und bestätigen Sie mit "OK". Sie können das Erstellen der Notfalldiskette übrigens auch als Teil eines allgemeinen Backup-Vorgangs einbinden.
Zu Windows NT 4 gibt es noch weitere Unterschiede: Das Backup-Programm sorgt nicht mehr für die automatische Formatierung der Diskette, so dass Sie diese vorher löschen müssen. Obwohl es der Name des Menüpunkts anders vermuten ließe, sichert Windows 2000 die Registry auch nicht mehr auf der Notfalldiskette, sondern nur noch im Verzeichnis "%windir%\Repair". Auf die Notfalldiskette gelangen lediglich die Dateien AUTOEXEC.NT, CONFIG.NT und SETUP.LOG. Die ersten beiden Dateien sind relativ unwichtig; sie werden nur von der MS-DOS-Emulation verwendet. Die letzte Datei brauchen Sie aber unbedingt, falls Sie mit Hilfe der Windows-2000-CD versehentlich gelöschte oder beschädigte Systemdateien wiederherstellen wollen. Sie sollten daher auf die Notfalldiskette keinesfalls verzichten.
| Windows 2000 - Eingabe der Seriennummer |
Problem: Das Windows-2000-Setup fragt nach einer 25-stelligen Seriennummer, die sich auf der CD-Box befindet. Diese Prozedur ist umständlich, und die lange Zahl lädt zum Vertippen ein. Wenn Sie nicht von CD installieren, sondern von der Festplatte, müssen Sie außerdem zuerst die CD-Box auftreiben, um die Nummer parat zu haben.
Lösung: Microsoft hat sich bei der Gestaltung der Seriennummer nicht viel Mühe gegeben. Das Setup akzeptiert nämlich nicht nur die offizielle (knifflige) Zeichenkolonne von der CD-Box, sondern auch eine durchlaufende "7" (77777-77777-77777-77777-77777). Eine weitere Kurzvariante: Wenn die ersten fünf Stellen korrekt eingegeben sind, ist das Setup schon zufrieden, wenn der Anwender die CD-Box beiseite legt und diese fünf Stellen in die vier restlichen Felder kopiert (etwa HVBJM-HVB JM-HVBJM-HVBJM-HVBJM). Von diesem Phänomen hat uns ein Leser verwundert berichtet. Wir konnten es unter anderem mit OEM-Versionen nachvollziehen. Bei der 120-Tage-Demoversion funktioniert die Abkürzung hingegen nicht.
| DOS for ME (and YOU) |
Quellcode & Ersatz-Exe
Wir haben Setup-Datei und WININIT.BIN auch im
Quellcode in das Archiv gepackt. Damit erhalten Sie nicht nur
Einblick in deren einfache Arbeitsweise, sondern können sie auch
verändern.
Notwendig ist eine Code-Anpassung aber in keinem uns bekannten
Fall. Sie finden die alternative Datei
"WININIT(optimiert).BIN" ebenfalls im Archiv DOS4ME.
Wenn Sie diese speicheroptimierte Variante als WININIT.EXE
einsetzen, erhalten Sie im DOS-Modus mindestens 550 KB freien
DOS-Speicher (mit der Standarddatei unter 500 KB). Diese Variante
produziert aber mitunter "Memory Allocation Errors".
Wenn Sie mit dem Speicher auskommen, der Ihnen bei der
Standarddatei zur Verfügung steht, sollten Sie auf Experimente
mit der aggressiveren Variante verzichten.
Für den Windows-Betrieb spielt das DOS natürlich keine Rolle -
egal, welche der beiden Varianten Sie verwenden.
Hintergründe
Was Sie jetzt können, und warum das Microsoft
missfällt
Glauben Sie Microsoft tatsächlich, dass der DOS-Modus
verschwinden musste, damit Windows fünf Sekunden schneller
startet? Oder weil DOS-Treiber Windows ME instabil machen?
Die wahren Gründe: Windows ME sollte erstens wie ein schlankeres
Windows 2000 aussehen, und zweitens: Die einzig technisch
interessante Neuerung, die Systemdatei-Überwachung, sollte
möglichst wasserdicht sein.
Mit DOS4ME ist es nicht nur symbolisch vorbei mit der DOS-freien
Mogelpackung, Sie können damit 1. jedes ältere DOS-Programm
starten, das in der DOS-Box unter Windows ME nicht oder nicht
richtig laufen will. Dazu gehören Diskeditoren (etwa Nortons
Diskedit), Partitionierungs-Software (etwa Partition Magic 6.0),
DOS-Spiele oder Antiviren-Programme. Das bedeutet konkret: Sie
sparen Geld, weil Sie kein Update benötigen.
2. jeden DOS-Treiber laden, sofern dieser das Laden auf
Kommandozeile zulässt. Nur Treiber, die das Laden in der
CONFIG.SYS voraussetzen, bleiben außen vor.
3. mit Regedit (auch "regedit /d...") auf die Registry
zugreifen und auf diesem Weg ein nicht mehr startendes Windows
reparieren - ohne Bootdiskette.
4. Dateien manipulieren, die Windows ME normalerweise rigide
überwacht (was Vorteile, aber auch Risiken birgt).
Fazit: Windows ME ist eben doch eher ein großes Windows 3.1 als
ein kleines Windows 2000.
SETUP.EXE & WININIT.BIN
Die bisherige Beschreibung genügt kundigen
Anwendern wahrscheinlich, um sich selbst einen Real-Mode-Prompt
zu basteln.
Diese Mühe ist aber nicht notwendig:Wir haben für Sie alle
nötigen Dateien in das Archiv DOS4ME gepackt.
Wenn Sie die darin enthaltenen Dateien in ein Verzeichnis
entpacken, bekommen Sie eine Datei SETUP.EXE, die alles
Notwendige automatisch übernimmt:
-Umbenennen der WININIT.EXE in WININIT2.EXE
-Kopieren der WIN-INIT.BIN als WININIT.EXE auf die Platte
-Patch der COMMAND.COM (falls nötig)
-Anlegen einer leeren WININIT.INI (falls nötig)
Künftige Real-Mode-Shell ist die neue WININIT.EXE, von der aus
Sie nach Wunsch zum DOS-Prompt starten können. Die
ursprüngliche WININIT.EXE (jetzt WININIT2.EXE) erledigt dabei
weiterhin ihre Arbeit: Sie wird - falls erforderlich -
automatisch aufgerufen.
Die Wininit-Shell startet nur, wenn die gleichnamige INI-Datei
vorliegt. Unser Programm legt diese WININIT. INI ebenfalls an.
Nur einen Schritt müssen Sie noch selbst ausführen - den Aufruf
der WININIT.EXE unter Windows.
Wir wollten es Ihnen selbst überlassen, ob Sie den Real Mode als
Systemstandard oder als Option einsetzen: Wenn Sie beim PC-Start
immer nach dem DOS-Modus gefragt werden möchten, legen Sie nach
dem Setup einen Link zur WININIT.EXE im Autostart-Ordner an.
Brauchen Sie den DOS-Modus nur hin und wieder, genügt ein Doppelklick auf die WININIT.EXE im Windows-Verzeichnis.
Dos für Windows -ME