
| Der XP-Setup-Vollautomat |
Da Windows XP das nach wie vor am meisten verwendete Betriebssystem ist, beschreiben wir die automatisierte Installation am Vorgänger von Vista. Im Prinzip funktioniert das Erstellen der automatischen Setup-DVD für Vista ähnlich, allerdings sind die Möglichkeiten dort (noch) etwas beschränkt. Wie Sie eine solche DVD erstellen, Starten wir also mit Windows XP!
Windows neu installieren zu müssen, ist wahrlich keine Freude. Schnell ist ein ganzer Tag herum, bis Sie wie gewohnt weiterarbeiten können. Doch es gibt eine Lösung: das vollautomatische Setup! Das spielt alle Patches, Updates, Treiber, Benutzerkonten, sonstige Einstellungen und sogar die Programme Ihrer Wahl selbstständig auf.
Mit diesen Tipps wird Windows einfach und schnell installiert.
Was bei den Heinzelmännchen zu Köln möglich ist, können Sie
auch: Lassen Sie sich das mühselige Aufsetzen des Rechners
abnehmen.
Zwar ist das Betriebssystem selbst in ein oder zwei Stunden
vergleichsweise schnell installiert, aber dann kommt ja noch der
Rest. Die richtigen Treiber, die Updates und Patches, die
persönlichen Einstellungen, all die übrige Software und noch
vieles mehr.
Das alles haben Sie nicht mit Ihrer vollautomatischen Setup-CD,
die Sie sich einmal erstellen. Wenn Windows dann mal wieder nicht
richtig rund läuft, fällt Ihnen die Entscheidung zur
Neuinstallation viel einfacher. Denn das sieht so aus:
Sie legen diese CD ins Laufwerk und booten den Rechner und gehen
anschließend zur Arbeit oder besuchen Freunde. Wenn Sie wieder
daheim sind, ist Windows neu installiert garantiert
vollautomatisch!
Vorbereitungen zur ersten Setup-CD
nLite erstellt anhand Ihrer Windows-XP/2000/2003-CD eine neue Installations-CD, auf Wunsch einschließlich Service Packs. Im Unterschied zur Installations-CD von Microsoft haben Sie zahlreiche Einstellmöglichkeiten, etwa bei der Wahl derjenigen Komponenten, die installiert werden. Auf Wunsch lassen Sie beispielsweise selten oder gar nicht genutzte System-Tools wie das Terminalprogramm oder Netmeeting weg und sparen dadurch jeden Menge Platz. Außerdem können Sie Treiber einbinden, die normalerweise nicht enthalten sind. Die bereinigte Installations-CD speichert das Tool als ISO-Image auf die Festplatte. Sie brauchen das Image dann nur noch mit einem beliebigen Brenn-Programm auf eine leere CD zu schreiben. Das Tool benötigt das Microsoft .NET-Framework Diese Microsoft-Komponente ist Voraussetzung für den Betrieb von nLite.
Wenn Sie unsicher sind, ob das NET-Framework bereits auf Ihrem
PC installiert ist, klicken Sie auf
"Start/Systemsteuerung/Software" und schauen in der
alphabetischen Liste der installierten Software nach, ob dort das
"Microsoft .net Framework" vermerkt ist. Wenn nicht,
installieren Sie es jetzt. Beim Setup von nLite legen Sie die
Setup- Sprache "Deutsch" fest und bestätigen alle
weiteren Standardeinstellungen.
Machen Sie sich nun noch einmal klar, wie das Erstellen der neuen
CD funktioniert: Als Grundlage dienen die
Original-Installationsdateien von Microsoft, dann fügen Sie
Treiber, Patches und Co. hinzu, ebenso wie andere Programme und
nehmen dazu all die Einstellungen vor, die Sie sonst bei jedem
XP-Setup neu tätigen müssten, also Seriennummer, Zeitzone,
Benutzerkonten und so weiter.
nLite zeigt auf einen Blick alle grundlegenden Funktionen und Möglichkeiten der Setup-CD. Eine wichtige Frage lautet deshalb: Wo haben Sie Ihre ursprünglichen Setup-Dateien von Windows? Besitzen Sie eine Installation-CD? Liegen die Daten als Ordner "I386" irgendwo auf der Festplatte? Oder gibt es drittens auf dem Rechner irgendeine versteckte Recovery-Partition? Während Fall 1 und 2 ganz einfach zu handhaben sind, müssen Sie im Fall der Recovery- Funktion daraus erst eine "normale" Installationsscheibe erstellen.
Ihre persönliche Scheibe für XP
Damit die Setup-CD aktuell ist, binden Sie das Service Pack 3
für Windows XP ein. Starten Sie also nLite und wählen
"Deutsch" für die Bedienoberfläche. Das Programm
führt Sie durch alle notwendigen Schritte. Legen Sie Ihre
bisherige oder die aus der Recovery-Partition neu
erstellte Windows-XP-CD ins Laufwerk und schließen
gegebenenfalls deren Oberfläche. Im ersten Fenster von nLite
klicken Sie rechts auf die Schaltfläche "Suchen",
wählen nun das optische Laufwerk und bestätigen mit
"OK".
Es folgt ein Hinweis, dass Sie die Daten von der Scheibe erst auf
die Festplatte kopieren müssen. Klicken Sie auf "OK"
und legen Sie daraufhin einen Ordner auf der Harddisk fest, in
den Sie die Daten kopieren: beispielsweise ein neues Verzeichnis
"XP_Setup" auf dem Desktop. Verfügen Sie statt einer
Setup-CD über den "I386"-Ordner auf der Festplatte,
legen Sie diesen über die "Suchen"-Schaltfläche als
Quellordner fest.
Sie haben die Daten jetzt auf der Festplatte, mit einem Klick auf
"Weiter" gelangen Sie zum nächsten Schritt, den Import
so genannter Vorlagen. Hier aktivieren Sie zunächst nur die
Option links unten "Letzte Session automatisch laden"
und drücken auf "Weiter". Daraufhin erscheint nLite
mit einem Überblick über die vier grundlegenden Optionen:
"Integrieren", "Entfernen", "Setup"
und "Erstellen".
Aktivieren Sie sämtliche acht Unterpunkte, also von
"Servicepack" alles bis zu "Bootfähiges
ISO-Image", und bestätigen Sie mit "Weiter". Im
ersten Abschnitt weisen Sie nLite an, das neueste Service Pack,
Patches sowie gegebenenfalls Treiber zu laden. Speichern Sie
deshalb das aktuelle Service Pack 3 für XP über die Adresse http://tinyurl.com/6zwbx5
auf Ihrem PC.
Sobald der Download abgeschlossen ist, klicken Sie im nächsten
nLite-Fenster hinter der Option "Servicepack zur Integration
auswählen" auf die "Suche" und wählen diesen
Download aus. Es dauert einen Augenblick, bis das Service Pack 3
dekomprimiert und in die bestehenden Daten eingebunden sind.
Genauso laden Sie im nächsten Schritt die neuesten Patches und
Hotfixes.
Weil das Forum von german-nlite.de
derzeit nicht aktuell ist, suchen Sie im Internet nach den
Begriffen "nlite" und "updatepack". Zum
Redaktionsschluss war die Version 3.8.9 vom September aktuell.
Speichern Sie diese auf der Festplatte und klicken Sie in nLite
im Fenster "Hotfixes, Updatepacks und Addons" rechts
unten auf "Weiter/Einfügen".
Treiber und noch mehr einbinden
Wichtig: Wählen Sie das richtige Board sowie Betriebssystem,
bevor Sie die Treiber herunterladen. Das aktuelle Service Pack
sowie die neuesten Hotfixes sind integriert. Darüber hinaus
bietet nLite die Möglichkeit, alle gewünschten Treiber in Ihre
persönliche CD zu integrieren. Dazu raten wir auf jeden Fall,
zumal Windows ohne die Chipsatztreiber gar nicht
zufriedenstellend läuft. Darunter versteht man all jene Treiber,
die der Hersteller des Mainboards auf seiner Seite zur Verfügung
stellt: also für den Chipsatz an sich, für den integrierten
Sound, das Netzwerk, eventuell die Grafik, USB-Anschlüsse und so
weiter.
Schauen Sie im Handbuch Ihres Computers oder Mainboards nach,
welches Board-Modell Sie genau besitzen. Beachten Sie bei der
Auswahl, dass die Treiber wirklich exakt zur Hauptplatine sowie
zum installierten Betriebssystem passen. Alle Treiber speichern
Sie in einem bestimmten Verzeichnis, beispielsweise
"Treiber" auf dem Desktop. Hierein kopieren Sie
ebenfalls die Treiber für Ihren Drucker, die Grafikkarte sowie
Ihre übrige Hardware.
Beachten Sie bitte, dass nLite nur Treiber als
"inf"-Datei verarbeiten kann. Liegen sie dagegen als
"zip"- oder "exe"-Datei vor, entpacken Sie
diese zunächst mit dem Tool 7-Zip aus unserer Automatik-Suite.
Dabei wird neben der "inf"-Datei noch eine Komponente
mit der Endung "sys" erzeugt. Ganz einzelne Treiber
lassen sich nicht auf diese Weise entpacken hier starten
Sie das Setup per Doppelklick auf die Exe-Datei und brechen die
Installation nach dem Extraktionsprozess ab.
Auf diese Weise haben Sie die passende "inf" und
"sys" bereits erzeugt, sodass Sie nur noch sämtliche
Daten in den "Treiber"-Ordner zu kopieren brauchen.
Über die nLite-Funktion "Einfügen/Ordner mit mehreren
Treibern" sorgen Sie dafür, dass Sie alle benötigten
Treiber in einem Rutsch einbinden. Tipp: Wer alle Treiber auf
seinem PC bereits auf dem aktuellen Stand hat, kann diese mit dem
Programm DriveMax von der Heft-DVD speichern und später wieder
einspielen das ist wahnsinnig praktisch.
Dazu installieren Sie das Tool und starten anschließend die
Indizierung der Treiber mit einem Klick auf "OK". Nach
wenigen Minuten schließen Sie mit "Finish" ab. Im
ersten Fenster von Driver Max folgen Sie dem Link "Continue
evaluation" und fahren mit "Driver operations/Export
Drivers/Next" auf der Hauptoberfläche des Programms fort.
Drücken Sie die Schaltfläche "Select all" im
Beispiel sind es 69 (!) Treiber sowie auf
"Next".
Legen Sie als Exportverzeichnis erneut den "Treiber"-
Ordner fest und warten Sie, bis alle Treiber herausgeschrieben
sind. Auf diese Weise haben Sie in wenigen Minuten ohne viel
Zutun alle Treiber zusammen.
Schließen Sie das Programm mit "Close" und laden Sie
die gespeicherten Treiber nun in nLite über die Funktion
"Einfügen/Ordner mit mehreren Treibern/OK/Alles/OK".
Kommt es dabei zu einem Konflikt, markieren Sie den genannten
Treiber und wählen die "Textmode"-Integration.
Überflüssige Komponenten und automatisches Setup
Nicht 7, sondern 69 auf einen Streich: DriverMax kopiert alle
Treiber vom System und speichert sie. Microsoft installiert Ihnen
beim XP-Setup alles Mögliche auf den Rechner ob Sie es
nun benötigen oder nicht. Wir können Ihnen hier Ihre Wahl
natürlich nicht abnehmen und nLite ist in der Lage, Hunderte von
Diensten und Komponenten zu deaktivieren. Am schnellsten nehmen
Sie eine vernünftige Auswahl vor, indem Sie in der automatisch
erscheinenden "Kompatibilitätsliste" alle Funktionen
außer "Media Center", "NT Backup" und
"Remote Desktop" aktivieren.
Im nächsten Schritt können Sie zwar alle Komponenten einzeln
auswählen, wir raten Ihnen aber, die gerade getroffene Auswahl
mit einem Klick auf "Weiter" zu bestätigen. Einträge,
die rot unterlegt sind, sollen Sie auf keinen Fall
markieren!Daraufhin gelangen Sie zum etwas unübersichtlichen
Fenster "Unbeaufsichtigte Installation".
Hier legen Sie auf der Registerkarte "Allgemein" die
Option "FullUnattended" als Modus für die
unbeaufsichtigte Installation fest und tippen daneben Ihre
Seriennummer ein nur so lässt sich die neue XP-CD
vollautomatisch installieren. Ebenfalls in diesem Register
können Firewall und Ruhezustand deaktiviert werden das
ist wieder Ihre Wahl. Auf der Registerkarte "Benutzer"
tragen Sie gegebenenfalls Ihre Benutzerkonten mitsamt
Passwörtern ein.
Bei "Netzwerk-ID" übernehmen Sie die bisherigen
Einstellungen, damit Ihr PC nach dem Reboot gleich wieder im
Netzwerk erkannt und richtig eingebunden ist. Wichtig ist
schließlich noch die Option "Anzeige", wo Sie
Bildschirmauflösung und Ähnliches definieren. Kontrollieren Sie
im nächsten Schritt nochmals alle Einstellungen. Unser Tipp an
dieser Stelle:
Das können Sie später alles noch mit einer zweiten,
"verbesserten" Installations-CD nachholen jetzt
erstellen Sie erst einmal die erste mit "Weiter/Ja"
fertig! nLite verarbeitet daraufhin die Setup-Dateien, passt die
Komponenten an, übernimmt Ihre persönlichen Einstellungen und
integriert die Treiber.
Das nimmt einige Minuten in Anspruch. Sie haben es fast
geschafft. Im letzten Assistentenschritt ändern Sie den Modus
links oben auf "Direktes Brennen", legen einen
CD-Rohling ein, bestätigen mit "Brennen/Ja".
Übersteigt die Datenmenge wegen der eingebundenen Treiber die
Größe von 700 MByte, erhalten Sie eine Fehlermeldung.
In diesem Fall legen Sie einfach eine DVD ins Laufwerk das
Setup damit funktioniert auch für Windows XP. Am Schluss
bestätigen Sie letztmalig (!) mit "Weiter", schließen
das Programm und fertig ist Ihre Installations-CD.
Weitere Wunschprogramme auf der Installations DVD einbinden
Im Feld "Unbeaufsichtigter Modus" muss die Funktion
"Full Unattended" ausgewählt sein, damit das Setup
tatsächlich vollautomatisch läuft. Ihre erste individuelle
Setup-CD mit allen Aktualisierungen, persönlichen Einstellungen
und vielem mehr haben Sie jetzt fertig. Damit sparen Sie sich bei
der Neuinstallation von Windows XP schon einmal Stunden. Und zwar
bei jedem neuen Setup. Noch schöner wäre es, wenn Sie Ihre
Wunschprogramme in die Setup-Scheibe eingebunden hätten, sodass
diese zusammen mit dem neuen Windows gleich startbereit wären.
Auch das ist kein Problem!
Auf der Seite www.winaddons.com/nlite-addons
stehen Hunderte kostenloser Programme in einem Format bereit,
dass sie sich gleich in die XP-Setup-CD integrieren lassen: von
Ad-Aware gegen Spyware bis zum Zoom Player für Videos. Wie das
in der Praxis funktioniert, erklären wir am Beispiel des
kostenlosen Office- Pakets Open Offices.
Klicken Sie in der alphabetischen Liste auf den Eintrag Ihrer
Wahl gefolgt vom Download. Speichern Sie das fix und fertige
selbstextrahierende Cab-Archiv in einem Ordner, den Sie
"Zusatzprogramme" nennen.
Über die Add-Ons-Funktion können Sie Programme in die
automatische XP-Installation einbeziehen. Genauso verfahren Sie
mit der übrigen Software, die Sie gleich aufspielen lassen
möchten. Um diese Software in die Setup-CD einzubinden, starten
Sie erneut nLite, bestätigen Sie dreimal mit "Weiter",
bis Sie zu der Vorlagenliste gelangen. Hier markieren Sie die
letzte Session, achten Sie auf Datum und Zeit! Nach Klicks auf
"Laden/Weiter". aktivieren Sie gegebenenfalls wieder
die Integrationsoption "Hotfixes, Updatepacks und
Addons".
In diesem Assistentenschritt klicken Sie rechts unten auf
"Einfügen" und laden die zuvor gespeicherten
Cab-Dateien der Programmpakete. Alles Weitere kennen Sie bereits.
Seien Sie nicht überrascht, wenn bei vielen ausgewählten
Programmen zwischenzeitlich scheinbar nichts passiert. nLite
arbeitet sehr zuverlässig alle Aufträge ab.
Am Schluss muss nun in jedem Fall ein DVD-Rohling her, denn mit
der zusätzlichen Software passt das alles keinesfalls mehr auf
eine CD. Auf diese Weise lässt sich selbstverständlich nur
kostenlose Software integrieren. Schließlich würde allein die
Bereitstellung eines Original-Office- Pakets von Microsoft gegen das Urheberrecht
verstoßen. Doch keine Sorge, denn selbst das ist möglich
wenngleich etwas aufwendiger.
Die Alternativen zur Setup-CD
"Warum Windows neu installieren?",
fragen Sie zu Recht. Weil es mit der automatischen Setup-CD
beziehungsweise -DVD so einfach ist! Trotzdem möchten wir Ihnen
zwei Alternativen nicht verschweigen. Zum einen statten viele
PC-Hersteller Ihre Geräte mit einer so genannte Recovery- DVD
oder -Partiton aus. Das hat den Vorteil, dass Sie das System nach
einem Windows-Crash wieder in den Auslieferungszustand
zurücksetzen können.
Allerdings bedeutet dies gleichzeitig, dass Sie sich damit auf
dem Stand der PC-Produktion befinden: Alle neuen Updates,
Hotfixes, Treiber, Service Packs und so weiter fehlen. Wichtig
ist außerdem, vor dieser Radikaloption Ihre persönlichen Daten
extern zu sichern. Denn viele Systeme überschreiben alles auf
der Festplatte. Also auch eine zweite Daten-Partition, die Sie
erst nachträglich erstellt haben.
Möglichkeit 2 heißt: System-Image. Damit speichern Sie dauerhaft eine komplette Festplatten-Partition und damit Windows samt aller Einstellungen. Wenn Sie mit Ihrem derzeitigen System zufrieden sind, stellt das Image eine gute Alternative dar. Dazu bieten wir Ihnen mit DriveImage XML ein vollwertiges Sicherungsprogramm.
Mini-Workshop Persönliche Einstellungen sichern und Übertragen
Haben Sie Ihre persönlichen Daten gesichert, wählen Sie beim
Überträgen die schnelle "Einstellungen"-Option. Das
Tool nLite ist wirklich mächtig, allerdings kann es nicht Ihre
persönlichen Einstellungen für den Internet Explorer, den
Windows Media Player, Outlook Express, die Desktop-Anordnung oder
auch Microsoft Office in die automatische
Windows-CD übernehmen. Das lässt sich aber schnell mit zwei
Assistenten von Microsoft nachholen.
1. Der Microsoft Übertragungsassistent
Um diese Einstellungen zu speichern und nach der
Neuinstallation von XP wieder einzuspielen, klicken Sie auf Ihrem
PC auf "Start/Alle Programme/ Zubehör/Systemprogramme/
Übertragen von Dateien und Einstellungen": Der
Übertragungsassistent startet.
Im ersten Schritt ändern Sie die Voreinstellung in
"Quellcomputer", wählen als Übertragungsmethode
"Anderer Datenträger" und legen ein beliebiges
Zielverzeichnis fest. Wenn Sie bereits Ihre persönlichen Daten
auf einer externen Festplatte oder auf einer Daten-Partition, die
beim Aufspielen von XP nicht überschrieben wird, gespeichert
haben, wählen Sie zum Übertragen die "Einstellungen".
Die Daten sind in wenigen Sekunden zusammengefasst. Speichern Sie
sie beispielsweise auf einen USB-Stick.
Das Einspielen der Office-Einstellungen ist genauso einfach wie das Speichern.
2. Die persönlichen Office- Einstellungen
Für Office XP, 2003 und 2007 hält Microsoft einen weiteren
Assistenten bereit. Dazu schließen Sie sämtliche
Office-Anwendungen und starten den Assistenten über
"Start/Alle Programme/(Microsoft Office/) Microsoft Office
Tools/Assistent zum Speichern eigener Einstellungen".
Bestätigen Sie zweimal mit "Weiter". Bei Office XP
wählen Sie in einem Zwischenschritt noch die Option
"Einstellungen in einer Datei speichern". Über die
Schaltfläche "Durchsuchen" bestimmten Sie den
Speicherort, bevor Sie mit einem Klick auf "Fertig
stellen" den Export aller Office-Einstellungen starten.
3. Alle Einstellungen wieder einspielen
Das Einspielen der beiden Einstellungsdaten nach der Neuinstallation von Windows XP erfolgt ganz analog. Beachten Sie bitte, dass Sie zuerst das Office-Paket installieren und erst danach die OPS-Datei über den Office-Assistenten importieren.
Setup-DVD für Vista
Im Prinzip lässt sich ähnlich wie für Windows XP auch für Vista eine automatische und angepasste Installations-DVD erstellen. Allerdings bietet dieses Tool vLite bei weitem nicht all die Funktion wie nLite für Windows XP.
Nichtsdestotrotz können Sie mit der aktuellen Version 1.2 Windows-Programme wie beispielsweise die Windows Sidebar, das Media Center oder den Internet Explorer schon von der Installation ausschließen sowie viele andere Programme hinzufügen.
| Update behebt Probleme nach SP3-Installation |
Microsoft bietet seit kurzem das Update für Windows XP (KB953979) zum Download an. Das Update ist in deutscher Sprache verfügbar und die Downloadgröße beträgt 65 KB.
Mit dem Update wird ein Problem gelöst, das sich dadurch äußert, dass nach der Installation des Service Pack 3 im Gerätemanager keine Geräte und in den Netzwerkverbindungen keine Netzverbindungen angezeigt werden. Genauere Details zu dem Problem finden sich bei Microsoft im Knowledge-Base-Eintrag KB953979. In diesem KB-Eintrag findet sich auch der Hinweis, dass das Problem dann auftreten kann, wenn während der Installation des SP3 eine Anti-Virenanwendung genutzt wird. Und zwar wird während der Installation des SP3 die Datei Fixccs.exe ausgeführt, die Änderungen an der Registry vornimmt. Eine Anti-Virenanwendung kann diesen Vorgang aber verhindern, so dass es zu den genannten Problemen kommt.
| Vista kaufen - XP Pro geschenkt |
Auch nach dem 30.6 wird Windows XP erhältlich sein: Möglich macht es das Downgrade-Recht, das Käufer von Windows Vista Ultimate und Business in Anspruch nehmen können, um zugleich auch eine Lizenz für Windows XP Professional zu erwerben. Diese Möglichkeit wird beispielsweise auch Dell anbieten, worüber wir kürzlich berichteten. Zu diesem Thema erreichte uns mittlerweile auch ein offizielles Statement von Dell, mit genaueren Details.
Die so genannten "Downgrade-Rights" gewährt Microsoft allen Käufern von Windows Vista Ultimate und Windows Vista Business. Dadurch, dass auch Windows Vista Ultimate einbezogen wird, ist dies nicht nur für Geschäftskunden, sondern auch für Endanwender interessant, die zur besten Variante von Windows Vista greifen wollen.
Downgrade-Rechte bei Dell
Dell bietet diese Möglichkeit beispielsweise bei Rechnern der Serie Dell Latitude oder Dell Vostro an. Zugleich offeriert der Hersteller seinen Kunden aber auch einen Extra-Service. "Dell bietet seinen Kuden, die diesen Downgrade nicht selbst vornehmen möchten, zusätzlich den optionalen Service an, dies für sie auf Wunsch zu übernehmen", erläutert Dell gegenüber der PC-WELT. Das bedeutet: Auf den Systemen wird ab Werk Windows XP Professional installiert und zugleich erhält der Kunde auch Windows Vista Business oder Ultimate auf einer DVD inklusive einer Lizenz dafür. Als Beispiel für diese Möglichkeit nennt Dell uns gegenüber diesen Rechner der Vostro-Familie. Dell bietet den Rechner im Grundpreis mit Vista Home Basic an. Wünscht der Anwender das Betriebssystem Windows Vista Business, so fällt ein Aufpreis von 50 Euro an. Bei der Wahl von Windows Vista Ultimate beträgt der Aufpreis 100 Euro. In diesen Fällen erhält der Anwender zwar den Rechner mit einem der beiden Betriebssysteme, allerdings ohne eine Windows-XP-Lizenz via Downgrade-Rights. Wer Windows XP Professional wünscht, beispielsweise, weil er vorerst XP weiter nutzen und erst später auf Vista upgraden möchte, der hat die Möglichkeit, den betreffenden Rechner inklusive vorinstalliertem Windows XP Professional und zusätzlich Windows Vista Business beziehungsweise Windows Vista Ultimate zu erwerben. Auch hier fallen für das jeweilige Vista-Betriebssystem der Aufpreis von 50 Euro (Business) beziehungsweise 100 Euro (Ultimate) an. Der Anwender erhält das jeweilige Vista als DVD inklusive Lizenz mit dem Rechner mitgeliefert. Den Service der Vorinstallation von Windows XP Professional wird seitens Dell mit einer Gebühr von 15 Euro berechnet. Unterm Strich erhält der Kunde also für 65 beziehungsweise 115 Euro einen Rechner mit Lizenzen für zwei Betriebssystemen.
Dell bietet Downgrade auch für Endanwender an
Interessant ist das Ganze auch für Endanwender, denn Dell bietet die Downgrade-Möglichkeit zwar nicht bei allen Systemen an, aber auch nicht nur ausschließlich bei seinen für Business-Kunden gedachten Modellen: So findet sich die Downgrade-Möglichkeit beispielsweise auch bei Modellen der XPS-Gaming-Familie, wie beispielsweise diesem XPS-630-Rechner. Standardmäßig wird dieser Rechner mit Windows Vista Home Premium ausgeliefert. Wer den Rechner mit vorinstalliertem Windows Vista Ultimate erwerben möchte, der zahlt einen Aufpreis in Höhe von 110 Euro. In Verbindung mit XP erhöht sich dieser Aufpreis um 25 Euro auf 135 Euro: Dafür wird der Rechner inklusive vorinstalliertem XP Professional und Vista-Ultimate-DVD (und Vista-Lizenz) ausgeliefert. Festzuhalten bleibt aber: Eine Möglichkeit, bei Dell einen Rechner mit vorinstalliertem Vista (Business/Ultimate) zu erwerben, dem ein Medium für Windows XP Professional inklusive Lizenz beiliegt, gibt es nicht. Dell erläutert auf dieser deutschsprachigen Website die genaueren Details zu dem Downgrade-Service.
Downgrade-Rechte: Definition von Microsoft
Microsoft unterscheidet bei den Downgrade-Rechten nicht
zwischen Unternehmens- und Endkunden. Was Unternehmenskunden
angeht, heißt es seitens Microsoft: "Unternehmenskunden,
die PCs mit Windows Vista Business oder Windows Vista Ultimate
über Volumenlizenzabkommen inklusive Enterprise Agreements oder
vorinstallierte PCs erworben haben, besitzen Downgrade-Rechte auf
Windows XP Professional, Windows XP Tablet PC Edition und Windows
XP Professional x64 Edition. Dabei müssen sie aber bereits ein
originales Windows XP Wiederherstellungs-Medium besitzen."
Dieses "Wiederherstellungs-Medium" von Windows XP
müssen auch Privatkunden besitzen, um von ihrem
Downgrade-Rechten Gebrauch zu machen. Gegenüber der PC-WELT
erläutert Microsoft: "Für Privatkunden stellt sich die
Situation folgendermaßen dar: Sie kaufen sich einen mit Windows
Vista Business oder Ultimate vorinstallierten PC und spielen zu
Hause ein originales Windows XP Wiederherstellungs-Medium
auf." Durch dieses Prozedere gelangt der Privatanwender also
über den Kauf von Windows Vista Business/Ultimate in den Besitz
einer Lizenz für Windows XP Professional, die er auf dem mit
Vista erworbenen Rechner nutzen kann, bis er sich zum Wechsel auf
Windows Vista entscheidet.
Das Ganze ist allerdings kompliziert, denn es setzt voraus, dass
der Anwender im Besitz des besagten
"Wiederherstellungs-Medium" für Windows XP ist. Das
dürfte in vielen Fällen nicht der Fall sein, daher empfiehlt
Microsoft: "Deutlich einfacher haben es Privatkunden jedoch
mit einer Systembuilder-Lizenz für XP, die bis zum 31.01.2009
erhältlich ist."
| Windows XP: Benutzerkonten deaktivieren |
Sie möchten ein Benutzerkonto vorübergehend deaktivieren, so dass eine Anmeldung nicht mehr möglich ist. Löschen möchten Sie es nicht, da Sie es später wieder nutzen wollen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie dieses Problem lösen können.
Problem:
Sie möchten ein Benutzerkonto vorübergehend deaktivieren, so dass eine Anmeldung nicht mehr möglich ist. Löschen möchten Sie es nicht, da Sie es später wieder nutzen wollen.
Lösung:
Die grafische Benutzerführung bietet keine Möglichkeit, ein Konto vorübergehend abzuschalten. Über die Kommandozeile klappt es so: Melden Sie sich mit Administratorrechten an. Öffnen Sie ein Fenster der Eingabeaufforderung, und geben Sie folgenden Befehl ein:
net user <Benutzername> /ACTIVE:NO
Das Konto ist jetzt inaktiv und taucht weder auf der Willkommensseite, noch in der Verwaltung der Benutzerkonten auf. Vorhanden ist es aber noch: Die Daten und Einstellungen des Kontos bleiben erhalten.
Mit dem Befehl:
net user <Benutzername> /ACTIVE:YES
können Sie das Konto wieder aktivieren. Die Eingabe von Net user ohne Parameter zeigt übrigens eine Liste aller Benutzer des Systems an. Aus der Liste wird ersichtlich, dass Windows neben Gast und Administrator noch weitere Standardkonten hat: Das ist zum einen der Hilfeassistent, der für den Remote-Desktop, also die Fernsteuerung, nötig ist; zum anderen finden Sie einen Account mit dem Namen SUPPORT_388945a0. Dieser ist für den Microsoft-Support gedacht und kommt nur über das Hilfe- und Supportcenter zum Einsatz. Falls .NET Framework installiert ist, existiert außerdem ein Benutzer ASPNET. Die Konten verfügen nur über ein Minimum an Privilegien, stellen also kein großes Risiko dar.
| Windows XP Home: Microsoft verlängert Support bis 2014 |
Für Windows XP Home Edition und die Media Center Edition gilt nunmehr auch die so genannte Extended Support-Phase, die bisher nur für Unternehmensversionen von Windows galt. Das hat Microsoft am Mittwoch bekannt gegeben .
Damit wird die Mainstream-Support-Phase für die beiden Heim-Betriebssysteme wie geplant im April 2009 enden und anschließend die Extended Support-Phase einsetzten, die die Zeit der Unterstützung um fünf Jahre bis zum April 2014 verlängert. Der Support von Windows XP Home Edition und Media Center Edition wird damit zeitgleich mit dem Support für Windows XP Professional enden.
Für alle XP- beziehungsweise MCE-Besitzer bedeutet dies, dass Microsoft zunächst bis April 2009 technische Anfragen bearbeitet und sowohl sicherheitsrelevante als auch nicht-sicherheitsrelevante Updates anbieten wird. Während der Extended Support-Phase und damit bis April 2014 wird Microsoft nur noch Updates für Lücken anbieten, die als kritisch eingestuft werden. Zusätzlich können spezielle (kostenpflichtige) Support-Verträge mit Microsoft geschlossen werden.
Windows XP entwickelt sich damit zum Rekordhalter, denn es wird zum am längsten seitens Microsoft unterstützten Betriebssystems überhaupt. Immerhin werden bei XP vom Erscheinen bis zum Ablauf der Unterstützung 13 Jahre vergehen. Bei allen anderen Produkten, selbst bei Windows Vista, gilt dagegen eine maximale Unterstützung von 10 Jahren.
| Kompletter Umzug des eigenen Profils |
Windows 2000 und XP legen alle Daten eines bestimmten Benutzers in seinem lokalen Profil-Ordner ab. Standardmäßig liegt der auf der Systempartition im Verzeichnis "\Dokumente und Einstellungen" und trägt jeweils den Namen des Benutzerkontos. Neben Benutzerdaten wie "Eigene Dateien", Favoriten, Desktop oder Startmenü erhält er unter anderem die Registry des Benutzers sowie weitere Einstellungen für System und Anwendungen. Mit der Zeit wächst der Profil-Ordner zu einem Monstrum heran, das die Systempartition ausfüllen kann. Außerdem sollten nach alter Schule Daten und System immer auf unterschiedlichen Partitionen liegen. So könnten Sie Ihr System beispielsweise ohne Datenverlust neu aufsetzen. Wir erklären Ihnen, wie Sie dieses Problem lösen können.
Problem:
Windows 2000 und XP legen alle Daten eines bestimmten Benutzers in seinem lokalen Profil-Ordner ab. Standardmäßig liegt der auf der Systempartition im Verzeichnis "\Dokumente und Einstellungen" und trägt jeweils den Namen des Benutzerkontos. Neben Benutzerdaten wie "Eigene Dateien", Favoriten, Desktop oder Startmenü erhält er unter anderem die Registry des Benutzers sowie weitere Einstellungen für System und Anwendungen. Mit der Zeit wächst der Profil-Ordner zu einem Monstrum heran, das die Systempartition ausfüllen kann. Außerdem sollten nach alter Schule Daten und System immer auf unterschiedlichen Partitionen liegen. So könnten Sie Ihr System beispielsweise ohne Datenverlust neu aufsetzen.
Lösung:
Jeder Profil-Ordner ist über eine Vielzahl von Verweisen aus der Registry an das System angekoppelt. Zudem greift ein laufendes Windows ständig auf die Registry des Benutzers zu. Deshalb bricht der Vorgang auf halber Strecke ab, wenn Sie den Profil-Ordner einfach mit dem Explorer an eine andere Stelle verschieben. Aus diesem Grund würde ein Teil der Verweise ins Leere deuten, so dass Windows nicht mehr läuft.
Mit unserem Script ProfileMove.HTA ziehen Sie den Profil-Ordner mit ein paar Klicks um. Nach dem Aufruf ermittelt die HTA-Anwendung zunächst das Profil-Verzeichnis des aktuell angemeldeten Benutzers. Wählen Sie dann über die Schaltfläche ">>" den neuen Zielordner für das Profil aus. Beachten Sie dabei, dass der Inhalt des bestehenden Profil-Ordners in das neue Zielverzeichnis kopiert wird und nicht etwa der Profil-Ordner selbst. Wenn Sie außerdem die Klickbox vor "Registry-Zweige sichern" aktiviert lassen, werden die bisher geltenden Verweise aus der Registry vor deren Änderung gesichert. So können Sie den Urzustand wiederherstellen, falls etwas schiefgeht.
Schließen Sie spätestens jetzt alle offenen Anwendungen, und klicken Sie auf "Kopieren", um den Vorgang zu starten. Unser Tool kopiert zunächst alle ungesperrten Dateien und legt für die gesperrte Registry parallel eine Batchdatei an (pcwMProf.BAT), die Sie später in der Wiederstellungskonsole aufrufen. Dann passt das Script die Verweise in der Registry an. Dabei ermittelt es unter anderem den SID (Security Identifier) des Benutzers (rechts) und passt im Schlüssel
"Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\
Windows NT\CurrentVersion\ProfileList\<SID>"
den Eintrag "ProfileImagePath" an, um dem Benutzer seinen neuen Ordner zuzuweisen. Sobald das Script seine Arbeit erledigt hat, legen Sie Ihre Windows-CD ein und klicken im Script auf "Ja", um das System von CD zu starten. Nach dem Booten wählen Sie im Setup-Dialog <R>, um die Wiederherstellungskonsole zu aktivieren. Nachdem Sie das Kennwort des Administrator-Kontos eingegeben haben, gelangen Sie auf den Prompt. Hier geben Sie den Befehl
batch
c:\windows\pcwMProf.bat
ein. Mit der vom HTA-Script vorbereiteten Batchdatei wird in den meisten Fällen die Benutzer-Registry kopiert. Falls Sie hier jedoch vier Mal die Fehlermeldung "Zugriff verweigert" erhalten, müssen Sie die Registry von Hand kopieren. Danach geben Sie "exit" ein, um das System neu zu starten. Benennen Sie nun Ihren alten Profil-Ordner um, und probieren Sie anhand von Anwendungen wie Office und Internet Explorer aus, ob die Verweise zu den neuen "Eigenen Dateien" und Favoriten stimmen. Außerdem können Sie ein Kommandozeilen-Fenster öffnen und dort den Befehl "set" eingeben. Hinter der Variable "Userprofile" sollte der neue Profil-Ordner stehen.
Nachdem Sie einige Zeit fehlerfrei mit Ihrem neuen Profil gearbeitet, können Sie den alten Profil-Ordner komplett löschen.
Es treten Probleme auf, und Sie möchten Ihr altes Profil wiederherstellen? Dann geben Sie dem alten Ordner wieder den ursprünglichen Namen und importieren jeweils per Doppelklick die drei REG-Dateien, die das Script zuvor im eigenen Ordner gesichert hat.
| 10 Tipps gegen Windows-Systemprobleme |
Tabus, Rätsel, Ärgernisse: Windows vernebelt wichtige Funktionen und nervt durch pseudo-intelligente Willkür. Wir räumen für Sie die lästigsten Schwachpunkte und Nervereien des Systems aus - die passenden Gratis-Tools liefern wir gleich mit.
Kann Windows im laufenden Betrieb die Registry sichern? Wie leere ich den Verlaufs-Ordner und lösche andere temporäre Daten zuverlässig? Wie kriege ich unter XP Home eine sichere Regelung der Benutzerrechte? Wie bekomme ich Service Pack 2 nach einer Neu-Installation? Solche Fragen lesen wir ständig in Mails und im Web. Manche Probleme klingen einfach - dennoch müsste man für die Lösung richtig Geld für spezialisierte Tools ausgeben. Wir haben einige brisante Windows-Probleme gründlich recherchiert und erklären die Hintergründe. Vor allem aber ging es uns um komfortable und kostenlose Lösungen. So erhalten Sie zum Beispiel Einblicke in die inneren Zusammenhänge von Dateizuordnungen und Ordneransichten. Sie bekommen von uns entwickelte Programme, mit denen Sie unter anderem die Registry unter Windows sichern oder jeglichen temporären Datenmüll wirklich von Ihrem System verbannen. Wir verraten, wie Sie alle Sicherheitsrichtlinien auf Werkseinstellung zurücksetzen - und wie Sie Ihr Windows XP Home (fast) in ein XP Pro verwandeln. Das Werkzeug, das Sie brauchen, finden Sie entweder als Bordmittel im System
1. Sicherung im laufenden Betrieb vornehmen
Windows 2000/XP: Registry (Level 2)
Problem: In der Registrierdatenbank speichert Windows fast alle wichtigen Daten der System- und Software-Konfiguration. Wenn sie durch einen Absturz, Festplattendefekt oder Virenbefall beschädigt wird, funktionieren Programme nicht mehr, im schlimmsten Fall lässt sich Windows nicht mehr starten. Windows XP und 2000 verfügen von Haus aus bereits über einige Sicherungsoptionen für die Registrierdatenbank, etwa Ntbackup oder die Systemwiederherstellung (nur XP). Mit beiden lässt sich die Registry aber nur wiederherstellen, wenn Windows noch läuft. Über die Export-Funktion von Regedit ist ebenfalls eine Sicherung möglich. Dieser Weg eignet sich allerdings genauso wenig zur Wiederherstellung, denn beim Importieren ergänzt Regedit die bestehende Datenbank nur durch die zuvor exportierten Daten, löscht aber dabei keine Schlüssel und Werte. Sie bekommen also nicht wieder den Systemzustand wie vor der Panne. Ideal wäre es daher, selbst eine Sicherung der Registrierungsdateien anzulegen. Das funktioniert jedoch nicht, weil Windows diese im laufenden Betrieb sperrt.
Lösung:
Die einzige Möglichkeit, mit Windows-Bordmitteln eine
Komplettsicherung der Registry vorzunehmen, führt über die
Wiederherstellungskonsole. Sie starten sie dazu über die
Windows-Installations-CD oder richten sie mit dem Befehl
"winnt32/cmdcons" aus dem Verzeichnis "i386"
der CD ein. Danach melden Sie sich an und wechseln mit
cd system32\config
in das Verzeichnis mit der Registry. Mit "copy"
kopieren Sie die Registry in ein anderes Verzeichnis. Dazu sind
lauter einzelne Copy-Befehle notwendig, weil der Befehl in der
Wiederherstellungskonsole keine Platzhalter unterstützt. Um die
Registry zu rekonstruieren, gehen Sie den umgekehrten Weg und
kopieren die Dateien wieder nach "system32\ config".
Auf Kommandozeile: pcwRegBack speichert die Registry in einen Unterordner mit Datums- und Zeitangabe
Erfahrungsgemäß ist diese Methode viel zu
unkomfortabel, um zu regelmäßigen Backups einzuladen. Wir
bieten Ihnen mit unserem Tool pcwRegBack eine attraktive
Alternative. Das Programm dient zum Sichern der
Registrierdatenbank unter einem laufenden Windows 2000 oder XP.
Nach der Installation von CD finden Sie im Zielverzeichnis das
Kommandozeilen-Tool pcwReg Back und pcwRegBack GUI für die
grafische Oberfläche. Damit Sie das Programm nutzen können,
müssen Sie Administratorrechte besitzen. Um eine Sicherung
durchzuführen, rufen Sie pcwRegBack auf der Cmd-Kommandozeile
mit dem Parameter /b auf. In pcwRegBackGUI müssen Sie nur auf
"Start" klicken. Beide Programme legen die Backups in
jeweils eigenen Ordnern mit Datum und Uhrzeit unterhalb des
Installationsverzeichnisses an. Sie sichern die Dateien Default,
Sam, Security, Software und System aus %windir%\system32\config,
ferner die Ntuser.DAT und UsrClass.DAT des gerade angemeldeten
Benutzers.
Für eine Komplettsicherung der Registry müssen Sie noch manuell
die unterhalb von "Dokumente und Einstellungen"
liegenden Dateien Ntuser.DAT der übrigen Benutzer sichern. Die
UsrClass.DAT liegt jeweils unter "\Dokumente und
Einstellungen\<Benutzer>\Lokale
Einstellungen\Anwendungsdaten\Microsoft\Windows". Diese
Dateien sind nicht gesperrt und können daher einfach per
Explorer kopiert werden. Damit das Programm den Security-Zweig
der Registry speichern kann, erlaubt es Administratoren den
Vollzugriff auf "Hkey_Local_Machine\Security".
Standardmäßig hat hier nur die Gruppe "System"
Zugriff. Die Änderung der Rechte sollte keine Probleme
verursachen. Wenn Sie trotzdem die Zugriffsrechte danach wieder
in den Originalzustand versetzen möchten, ändern Sie die
Berechtigungen per Regedit über die Eigenschaften des
Schlüssels.
Sind auf Ihrem PC zahlreiche Programme installiert, enthält der Registry-Zweig "Hkey_Local_Machine\Software" sehr viele Schlüssel und Werte. Die Sicherung der Datei "Software" dauert in diesem Fall bis zu mehreren Minuten, und die CPU-Last liegt bei 100 Prozent. Das System reagiert dann kaum noch und scheint eingefroren zu sein. Aber keine Sorge: Nach dem Speichern der Dateien arbeitet der Rechner wieder normal. Hinweis: Nach einen Klick auf "Stop" oder "Beenden" führt das Programm die Sicherung des Schlüssels, den es gerade bearbeitet, bis zu Ende durch. Erst danach beendet es seine Arbeit.
2. Verlauf & Co.: Alle Spuren löschen mit einem Klick
Windows 2000/XP (Level 2)
Problem: Für das Entfernen von Benutzerspuren und lästigen temporären Daten bietet Windows die "Datenträgerbereinigung" Cleanmgr.EXE. Die können Sie zwar mit "cleanmgr /sageset:1" vorkonfigurieren und dann mit dem Link "cleanmgr /sagerun:1" automatisch auf alle lokale Festplatten loslassen. Die Gründlichkeit dieser Säuberung wird aber nicht jeden befriedigen. Viele temporäre Dateien bleiben ebenso unberücksichtigt wie die Registry insgesamt. Fürs Beseitigen der Spuren von Internet-Aktivitäten und der Systemnutzung eignet sich das Windows-Programm aber nicht. Als besonders hartnäckig erweisen sich der "Verlauf" und die sonstigen Indexdateien des Internet Explorers. Richtig ärgerlich: Cleanmgr entfernt zwar die (sichtbaren) Einträge im Browser, die Indexdateien mit den URLs bleiben aber erhalten.
Schlussmeldung von pcwCleaner: Nach der Säuberungsaktion werden die Dienste und der Explorer neu gestartet
Lösung: Das Problem lässt
sich über Eraser-Programme beheben - diese kosten allerdings
Geld. Es genügt aber auch eine einfache Batchdatei und radikales
Löschen mit dem Delete-Befehl - man muss nur zuvor die Prozesse
und Dienste stoppen, die diese Indexdateien blockieren. Bis
Windows 2000 geht es bei solchen Aufräumaktionen lediglich um
den Explorer und Internet Explorer, bei Windows XP kommen einige
Dienste hinzu. Hier war einiges an Recherche nötig, um sie
vollständig zu identifizieren (Web-Client, Lmhosts, Spooler,
unter XP Home zusätzlich Ssdpsrv).
Um Ihnen diesen Aufwand zu ersparen, haben wir alle notwendigen
Eingriffe im Script pcwCleaner.VBS zusammengefasst. Nach einigen
Klicks stellt es nach Ihren Bedürfnissen eine Säuberungsbatch
zusammen, die dann die gewünschten Systemstellen entrümpelt.
Die notwendigen Prozesse und Dienste beendet sie dazu automatisch
und startet sie nach getaner Arbeit wieder. Kopieren Sie das
Script pcwCleaner in einen beliebigen Ordner, starten Sie es per
Doppelklick, und beantworten Sie sorgfältig die nachfolgenden
"Ja/Nein"-Fragen. Auf Basis Ihrer Antworten entsteht
dann das Script mit den notwendigen Löschbefehlen. Neben
temporären Dateien auf allen lokalen Laufwerken, Recent-Links
und Daten im Temp-Ordner können Sie alle Cache-Daten des
Internet Explorers sowie diverse MRU-Listen des Explorers
entsorgen.
Die fertig gestellte pcwCleaner.BAT finden Sie im Konto-Ordner
des aktuellen Users. Sie können sie bei Bedarf auch manuell
editieren. Die Löschaktion lässt sich entweder über das
VB-Script oder direkt durch Starten der Batchdatei aufrufen.
Diese enthält alle Löschbefehle einschließlich der
Registry-Zugriffe. Das Script dient in erster Linie zum
einfacheren Erstellen der Batch. pcwCleaner läuft nur unter
Windows 2000 und XP (mit dem Kommandointerpreter Cmd.EXE). Das
liegt daran, dass Command.COM unter Windows 98/ME einige der
verwendeten Batchbefehle nicht kennt. Mit etwas Know-how lässt
sich die Batchdatei aber mit wenig Aufwand für die älteren
Windows-Systeme umstellen. Wichtig: Zum vorübergehenden Beenden
des Explorers und gegebenenfalls des Internet Explorers benötigt
pcwCleaner unsere pcwKill.EXE . Sorgen Sie deshalb dafür, dass
die Datei irgendwo im Systempfad liegt - also etwa im
Windows-Verzeichnis oder unter \System32.
3. Mehr Sicherheit: Aus XP Home wird Pro
Windows XP Home (Level 3)
Problem: In Windows XP Home fehlen einige wichtige Funktionen aus der Pro-Version - etwa die Registerkarte "Sicherheit" in den Eigenschaften von Dateien und Ordnern, über die sich die NTFS-Zugriffsrechte vergeben lassen. Auch die Klickbox zum Verschlüsseln von Dateien über EFS wurde ausgegraut. Diese und einige weitere Funktionen wären aber auch für Heimanwender nützlich.
Lösung: Viele der fehlenden Funktionen sind in XP Home technisch vorhanden. Microsoft hat jedoch die Schnittstellen absichtlich deaktiviert. Prominentestes Beispiel ist die Registerkarte "Sicherheit". Wenn Sie XP Home im abgesicherten Modus starten und dort mit der rechten Maustaste die "Eigenschaften" einer Datei oder eines Ordners wählen, ist diese Registerkarte vorhanden und voll funktionsfähig.
XP Prome: Sobald der Eintrag Personal einer Home-Installation entfernt ist, entsteht praktisch ein XP Pro
Es gibt aber einen Weg, XP Home gründlicher in
eine Pro-Version umzuschalten. Eigentlich definiert ein einziger
Eintrag in der Registry die Identität des Systems als
"Home" oder "Pro". Dieser Eintrag lässt sich
allerdings im laufenden Betrieb nicht ändern, da er vom System
geschützt wird - von "außen" ist dieser Eingriff
jedoch kein Problem. Am einfachsten nutzen Sie für diese
Änderung die Microsoft-Sicherheits-CD auf der Basis eines
Windows-PE-Systems, ( Download ). Starten Sie damit
Ihr System neu, und geben Sie anschließend im
Kommandointerpreter Cmd.EXE "regedit" ein. Markieren
Sie im Registry-Editor den Schlüssel
"Hkey_Local_Machine", und klicken Sie auf "Datei,
Struktur laden". Danach suchen Sie in Ihrer
XP-Home-Installation den Ordner %windir%\ System 32\Config und
wählen dort die Datei "SYSTEM" aus, um den
System-Zweig Ihrer Registry einzulesen. Geben Sie als
Schlüsselnamen irgendeinen Namen an, beispielsweise
"RemoteSys". Die Struktur ist nun in die
Windows-PE-Registry eingehängt. Öffnen Sie jetzt den Schlüssel
"Hkey_Local_Machine\RemoteSys\ControlSet001\Control\ProductOptions",
und doppelklicken Sie anschließend auf die mehrteilige
Zeichenfolge "Product-Suite". Löschen Sie den Eintrag
"Personal" heraus, und lassen Sie den leeren Eintrag
stehen. Nun schließen Sie Regedit und starten das normale System
wieder neu. Sobald XP Home läuft, starten Sie hier erneut
Regedit und öffnen den Schlüssel
"Hkey_Local_Machine\System\CurrentControlSet\Control\Lsa".
Setzen Sie hier den Wert des DWORD-Eintrags
"forceguest" auf "0". Anschließend müssen
Sie Ihren Rechner erneut starten. Das geänderte Windows XP Home
enthält nun die Registerkarte "Sicherheit", schützt
Dateien mit der NTFS-eigenen Verschlüsselung EFS, bietet im
Befehlszeilen-Programm Runas.EXE den Schalter /savecred und
vieles mehr. Systemdateien wie der Gruppenrichtlinien-Editor
Gpedit.MSC, der Netware-Client oder Kommandozeilen-Tools wie
Tasklist. EXE und Taskkill.EXE fehlen aber natürlich weiterhin.
Home oder Pro? Die Systemeigenschaften sagen Home, dennoch verfügt das System über Funktionen von XP Pro
4. Fensterelemente und Schriften größer darstellenTFT-Monitor (Level 2)
Problem: Während Röhrenmonitore stufenlos interpolieren und daher bei jeder Auflösung ein scharfes Bild bieten, sollten TFT-Monitore immer mit der passenden physikalischen Auflösung arbeiten. In der Regel ist das zugleich diejenige, die der Monitor als maximale Bildschirmauflösung unter "Eigenschaften von Anzeige" anbietet. Nur dann ist das Bild wirklich scharf, andernfalls muss der Monitor die physikalisch vorhandenen Pixel auf eine niedrigere Anzahl interpolieren, und die Wiedergabe wirkt verschmiert. Wenn Sie nun aber etwa einen 17-Zoll-TFT-Monitor auf die typischen 1280 x 1024 Pixel eingestellt haben, werden die Schriftarten und die Fensterelemente sehr klein. Sie können zwar über die Registerkarte "Darstellung" größere Fonts auswählen, das wirkt sich aber nicht auf alle Teile von Windows aus.
Sämtliche GUI-Elemente größer: Mit Hilfe eines höheren dpi- Werts passen Sie Windows an eine hohe Auflösung an
Lösung: Es gibt einen Weg, die Darstellung der Fonts und anderer GUI-Elemente zu vergrößern, ohne die Auflösung umzustellen. Dazu erhöhen Sie den dpi-Wert (dots per inch, Pixel pro Zoll) für die Anzeige. Sie finden diese Option, wenn Sie mit der rechten Maustaste auf den Desktop klicken, "Eigenschaften" wählen und auf der Registerkarte "Einstellungen" auf den Button "Erweitert" klicken. Standardmäßig sind dort 96 dpi eingestellt. Als weitere Voreinstellung finden Sie "Groß (120 dpi)", Sie können den Wert aber auch über "Benutzerdefinierte Einstellung" beeinflussen - je höher der Wert, desto größer erscheinen Fonts und GUI-Elemente. Fürs exakte Einstellen des dpi-Werts erscheint ein Lineal, das auch unter einem deutschsprachigen Windows eine Zoll-Einteilung trägt. Nach der Änderung der dpi-Einstellung verlangt Windows in der Regel einen Neustart. Anschließend zeigt es alle GUI-Elemente in der angepassten Größe. Eventuell müssen Sie mehrere Versuche unternehmen, um die optimale Darstellung zu erhalten. Einzelne Details wie Symbolbeschriftungen oder Menüfonts, die auch bei idealem dpi-Wert noch zu groß oder zu klein ausfallen, können Sie über "Darstellung" (XP: "Darstellung, Erweitert") korrigieren.
5. Wichtige Voreinstellungen auf einen Schlag anpassen
XP-Neuinstallation (Level 1)
Problem: Sie sind soeben auf Windows XP umgestiegen und sind jetzt massiv genervt von einigen Eigenheiten der Bedienerführung. Oder Sie haben irgendwann einige Mühe investiert, um Ihr XP auf Ihre Wünsche abzustimmen, mussten aber das System neu installieren: Schreiend bunt springt Ihnen nun ein riesiges, zweispaltiges Startmenü entgegen, der Explorer zeigt weder Extensionen noch versteckte Dateien an und will Sie in manche Ordner gar nicht hineinlassen. Dafür werden Sie überall durch unerwünschte Hilfsangebote belästigt - aus dem Systray poppen Sprechblasen auf, und im Suchdialog wedelt ein gelber Hund mit dem Schwanz ... Weniger ist mehr, aber Sie haben keine Lust, mühsam nach allen einzelnen Einstelloptionen zu suchen.
Lösung:
Wir beschreiben, welche Option Sie an welcher Stelle finden. Und
wir liefern eine bequeme Abkürzung zu allen Optionen. Öffnen
Sie zunächst ein beliebiges Explorer-Fenster, wählen Sie aus
dem Menü "Extras, Ordneroptionen, Ansicht", und
deaktivieren Sie dort "Erweiterungen bei bekannten
Dateitypen ausblenden" sowie "Geschützte Systemdateien
ausblenden". Aktivieren Sie ferner die Einstellungen
"Inhalte von Systemordnern anzeigen" und "Alle
Dateien und Ordner anzeigen".
Das Startmenü passen Sie an, indem Sie mit der rechten Maustaste
auf den "Start"-Button klicken und
"Eigenschaften" wählen. Falls Sie die herkömmliche,
einspaltige Darstellung wünschen, aktivieren Sie
"Klassisches Startmenü". Klicken Sie auf
"Anpassen", und deaktivieren Sie die Option
"Persönlich angepasste Menüs verwenden", um stets das
komplette Startmenü zu erhalten. Wenn Ihnen der kitschige Look
von Windows XP nicht gefällt, finden Sie Abhilfe in den
Anzeige-Einstellungen. Auf der Registerkarte
"Darstellung" ändern Sie die Option "Fenster und
Schaltflächen" auf "Windows - klassisch".
Anschließend können Sie sich unter "Erweitert" noch
Farben und Schriftarten aussuchen.Um den Suchdialog anzupassen,
scrollen Sie dort ganz nach unten und gehen auf "Bevorzugte
Einstellungen ändern". Hier klicken Sie auf "Animierte
Figur nicht verwenden". Anschließend rufen Sie
"Bevorzugte Einstellungen ändern" erneut auf, wählen
"Datei- und Ordnersuchverhalten ändern" und aktivieren
hier "Erweitert".
Weg mit den Belästigungen: Unser Tool stellt den bunten XPLook ruck, zuck auf eine klassische Arbeitsstation um
Mit unserem Tool pcwAnnoyances.HTA ersparen Sie sich das Herumsuchen. Sie können sofort auf die benötigten Optionen zugreifen - und zusätzlich den klassischen "Suchen"-Dialog aktivieren, der sich sonst nur über die Registry einstellen lässt. Beachten Sie, dass das Script den Dialog "Eigenschaften von Anzeige" startet, in dem Sie bei Bedarf weitere Darstellungsdetails ändern können. Klicken Sie nicht vorschnell auf "OK", sondern kontrollieren Sie erst das angezeigte "Design". Wenn bereits ein angepasstes, individuelles Design existiert, wählen Sie statt der Vorgabe ("Windows klassisch" oder "Windows XP") besser dieses.
6. Gruppenrichtlinien: Zurück zur Werkseinstellung
Windows 2000, XP Pro (Level 2)
Problem: Sie haben Ihr System mit diversen Einstellungen in den Gruppenrichtlinien (Gpedit.MSC) so ver-konfiguriert, dass einiges nicht mehr richtig funktioniert. Nun möchten Sie die fehlerhaften Einstellungen rückgängig machen. Da aber sowohl die Struktur als auch die Erklärungen zu den einzelnen Sicherheitsrichtlinien in Gpedit.MSC unübersichtlich und unklar sind, ist es kaum möglich, zielsicher wieder die richtigen Parameter zu setzen. Am besten wäre es, alle Richtlinien zurücksetzen zu können.
Werkseinstellungen: Verschieben Sie die Registry.POL-Dateien, um alle Gruppenrichtlinien zurückzusetzen
Lösung: Standardmäßig sieht
Gpedit.MSC nicht vor, die ursprünglichen Standards
wiederherzustellen. Um trotzdem alle Richtlinien zurückzusetzen,
öffnen Sie im Explorer den versteckten Ordner \Windows\System32\
GroupPolicy. Falls er bei Ihnen nicht angezeigt wird, klicken Sie
im Explorer auf "Extras, Ordneroptionen", öffnen die
Registerkarte "Ansicht", aktivieren den Radio-Button
vor "Alle Dateien und Ordner anzeigen", und bestätigen
für alle Ordner. Im Ordner "GroupPolicy" finden Sie
dann zwei weitere Unterordner mit den Namen "Machine"
und "User". In beiden liegt jeweils eine Datei namens
Registry.POL, die alle gesetzten Einstellungen enthält. Die
Registry. POL unter "Machine" speichert alle
Systembeschränkungen, die Sie mit Gpedit.MSC in der Rubrik
"Computerkonfiguration" gesetzt haben. Die Datei im
Ordner "User" enthält alle Einstellungen aus der
Rubrik "Benutzerkonfiguration". Verschieben Sie die
Registry.POL-Dateien aus beiden Ordnern einfach in zwei beliebige
Backup-Verzeichnisse, damit Sie sie bei Bedarf zurückholen
können. Wenn Sie nun Gpedit.MSC erneut starten, sehen Sie, dass
alle Einstellungen wieder auf "Nicht konfiguriert"
stehen. Geben Sie dann unter "Start, Ausführen" den
Befehl
gpupdate /force
ein. Nach dem nächsten Windows-Start gelten wieder die Regeln
wie bei einem neu installierten System. Selbstverständlich darf
nur ein Benutzer mit Administratorrechten diese Aktionen
ausführen.
7. Falsch registrierte Dateitypen neu zuordnen
Windows-Explorer (Level 2)
Problem: Beim Doppelklick auf einen bestimmten Dateityp startet entweder überhaupt keine Anwendung - oder nicht (mehr) diejenige, die der Benutzer erwartet. Nebenbei stellt der Explorer den Dateityp nicht (mehr) mit dem gewünschten Icon und der gewohnten Typ-Beschreibung dar.
Lösung:
Der trivialste Grund ist, dass sich die zugehörige Anwendung
noch nie auf dem PC befand oder nicht mehr vorhanden ist und
folglich erst installiert werden muss. Wenn Sie nicht wissen,
welches Programm Sie benötigen, können Sie entweder bei einem
Kollegen nachsehen, ob auf seinem Rechner der Explorer einen
Dateityp mit der gleichen Extension eine Anwendung startet, oder
im Web recherchieren, etwa unter http://filext.com/. Das ist
übrigens der gleiche Web-Dienst, den Windows XP beim Klick auf
nicht registrierte Typen aufruft - allerdings erst nach zwei
Zwischenklicks. Daher ein XP-Tipp am Rande: Wenn Sie unter
"Hkey_Local_Machine\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\Associations"
für die Zeichenfolge "intl" die URL
"http://filext.com/" eintragen, bringt Sie Windows XP
ohne Umweg zu diesem Web-Dienst.
Wesentlich häufiger allerdings kommt es vor, dass sich eine neu
eingerichtete Anwendung bei der Installation den Dateityp unter
den Nagel gerissen hat. Nun ist die Extension in der Registry
diesem Programm zugeordnet. Häufig können Sie das ohne direkten
Registry-Eingriff über den Dialog "Extras, Ordneroptionen,
Dateitypen" korrigieren.
Die Extension ist nicht registriert: Ist ein passender Dateityp vorhanden, etwa "Winamp media file", klicken Sie auf "Neu", geben die Erweiterung ein und ordnen sie über den Button "Erweitert" einem bestehenden Dateityp zu. Sie können einen neuen Dateityp auch manuell einer Anwendung zuteilen, indem Sie nach "Neu" die Extension eingeben und sofort mit "OK" bestätigen. Danach markieren Sie den neuen Eintrag, klicken auf "Ändern" und dort auf die Option "Programm aus einer Liste wählen". In der nachfolgenden Liste suchen Sie das passende Tool oder klicken auf "Durchsuchen", um der Extension eine Anwendung zuzuweisen. Vergessen Sie nicht, die Option "Dateityp immer mit dem ausgewählten Programm öffnen" zu aktivieren.
Extension geklaut: Ist die Erweiterung im Dialog vorhanden, aber falsch zugeordnet, markieren Sie zunächst in der Liste die Zeile mit der betreffenden Erweiterung. Eventuell bietet der Dialog statt "Erweitert" den Button "Wiederherstellen": Damit kehren Sie mit einem Klick zum Zustand vor der letzten Änderung zurück. Ist das nicht der Fall, wählen Sie "Ändern" und suchen aus der nachfolgenden Programmliste die passende Anwendung.
Verbogene Dateitypen: Oft ist es der einfachste Weg, eine Extension zu löschen und danach neu zu registrieren
"Erweitert" fehlt: Am kompliziertesten ist der Fall, dass Sie eigentlich den Button "Erweitert" benötigen, etwa um die Doppelklick-Standardaktion anders zu definieren; angeboten wird jedoch nur der Button "Wiederherstellen", der den Typ wieder mit einer ganz ungeeigneten Anwendung verknüpft. Hier ist es meist am einfachsten, trotzdem "Wiederherstellen" zu wählen (das löscht den Typ unter "Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Explorer\FileExts" und stellt den Standard aus "Hkey_Current_User" wieder her) und den Dateityp anschließend zu "Löschen". Danach registrieren Sie die Extension über "Neu" und Eingabe der Extension komplett neu und verbinden sie über "Erweitert" mit dem gewünschten Typ. Nun können Sie über "Erweitert" die fett hervorgehobene Standardaktion (Doppelklick) und eventuelle Kontextoptionen detailliert bearbeiten.
8. Patches und SP 2 in einem Aufwasch installieren
Windows-XP-Update (Level 1)
Problem: Es ist gar nicht so einfach, einem frisch installierten Windows von einer XP-CD mit Service Pack 1 das Service Pack 2 (SP 2) zu verpassen: Über die normale Windows-Update-Seite gibt es zwar jede Menge SP-1-Fixes, aber kein SP 2. Unten rechts findet sich jedoch ein Link: "Wie können Sie sicherstellen, dass Sie Service Pack 2 erhalten?" Wenn Sie ihn anklicken, landen Sie auf einer englischsprachigen Microsoft-Seite, die unter anderem den Button "Get SP2 from Microsoft Update" enthält. Wenn Sie jetzt denken, dass Sie gewonnen hätten, täuschen Sie sich: Sie landen umgehend wieder auf der Windows-Update-Seite.
Bequemes Windows-Update: Der pcwPatchloader lädt alle Patches herunter
Lösung: Um das SP 2 zu
bekommen, müssen Sie sich gegenüber Microsoft konsequent als
Profi ausgeben. Erst einmal sind ein wenig Englisch-Kenntnisse
gefragt: Wenn Sie statt auf den Button "Get SP2 from
Microsoft Update" auf den Link "Why is it important?
How do I get it?" klicken, kommen Sie zwar eine Runde
weiter, sehen aber wieder den bewussten Button. Den Trick kennen
Sie schon - Sie wollen nicht auf die Windows-Update-Seite
zurück. Wählen Sie stattdessen "Download SP2 from
Microsoft Download Center (for advanced users)". Wenn Sie
dort noch unter "Change Language" die Sprache auf
"German" umstellen, dürfen Sie das SP 2 endlich
herunterladen.
Leichter geht's mit dem pcwPatchloader . Sie müssen dazu
allerdings auf einen zweiten Windows-Rechner zugreifen können,
der möglichst mit allen aktuellen Patches versehen worden ist.
Auf diesen Rechner laden Sie das Service Pack und alle anderen
verfügbaren Updates herunter und brennen alles komplett mit dem
pcwPatchloader in installierbarer Form auf CD. Damit sparen Sie
sich das einzelne Ausführen der Setup-Programme pro Update,
lediglich das SP 2 müssen Sie zuerst separat installieren und
den Rechner neu starten.
9. Ordneransichten: So beseitigen Sie das Chaos
Windows-Explorer (Level 2)
Problem: Der Windows-Explorer bietet unter "Extras, Ordneroptionen, Ansicht" in den "Erweiterten Einstellungen" den Punkt "Ansichtsoptionen für jeden Ordner speichern". Auch wenn Sie diese Option aktiviert haben, merkt sich Windows die Ansicht pro Ordner aber nicht für immer, sondern kehrt nach einiger Zeit zu der Standardansicht zurück. Wenn Sie die Funktion ausschalten, ist das Ergebnis ebenfalls undurchsichtig: Zu erwarten wäre eine einheitliche Darstellung für jeden Ordner. Für viele Ordner trifft das auch zu, andere tanzen aber aus der Reihe, und merken sich trotzdem eine spezielle Ansicht, die Sie einmal eingestellt hatten.
Ordneransichten: Windows speichert sie hier Löschen setzt alles zurück
Lösung: So lange
"Ansichtsoptionen für jeden Ordner speichern" aktiv
ist, verzeichnet Windows jede Änderung, die Sie an einem Ordner
über das Menü "Ansicht" vornehmen, in der Registry.
Später öffnet es ihn wieder auf die gespeicherte Art. Dabei ist
es dann völlig egal, wie Sie den Ordner anschließend öffnen:
von einer Desktop-Verknüpfung aus, im Explorer über die
Adresszeile, von einem anderen Ordner aus oder direkt aus dem
Startmenü über "Start, Ausführen".
Soweit die Theorie, in der Praxis ist der dafür vorgesehene
Platz in der Registry aber auf rund 400 Ordner begrenzt. Wird er
überschritten, äußert sich das nicht etwa darin, dass sich
Windows keine weiteren Ordneransichten mehr merkt, sondern es
überschreibt die als erste gesicherten Ansichtsoptionen. Mit
zwei undokumentierten Registry-Einträgen begegnen Sie dieser
Begrenzung: Legen Sie in den Schlüsseln
"Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\Shell"
und
"Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows\ShellNoRoam"
jeweils einen DWORDWert "BagMRU Size" an, und geben Sie
ihm als Wert die Anzahl der Ordner, für die sich Windows die
Ansichtsoptionen merken soll, etwa 5000. Die Einstellung wird
wirksam, ohne dass Sie den Rechner neu starten oder sich neu
anmelden müssen.
Vorsicht: Beim Anlegen des Werts steht dieser
zunächst auf Null. Dabei dürfen Sie es keinesfalls belassen,
ständige Explorer-Abstürze wären die Folge. Kompliziert wird
es, wenn Sie die Option "Ansichtsoptionen für jeden Ordner
speichern" deaktivieren. Der angestrebte Einheitslook für
alle Ordner ist danach zwar fast durchgehend vorhanden, aber eben
mit Einschränkungen: Wenn Sie die Ansicht eines Ordners ändern
und ihn danach schließen, so gilt die neue Einstellung beim
nächsten Öffnen unerwarteterweise weiter, allerdings nur, wenn
Sie den Ordner direkt öffnen, das heißt: per
Desktop-Verknüpfung, über eine Verknüpfung im Startmenü oder
in "Start, Ausführen".
Navigieren Sie hingegen im Explorer zu diesem Ordner oder öffnen
Sie ihn, indem Sie den Pfad in die Adresszeile eintippen,
übernimmt er die einheitliche Ansicht. Die vorher eingestellte
Ansicht "vergisst" er dabei und übernimmt die
einheitliche, egal wie Sie ihn beim nächsten Mal öffnen. Von
der letzten Regel gibt es jedoch wieder Ausnahmen: Die Ordner
"Eigene Dateien", "Eigene Bilder" und
"Eigene Musik" übernehmen zwar ebenfalls die
einheitliche Ansicht, wenn Sie sie innerhalb des Explorers durch
Anklicken oder über die Adresszeile öffnen. Sie behalten aber
eine beim letzten Mal gewählte, spezielle Ansicht stets bei,
wenn Sie sie direkt öffnen.
Wenn Sie das alles nicht sehr logisch finden, haben Sie recht.
Die Vermutung liegt nahe, dass es sich bei diesem Verhalten des
Explorers eher um Bugs handelt als um mit Absicht implementierte
Funktionen. Abhilfe schaffen Sie, indem Sie in einem
Ordnerfenster, das auf die Standardansicht eingestellt ist, unter
"Extras, Ordneroptionen, Ansicht" den Button "Für
alle übernehmen" anklicken. Alternativ können Sie in der
Registry die Schlüssel "Shell\BagMRU",
"Shell\Bags", "ShellNoRoam\BagMRU" und
"Shell No Roam\Bags" unter
"Hkey_Current_User\Software\Microsoft\Windows"
löschen. Das eliminiert auch alle Extrawürste bei der
Ordneransicht. Das Script pcwCleaner kann diese
Registry-Schlüssel ebenfalls löschen (Punkt 2), so dass Sie
diese Säuberung nicht manuell vornehmen müssen.
10. Keine Verbindungsabbrüche bei XP mit SP 2 mehr
WLAN (Level 2)
Problem: Sie haben Windows XP und Service Pack 2 installiert. Über eine WLAN-PCI-Karte oder einen USB-Adapter bekommen Sie eine Verbindung zu Ihrem Access Point mit ausreichender Signalstärke. Trotzdem bricht die Verbindung regelmäßig nach einer halben Minute ab und baut sich dann automatisch wieder auf.
Lösung: Von dem beschriebenen Phänomen berichten einige Anwender seit der Installation des Service Packs 2. Schuld ist in den meisten Fällen der Dienst "Konfigurationsfreie drahtlose Verbindung". Er soll dafür sorgen, dass sich der Kontakt zum nächsten verfügbaren Access Point automatisch herstellt. Das ist vor allem bei mobilen Notebooks mit WLAN wichtig, funktioniert allerdings nur problemlos, wenn keine zusätzliche Software vom Kartenhersteller installiert ist. Meist ist aber das Hersteller-Tool schon vor der Installation von Service Pack 2 vorhanden oder gelangt spätestens mit der Treiberinstallation auf den Rechner. Zwei Tools zur Konfiguration der Karte auf einem Rechner vertragen sich aber nicht. Sie müssen sich also für eins von beiden entscheiden. Entweder verwenden Sie nur das Hersteller-Tool - das meist zusätzliche Funktionen bietet - oder nur den Windows-Dienst.
Besser ohne: Deaktivieren Sie diesen Windows-Dienst, wenn Sie die Software des Herstellers verwenden
Dienst deaktivieren: Das Problem lässt sich am schnellsten beheben, wenn Sie "services.msc" über "Start, Ausführen" aufrufen und in der Diensteverwaltung den Dienst "Konfigurationsfreie drahtlose Verbindung" deaktivieren. Wählen Sie dazu in den Eigenschaften des Dienstes den Starttyp "Manuell", klicken Sie auf "Beenden" und zum Abschluss auf "OK". Die Auswahl und Konfiguration der Netzverbindungen ist danach nur noch über die Software des Kartenherstellers möglich.
Hersteller-Tool de-installieren: Soll die WLAN-Konfiguration nur noch über die Windows-XP-eigene Oberfläche erfolgen, de-installieren Sie die Software des Herstellers über den Punkt "Systemsteuerung, Software". Allerdings entfernt das Setup-Programm dabei in der Regel auch den WLAN-Treiber. Nach dem Neustart des Systems fordert Windows Sie daher auf, den Treiber zu installieren. Den Treiber gibt es in der Regel auch einzeln zum Download, oder er befindet sich auf der Hersteller-CD in einem Unterverzeichnis. Suchen Sie hier nach einem Ordner mit dem Namen "Treiber" oder "Drivers". Darin sollten sich mindestens eine INF- und eine SYS-Datei befinden. Im Hardware-Assistenten wählen Sie die Option "Software von einer Liste oder bestimmten Quelle installieren" und geben anschließend das Verzeichnis an, in dem der Treiber liegt.
| Windows XP: Komfortabel kopieren |
Mit einer kleinen Anpassung der Registry
kopieren Sie leichter, schneller und einfacher.
Sie wenden den Kontextmenüeintrag Senden an im Datei-Explorer
auf Dateien und Ordner an. Die Liste der Empfänger lässt sich
erweitern. Die Technik ist unhandlich, wenn Sie in tiefere
Ordnerebenen kopieren. Ein Trick schafft Erleichterung.
Anstelle des Befehls Senden an bezeichnen Sie einen neuen Eintrag
Kopieren nach.... Wenn Sie eine Datei markieren und per
Kontextmenü den neuen Befehl testen, so öffnen Sie einen
komfortableren Dateisystemdialog. Darin wählen Sie das Ziel,
egal wie tief es im Dateisystem verankert ist.
Öffnen Sie per Registry Editor den Schlüssel: HKEY_CLASSES_ROOT
AllFIlesystemObjectsShellexContextMenu- Handlers. Legen Sie den
neuen Wert als Zeichenfolge (GUID) des Dialogobjektes an:
{c2fbb630-2971-11d1-a18c-00c04fd75d13}.
Achten Sie auf die korrekte Schreibweise.
| Windows 2000/XP: Cookies entsorgen |
Die lästigen Internet-Kekse können Sie auch
justin-time entsorgen.
Web-Surfer treffen immer auf Cookies, die Anbieter auf Ihrem
System hinterlegen möchten. Windows sammelt Cookies in einem
Ordner. So nützlich manche Cookies sind, die meisten dieser
Kekse nerven. Um die Cookies schneller zu entsorgen, weisen Sie
Windows per Registry an, diese im Papierkorb abzulegen.
Windows speichert Cookies in einem User- ShellFolder, welcher per
Registry mit dem Ordner Cookies verdrahtet ist.
Abhilfe: Öffnen Sie den Registry-Editor und gehen Sie zu dem
Schlüssel HKEY_CURRENT_USERSoftware
MicrosoftWindowsCurrentVersion ExplorerUserShellFolders.
Dort finden Sie den Eintrag Cookies, dessen Zeichenfolge Sie
anpassen. Per doppeltem Mausklick darauf ändern Sie die
Zeichenfolge auf den Ablageort Papierkorb. Bei Windows 2000/XP
z.B. C:Recycler. Nach einem Neustart landen alle Cookies dort.
Beachten Sie, dass die Cookies solange aktiv bleiben, bis Sie den
Papierkorb geleert haben.
| Win XP: Systemdateien erneuern |
Windows XP besitzt wie Windows 9x/ME eine Systemdateiprüfung in Form eines DOSProgramms. Rufen Sie zum Start unter Programme/ Zubehör die Eingabeaufforderung auf und geben Sie den Befehl auf der Kommandozeile ein. Die XP-Systemdateiprüfung liefert die Auswahl der Startparameter. Die Anweisung sfc /scannow prüft beispielsweise alle geschützten XP-Systemdateien und ersetzt diese bei Veränderungen durch Sicherungskopien.
| Win XP: Neustart bei Systemversagen |
Nach dem Absturz des Betriebssystems soll der
PC automatisch neu starten.
Sofern Sie Windows XP nicht für einen Einzelplatz, sondern als
Server nutzen, wäre der XPPC nach einem Systemversagen nicht
mehr erreichbar. Um in solchen Fällen einen automatischen
Neustart zu erzwingen, aktivieren Sie in der Systemsteuerung
unter System/Erweitert/ Starten und
Wiederherstellen/Einstellungen die entsprechende Funktion unter
Systemfehler. Die Administratorwarnmeldung im gleichen Bereich
sollten Sie jedoch aktiviert lassen, damit der Systemausfall
nicht unerkannt bleibt.
| Reparatur-installation von Windows XP stoppt |
Problem:
Sie führen unter Windows XP eine Reparaturinstallation durch. Nach dem ersten Neustart während des Setups fordert das Setup-Programm die Datei Asms aus den XP-Installationsdateien im Pfad globalroot\device\cdrom0\i386 an. Hier gibt es jedoch keine Dateien. Die Installation lässt sich daher nicht fortsetzen.
Lösung:
Dieses
Problem tritt auf, wenn das Setup-Programm nicht auf das
CD/DVD-ROM-Laufwerk zugreifen kann.
Ursache sind meist auf dem PC installierte Programme zur
Emulation von CD-Laufwerken. Es gibt zwei Möglichkeiten, den
Fehler zu beheben und die Installation fortzusetzen.
Möglichkeit 1: Kopieren Sie das Verzeichnis i386 samt Inhalt von der Windows-XP-Setup-CD auf die Festplatte. Da Ihr System momentan ja nicht läuft, benötigen Sie dazu entweder ein zweites, auf dem Rechner parallel installiertes Windows oder ein Windows, das Sie von CD starten können Booten Sie nach der Kopieraktion den PC neu. Das XP-Setup-Programm startet erneut, und die beschriebene Fehlermeldung erscheint. Geben Sie dann als Quelle für die Setup-Dateien den Ordner i386 auf der Festplatte an.
Möglichkeit 2: Wenn Ihnen weder eine zweite Windows-Installation noch eine Bart-PE-CD zur Verfügung steht, müssen Sie den undokumentierten Weg über die Registry einschlagen:
1. Starten Sie den PC, und warten Sie, bis die Fehlermeldung erscheint.
2. Über die Tastenkombination <Shift>-<F10> können Sie während einer Reparaturinstallation eine Eingabeaufforderung (CMD.EXE) öffnen. Geben Sie auf der Kommandozeile regedit.exe ein, und bestätigen Sie mit <Return>.
3. Im
Registrierungseditor klicken Sie dann auf
Hkey_Local_Machine, gehen auf Datei, Struktur
laden und wählen die Datei
%Windir%\System32\Config\System.SAV. Im folgenden Dialog geben
Sie als Schlüsselname beispielsweise Z ein und
bestätigen mit OK.
4. Gehen Sie zum ersten Schlüssel mit dem Namen
Hkey_Local_Machine\Z\ControlSet001\Control\Class\{4D36E965-E325-11CE-BFC1-08002BE10318},
und löschen Sie hier den Wert LowerFilters. Wenn es
auch einen Wert UpperFilters gibt, löschen Sie
diesen ebenfalls.
5. Wiederholen Sie Schritt 4 für jeden weiteren ControlSet-Schlüssel (ControlSet002, ControlSet003 ...).
6. Klicken Sie auf Hkey_Local_Machine\Z, gehen Sie auf Datei, Struktur entfernen, und bestätigen Sie den folgenden Dialog mit Ja. Starten Sie jetzt den Computer neu. Das Setup-Programm sollte jetzt seine Arbeit ohne Fehlermeldung fortsetzen. Die Software, die für das Problem verantwortlich war, arbeitet danach allerdings wegen der fehlenden Registry-Einträge nicht mehr, und Sie müssen sie neu installieren.
Tipp: Der in Möglichkeit 2 beschriebene Weg über die Registry kann Ihnen ebenfalls helfen, wenn nach einer fehlgeschlagenen De-Installation einer Brenn-Software oder eines CD-Emulators kein Zugriff auf das CD- oder DVD-Laufwerk möglich ist.
| Windows XP: Nutzen im DOS-Fenster |
Alle Informationen im DOS Fenster lassen sich mit diesem Trick verwenden.
Die Symbolleiste in den Windows 9.x-Versionen
aktivieren Sie per Klick der rechten Maustaste auf die
Fensterzeile des DOS-Fensters und dort durch Eigenschaften/
Bildschirm/Fenster/Symbolleiste anzeigen. Bei Windows XP gibt es
keine einschaltbare Symbolleiste. Vielmehr sind die Funktionen
zum Markieren, Kopieren und Einfügen bereits im Kontextmenü
eingebaut. Im gleichen Menü wie der Suchfunktion finden Sie
unter anderem den Auswahlpunkt Markieren.
Nach dessen Aktivierung wählen Sie mit gedrückter linker
Maustaste rechteckige Bildschirmbereiche aus. Zum Abschluss der
Markierung drücken Sie [Enter]. Diesen kopierten Bereich können
Sie im gleichen DOS-Fenster oder einem beliebigen anderen
Windows-Fenster einfügen, sofern sich Text dorthin kopieren
lässt (Textfenster).
Bei rechteckigen Bereichen fügt XP am Ende der Markierung einen
Zeilenvorschub an. Dadurch kopieren Sie auf DOS-Ebene
Bildschirmteile, die Sie als Befehle einfügen können.
Umgekehrt geht es auch: In Windows-Fenstern markierten Text
fügen Sie im DOSFenster ein.
In Kombination mit gepufferten Bildschirmausgaben lassen sich
DOS-Sitzungen protokollieren. Wenn Sie im Kontextmenü eines
DOS-Fensters die Funktion Alles markieren wählen, dann [Enter]
drücken und alles z.B. in Wordpad einfügen, können Sie Ihre
DOS-Aktivitäten protokollieren und speichern.
Formatieren Sie den DOS-Text in einer nicht proportionalen
Schrift wie Courier New, damit Tabellen wie in der DOSTextausgabe
erscheinen.